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Essen ist fertig, es kann angerichtet werden: Daniel Tobias Etzel und Iris Kristin Klawiter starten am Samstag mit ihrem dritten Restaurant-Festival.

Restaurant-Festival

Sie lassen lecker kochen

Aller guten Dinge sind drei. Und für Veranstalter und Unternehmer Daniel Tobias Etzel sind es noch viele mehr.

Aller guten Dinge sind drei. Und für Veranstalter und Unternehmer Daniel Tobias Etzel sind es noch viele mehr. Denn am Samstag startet zwar die dritte Ausgabe des Restaurant-Festivals, doch, geht es nach Macher Daniel Tobias Etzel, ist das noch lange nicht die letzte. „Auf die nächsten – mindestens – 20 Jahre“, stößt Etzel an, der mit seiner Frau Iris Kristin Klawiter das Ganze auf die Beine stellt. „Es ist ein Partnerschaftsprojekt von meiner Frau und mir.“ Er hebt das Glas Rotwein nicht nur auf die jetzige Edition, sondern auch auf alle kommenden. „Spätestens bei drei beginnt doch das Gesetz der Serie“, scherzt er. „Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt endlich da sind. Dass wir dort angekommen sind, wo wir vor drei Jahren hinwollten“, sagt Etzel, dessen Faible für das Kulinarische familiär bedingt ist.

Der Mann seiner Mutter, sein Zweitvater sozusagen, ist ein sehr erfolgreicher peruanischer Geschäftsmann, leidenschaftlicher Koch und Genießer und in der ganzen Gastronomieszene in Peru bekannt und beliebt. „Wir haben sonntags immer gut gegessen. Entweder hat er gekocht oder wir gingen aus“, erinnert sich Etzel, dessen Bruder Koch und Musiker ist. „Das Leben mit ihm hat uns einfach geschult, den Fokus darauf zu setzen, zu genießen und mit meinem Gaumen und Sinnen etwas zu erleben. Dazu kommt auch noch die Geselligkeit“, schildert Daniel Tobias Etzel seine Absicht. Es geht ihm „um die Geschichte hinter den Geschichten“. Das Restaurant-Festival biete dazu die besten Gelegenheiten. Denn sie lernten die Köche kennen und die Gäste sowie die Gastgeber. „Das ganze Vor und Danach ist wichtig, das macht all das zu einem multisensorischen Erlebnis, bei dem es um die menschliche Begegnung geht“, so Etzel weiter. Denn hinter dem Essen steckt eben viel mehr als nur essen. „Nun sind wir eine Institution.“

Doch das heißt bei Etzel noch lange nicht, dass keine Veränderungen anstehen. „Ich überlege ständig, was besser, was anders gemacht werden könnte.“ Schließlich sei nicht nur ihm, sondern allen Beteiligten klar, dass Dinge, die auf Langfristigkeit angelegt sind, wachsen. „Dazu gehören auch Krisen“, weiß er, obwohl er mit diesem Festival noch keine erlebt hat. „Ich finde Sache einfach spannend, die lange Bestand haben.“

Wie etwa seine Reihe Hotel Poetry, das seit mehr als zehn Jahren mit wechselnden Darbietungen überrascht. Dazu gehören Musik, Poesie, Magie, Kochkunst, Tanz oder Abenteuergeschichten. Das Programm geben die Macher nur eine Woche vorher bekannt.

Das Programm fürs Restaurant-Festival steht allerdings schon lange fest. Los geht es am kommenden Samstag mit Sternekoch Alan Ogden beim Frankfurter Tausendsassa Markus Nicolai , wo ein Sechs-Gänge-Menü auf die Gäste wartet. Bis Sonntag, 4. November, heißt es täglich an einem anderen Ort: gut essen. Etwa im Club Michel an der Münchener Straße unter dem Motto „Family Affair“, im Tor Art Space am Allerheiligentor, wo Koch Jan Hoffmann die Geschichte dieses nicht enden wollenden Sommers kulinarisch nacherzählt oder im „Frischeparadies“, wo das Finale des Festivals gefeiert wird und die Köche Valéry Mathis (Ernos Bistro), André Großfeld (Villa Merton), Patrick Spies (L’étable), Ricky Seward (Seven Swans) und Carmelo Greco ihre Köstlichkeiten in fünf Gängen servieren.

Während die erste Ausgabe vor drei Jahren ein Schnellschuss war, hatte Etzel für die folgenden zwei mehr Zeit. Im Februar fing er mit den Vorbereitungen an. Köche und andere Akteure zu gewinnen und zum Mitmachen zu bewegen, „wird von Jahr zu Jahr leichter“. Anfangs seien es befreundete Köche und deren Freunde. Im dritten Jahr hat sich die Veranstaltung entwickelt und etabliert. „Die Leute haben gemerkt, dass wir das doch ganz ordentlich machen“, untertreibt Etzel, der keine weiteren Wachstumsmöglichkeiten sieht. „Inhaltlich schon, aber ich will es sonst nicht noch weiter ausreizen. Diese zwei Wochen sind so intensiv – für alle“. Er selbst, sagt er, werde 16 Tage lang auf „an“ stehen und am Ende „glücklich erschöpft“ sein.

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