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Neues Entree für Neu-Isenburg

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Der Waldbahnhof verbindet künftig die beiden umweltfreundlichsten Verkehrsmittel miteinander: das Fahrrad und die Straßenbahn.

Erst vor wenigen Tagen setzten Rosemarie Heilig (Grüne), Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt, und Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) die Unterschriften unter die Vereinbarung, die Wasserspiele im Tannenwald zu erneuern. Gestern hat die Stadt Frankfurt nun den Plan veröffentlicht, wie künftig die Straßenbahn-Endhaltestelle in Neu-Isenburg zu einem Schmuckstück im Stadtwald beziehungsweise am Ortseingang von Neu-Isenburg werden soll.

Dazu erklärte Hunkel: „Mit der Umgestaltung der Straßenbahn-Endhaltestelle soll bereits im Herbst 2015 begonnen werden, wir freuen uns, dass damit der Ortseingang von Neu-Isenburg aufgewertet wird.“ Die Arbeiten sollen im Sommer 2016 abgeschlossen sein.

200 Fahrradstellplätze

Aus dem Frankfurter Römer heißt es dazu: „Mit dem Rad zur Straßenbahn, umsteigen zwischen Staudenbeeten und Stadtwald, dann in zehn Minuten mit der neuen Linie 17 direkt zum Hauptbahnhof: Die Stadt Frankfurt verbindet an der Grenze zu Neu-Isenburg das Beste vom Grüngürtel mit dem Besten an umweltfreundlicher Mobilität.“ Der Magistrat hat jetzt 485 000 Euro für den Umbau der Straßenbahnendhaltestelle Neu-Isenburg bewilligt. Damit kann die Projektgruppe „GrünGürtel“ rund um das denkmalgeschützte Bahnhofshäuschen ein neues Entree in den Stadtwald schaffen, zugleich entstehen 200 überdachte Fahrradstellplätze. Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) stellt hierfür 250 000 Euro aus der Stellplatzablöse bereit, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig 235 000 Euro aus dem „GrünGürtel“-Budget.

„Es war uns seit langem ein Herzensanliegen, diesen Ort zu einem ,GrünGürtel’-Entree aufzuwerten“, sagte Heilig. „Der Ort ist auch wichtig für die Verknüpfung der beiden umweltfreundlichsten Verkehrsmittel, Rad und Straßenbahn“, ergänzte Majer. „Besser kann eine Stellplatzablöse gar nicht eingesetzt werden.“

25 heimische Bäume

Die Planung sieht vor, das Bahnhofsgebäude mit seinem schönen Klinker-Fachwerk durch eine Verlegung der Fahrradstellplätze freizustellen. Auch eine Winterlinde und ein Bergahorn werden freigestellt und können dann als Großbäume richtig wahrgenommen werden. Die Überdachung der 200 neuen Radstellplätze wird mit der Neupflanzung von 25 heimischen Waldbäumen wie Hainbuche, Winterlinde, Rotbuche und Traubeneiche eingebunden. Ihre Kronen werden später einmal ein eigenes grünes „Dach über dem Dach“ bilden.

Die Wendeschleife der Straßenbahn erhält Rasengleise. Diese Grünfläche wird mit neuen Pflanzen wie Anemonen, Glockenblumen, Storchenschnabel, Farne und Gräsern, akzentuiert. Über eine Rasenmulde kann das Oberflächenwasser der noch befestigten Flächen im Boden versickern.

Die Planungsaufgabe sei nicht einfach gewesen. Da die Station im Frankfurter Stadtwald und im Landschaftsschutzgebiet liegt und das Bahnhofsgebäude unter Denkmalschutz steht, mussten die Planer sorgsam mit dem Landschaftsbild umgehen und Veränderungen genehmigen lassen.

(fnp)

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