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Rekord-Millionenfund auf dem Dachboden nach Drogen-Razzia rund um Offenbach und Hanau

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Von: Christoph Sahler, Florian Dörr, Niklas Hecht, Jan-Otto Weber

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Die große Drogen-Razzia rund um Offenbach und Hanau hat Ermittler zu einem dicken Fisch geführt. Er hatte Millionen auf dem Dachboden versteckt.

Update vom Dienstag, 17. Januar, 10.58 Uhr: Wohl noch nie wurde in Hessen auf einen Schlag so viel Bargeld im Zusammenhang mit Drogenermittlungen sichergestellt: 6,29 Millionen Euro haben Ermittler am Freitag (13. Januar) bei einem 56-Jährigen in Hanau gefunden. Der Mann wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft, wie die Polizei mitteilt. Der Einsatz steht in unmittelbarem Zusammenhang zu der Zerschlagung mehrerer hochprofessioneller Marihuana-Plantagen vor wenigen Tagen im Main-Kinzig-Kreis und im Landkreis Offenbach (siehe unten).

Gegen den 56-Jährigen und andere Beschuldigte ermitteln die Fahnder von Zoll und Polizei in einem gemeinsamen Ermittlungskomplex mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen des Verdachts des „unerlaubten bandenmäßigen Anbaus von und des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“.

Nicht nur die rekordverdächtigen 6,29 Millionen Euro Bargeld wurden auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses in Hanau sichergestellt. Auch Schmuck und Uhren im Wert von 220.000 Euro, 25 Kilogramm Kokain, sechs Kilogramm Marihuana sowie zwei Kilogramm Haschisch fanden die Fahnder versteckt in Koffern und Taschen.

Nach Drogen-Razzia rund um Offenbach und Hanau: Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Update vom Freitag, 13. Januar, 14.23 Uhr: Nach der Drogen-Razzia im Landkreis Offenbach und dem Main-Kinzig-Kreis am Mittwoch (11. Januar) sitzen vier Männer in Untersuchungshaft. Dies berichtete die Deutsche Presseagentur (dpa) am Freitag. Zwei weitere kamen unter Auflagen auf freien Fuß, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Der 20-Jährige und der 49-Jährige müssen sich allerdings regelmäßig bei den Behörden melden.

Die 20 bis 60 Jahre alten Männer waren den Rauschgiftfahndern bei der Durchsuchung von elf Häusern ins Netz gegangen. Bei dem Einsatz wurden zwei professionell betriebene Marihuana-Plantagen entdeckt sowie Schusswaffen und kiloweise Drogen sichergestellt. Die Ermittler verdächtigen die Männer des «bandenmäßigen Anbaus und Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge».

„Davon geht man echt nicht aus“: Anwohner und Passanten reagieren geschockt auf große Drogen-Razzia

Update vom Donnerstag, 12. Januar, 16.46 Uhr: Als am Mittwochnachmittag (11. Januar) an der Siemensstraße im Gewerbegebiet Lindenbäumchen in Nidderau-Heldenbergen (Main-Kinzig-Kreis) mehrere Polizeibusse vorfahren, staunen die Anwohner und die Kunden des gegenüberliegenden Einkaufsmarktes nicht schlecht. Mehrere vermummte Beamte von Polizei und Zoll greifen auf ein Gewerbegrundstück zu. Die Aktion ist Teil einer groß angelegten Drogen-Razzia im Main-Kinzig-Kreis und im Landkreis Offenbach.

Insgesamt werden sechs Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren wegen des Verdachts des bandenmäßigen Anbaus und Handels mit Cannabis „in nicht geringer Menge“ festgenommen, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt am Donnerstagnachmittag bekannt gibt. Dabei wurden unter anderem zwei professionell betriebene Marihuanaplantagen ausgehoben.

Polizei beschlagnahmt Drogen im Main-Kinzig-Kreis und Landkreis Offenbach

In Nidderau tragen die Ermittler am Mittwoch bis in die Abendstunden Dutzende Papiersäcke und Plastiksäcke mit der Aufschrift „Cocos Mix“ von dem Gelände und verfrachten sie in einem Lkw. Auch das Wohnhaus auf dem Grundstück, das mit Schwerlastregalen und offenbar ausrangierten Baumaschinen voll gestellt ist, wird durchsucht. Hier stellen die Ermittler ebenfalls Beweise sicher, tragen Kisten aus dem Haus. Später, als es bereits dunkel ist, wird noch ein Container angeliefert und an der Straße abgestellt.

Bei den Durchsuchungs- und Spurensicherungsmaßnahmen, die auch am Donnerstag noch andauerten, wurden in insgesamt elf Objekten in der Region über 1280 Marihuanapflanzen sowie weitere Betäubungsmittel sichergestellt. Dazu zählen nach Angaben des Zollfahndungsamts Frankfurt unter anderem knapp vier Kilogramm Marihuana, über fünf Kilogramm Amphetamin, drei Kilogramm Haschisch, 500 Gramm Crystal Meth und 50 Gramm Kokain sowie drei Schusswaffen und ein Schalldämpfer. Zudem wurden bei zwei Tätern insgesamt 8100 Euro Bargeld beschlagnahmt, welches sie bei ihrer Festnahme mitführten.

„Durch umfangreiche und intensive Ermittlungen, die seit Dezember des letzten Jahres gegen den 53-jährigen Hauptbeschuldigten geführt wurden, ist es schließlich am Mittwochmittag gelungen, zwei zuvor lokalisierte Plantagen schlagartig durch Spezialkräfte des Hessischen Landeskriminalamts, des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main und der Bundespolizei zu betreten und die Tatverdächtigen festzunehmen“, so die Ermittler. „Einer der Täter wurde in seinem Fahrzeug festgenommen und diverse verkaufsfertige Betäubungsmittel sowie eine griffbereite Waffe sichergestellt.“

Drogen-Razzia im Main-Kinzig-Kreis: Nachbarn reagieren geschockt

Die sechs festgenommenen Beschuldigten sollten nach Angaben der Ermittlungsbehörden am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Offenbach vorgeführt werden.

Ein Nachbar, der am Mittwochabend von der Arbeit nach Hause kommt, beobachtet ungläubig die Szene in seiner Straße. „Das denkt man von Nidderau nicht“, sagt er einem Reporter der Agentur 5vision.news. „Wir wohnen hier auf dem Dorf. Davon geht man echt nicht aus, dass hier so was gefunden wird.“

Drogen-Razzia rund um Offenbach und Hanau - Rauschgift, Meth und Kokain beschlagnahmt

Update vom Donnerstag, 12. Januar, 14.40 Uhr: Wie der Ermittlungskomplex der Staatsanwaltschaft Darmstadt gemeinsam mit der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift“ des Zollfahndungsamts Frankfurt sowie dem Hessischen Landeskriminalamt jetzt mitteilt, sind am Mittwoch, 11. Januar, insgesamt sechs Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren wegen des Verdachts des bandenmäßigen Anbaus und Handels mit Cannabis in nicht geringer Menge festgenommen worden.

Bei den aktuell noch andauernden Maßnahmen wurden durch die Ermittler der Zollfahndung und der Polizei zwei professionell betriebene Marihuanaplantagen im Main-Kinzig-Kreis und im Landkreis Offenbach ausgehoben.

Durch umfangreiche und intensive Ermittlungen, die seit Dezember 2022 gegen den 53-jährigen Hauptbeschuldigten geführt wurden, sei es am Mittwochmittag gelungen, zwei zuvor lokalisierte Plantagen durch Spezialkräfte des Hessischen Landeskriminalamts, des Polizeipräsidiums Frankfurt und der Bundespolizei zu betreten und die Tatverdächtigen festzunehmen. Einer der Täter wurde in seinem Fahrzeug festgenommen und diverse verkaufsfertige Betäubungsmittel sowie eine griffbereite Waffe sichergestellt.

Razzia rund um Offenbach und Hanau: Mehrere Drogen und Geld beschlagnahmt

Bei den anschließenden Durchsuchungs- und Spurensicherungsmaßnahmen in insgesamt elf Gebäuden seien bislang mehr als 1280 Marihuanapflanzen, sowie weitere Betäubungsmittel sichergestellt worden, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung. Dazu zählen unter anderem knapp vier Kilogramm Marihuana, mehr als fünf Kilogramm Amphetamin, drei Kilogramm Haschisch, 500 Gramm Crystal Meth und 50 Gramm Kokain sowie drei Schusswaffen und ein Schalldämpfer.

Zudem wurden bei zwei Tätern insgesamt 8100 Euro Bargeld beschlagnahmt, welches sie bei ihrer Festnahme mitführten. Die sechs festgenommenen Beschuldigten sollen noch am Donnerstag (12. Januar) dem Haftrichter beim Amtsgericht Offenbach vorgeführt werden.

Drogen-Razzia rund um Offenbach und Hanau - Große Mengen Rauschgift sichergestellt

Erstmeldung vom Donnerstag, 12. Januar, 10.40 Uhr: Großer Polizeieinsatz am Mittwoch (11. Januar) rund um Offenbach und Hanau: Ermittler des Hessischen Landeskriminalamts, des Zolls und der Staatsanwaltschaften Darmstadt und Frankfurt zogen eine großflächige Drogen-Razzia im Landkreis Offenbach und im Main-Kinzig-Kreis durch. Wie das Zollfahndungsamt auf Nachfragte mitteilte, wurden mehrere Objekte durchsucht, unter anderem in Rodgau und Nidderau. Es bestehe der Verdacht auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Berichten zufolge gelang der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) dabei ein großer Fahndungserfolg. Die Ermittler sollen mehrere hundert Kilo Rauschgift sichergestellt haben. Ein Sprecher des Zollfahndungsamts wollte diese Meldung am Donnerstag weder bestätigen noch dementieren. Bundesweit wäre ein solch großer Drogenfund äußerst selten.

Die Einsatzkräfte stellten bei der Razzia große Mengen Rauschgift sicher.
Die Einsatzkräfte stellten bei der Razzia große Mengen Rauschgift sicher. © 5.VISION.NEWS

Mutmaßlich mehrere Festnahmen bei Drogen-Razzia in den Kreisen Offenbach und Main-Kinzig

Die Reporter von 5VISION.NEWS, die bei der Razzia vor Ort waren, vermuten, dass es im Zuge der Hausdurchsuchungen auch zu mehreren Festnahmen kam. Die Polizei hat auch diese Nachricht bisher nicht bestätigt. Die Einsatzmaßnahmen sollen laut 5VISION.NEWS mehrere Stunden bis in den späten Abend angedauert haben. Im Rahmen der Geländestürmung sei es zudem zum gewaltsamen Öffnen mehrerer Türen gekommen. An den Maßnahmen seien laut Zollfahndungsamt auch Spezialkräfte beteiligt gewesen. Weitere Details zu dem Einsatz sollen in den kommenden Tagen öffentlich gemacht werden. (nhe)

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