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Blick auf die Installation, die einen Ausschnitt einer öffentlichen Parkanlage mit realistische gestalteten Nilgänsen zeigt. Der Frankfurter Künstler Marcel Walldorf will mit seiner Arbeit verblüffen.

Der Künstler und die Nilgänse

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Weil er mit seinem Hund viel Gassi geht, fielen dem Frankfurter Künstler Marcel Walldorf zwei Dinge auf: die Plage mit den Nilgänsen und die Menschen, die die Tiere füttern.

Weil er mit seinem Hund viel Gassi geht, fielen dem Frankfurter Künstler Marcel Walldorf zwei Dinge auf: die Plage mit den Nilgänsen und die Menschen, die die Tiere füttern. Diese Grenzerfahrung verarbeitete der Absolvent der Hochschule für Bildenden Künste Dresden in dem Werk „Feedback“, das noch bis 20. Oktober im 1822-Forum der Frankfurter Sparkasse an der Fahrgasse zu sehen ist.

Das Diorama stellt einen Ausschnitt einer öffentlichen Parkanlage in Teichnähe dar, ein Schild warnt, dass Füttern verboten ist, eine Gruppe Nilgänse läuft herum und aus der Wiese ragt der Kopf einer alten Frau. Um sie herum liegen Gänsekot und Brotkrumen. „Sie wurde gebrotigt“, sagt Walldorf. Und meint damit das Pendant zu „gesteinigt.“

Denn der Künstler ist der Auffassung, dass die Welt aus den Fugen gerät und viele verwirrt und rückwärts gewandt sind. „Da können auch so mittelalterliche Strafen, wie das Steinigen wiederkommen“, so Walldorf.

(es)

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