Jeweils 1500 Euro

Zwei Spendenschecks für Kinder

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Nachdem das Firmengelände von Theo Hauser komplett ausgebrannt war, stand der Dachdeckermeister zunächst vor dem Nichts. Er bekam Hilfe. Jetzt bedankte er sich seinerseits und spendete für zwei Kinderhilfswerke jeweils 1500 Euro.

Den 21. Oktober 2015 wird Theo Hauser wohl niemals vergessen. Das ist der Tag, an dem das Firmengelände des Dachdeckermeisters in Flammen aufging. „Wir standen vor dem Nichts und mir war sehr schnell klar, dass der Betrieb wohl zugemacht werden muss“, erinnert sich Hauser nicht gerne an diese Stunden. Zum Glück gab es doch eine Rettung für den Familienbetrieb, der seit mehr als 130 Jahren in vierter Generation für passende Dächer in der Region sorgt.

„Der Anruf aus dem Rathaus, dass wir in einem Gebäude des alten Betriebshofes unterkommen können, hat uns Hoffnung gegeben und wir haben es angepackt“, erzählt Theo Hauser. Inzwischen ist der Betrieb wieder auf das Gelände in der Odenwaldstraße umgezogen – und alles geht wieder seinen gewohnten Gang. Die Gebäudeversicherung hat den Schaden zu 100 Prozent getragen, beim Betriebsvermögen blieb das Unternehmen auf 300 000 bis 400 000 Euro sitzen.

„Ich wollte eigentlich schon im vergangenen Jahr aufhören, jetzt mache ich halt weiter, bis ich 70 bin“, kündigt der Dachdeckermeister an. In der Firma Hauser hat es Tradition, dass es anstelle von Weihnachtsgeschenken an Kunden und Architekten eine Spende an gemeinnützige Vereine gibt. 2015 ist das wegen des Brandes ausgefallen. Jetzt hatte Theo Hauser zwei große Schecks im Gepäck.

1500 Euro gehen an das Kinderhospiz Bärenherz, den Scheck nahm Gabriele Schwarz, Pressesprecherin der Bärenherz Stiftung entgegen. Sie berichtete auch kurz von ihrer Arbeit in dem Haus, das mit zehn schwer- oder totkranken Kindern belegt ist. Den zweiten Scheck, ebenfalls 1500 Euro, nahm Rudolf Starck entgegen, Geschäftsführer der Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt. Der Verein unterstützt die Eltern mit einem Familienzentrum, hat aber auch ein eigenes Transplantations- und ein Forschungszentrum und finanziert 30 Stellen, von denen acht mit Ärzten besetzt sind. Beide Empfänger bedankten sich bei Theo Hauser für die große Spende.

(njo)

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