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Kuschelige Besucher: Petra Nothnagel-Kölsch ging mit ihren Alpakas sogar in die Zimmer des Pflegeheims.

Seniorenheim

Streicheln, füttern, Küsschen geben: So helfen Alpakas bei der Pflege

„Shorty“ und „Samuel“ sind filmerprobte Alpakahengste, die schon für den Frankfurter Flughafen vor der Kamera standen. Diese Woche waren sie als kuschelige Pflegehelfer in einem Rödermärker Seniorenheim zu Gast. Bewohner und Besucher hatten viel Freude an und mit ihnen.

Ober-Roden – Bewohner und Besucher des Senioren- und Pflegeparks Rödermark hatten kuschelige Gäste. Zwei Alpakas fuhren dort sogar Aufzug und wurden von Petra Nothnagel-Kölsch in einige Zimmer geführt.

„So können Menschen, die ihr Bett nicht mehr verlassen können, am Leben draußen teilhaben“, erläuterte Pflegedienstleiterin Martina Jost die Begegnung zwischen Tier und Mensch. Streicheln, mit winzigen Apfelstückchen füttern, Küsschen geben: Berührungsängste hatten weder die einen noch die anderen.

Alpakahengste besuchen Ober-Roden

Die Alpakahengste „Samuel“ und „Shorty“ gehören zur Herde von Petra Nothnagel-Kölsch und Renate Jakobi aus Darmstadt. Ihr Besuch in Ober-Roden war eine gemeinsame Aktion von Heimleiterin Petra Odenweller und den „Mini-Kids“. Der Kindergarten auf der anderen Straßenseite ist bei Naturprojekten schon lange Partner des Heims. Das Haus hat 41 Bewohner, acht von ihnen sind bettlägerig.

Verschmust: Alpakahengst „Shorty“ gibt gerne auch mal Küsschen. Foto: Löw

Bevor die Alpakas in den Aufzug stiegen, hatten die beiden Fachfrauen ihre Schützlinge im Garten den mobilen Heimbewohnern und den Kindern vorgestellt. Man darf Alpakas nicht mit Lamas verwechseln, erklärten Renate Jakobi und Petra Nothnagel-Kölsch mit einem Augenzwinkern: Die Ohren sind A-förmig, also fängt auch der Tiername mit einem A an. Und gespuckt haben weder „Shorty“ noch „Samuel“.

Schatzsuche mit Darmstädter Alpakas

Die beiden sind Passagieren des Frankfurter Flughafens bekannt. Ein Youtube-Film zeigt die Alpakas in der Anti-Flugangst-Lounge. Kuscheln gegen Herzrasen vorm Einsteigen in den Flieger – allerdings war"s nur ein Aprilscherz.

Wenn die Darmstädter Alpakas nicht gerade vor der Kamera stehen oder Altenheime besuchen, kann man Touren mit ihnen unternehmen oder bei Kindergeburtstagen mit ihnen auf Schatzsuche gehen.

VON MICHAEL LÖW

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