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626 Schüler starten am Mittwochins Abitur

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Von: Sabine Rauch

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Selbst gemalt wurde dieses Plakat an der Marienschule.
Selbst gemalt wurde dieses Plakat an der Marienschule. © Klaus-Dieter Häring

Keine Masken- und Testpflicht, aber mit der Empfehlung, bei Krankheitszeichen lieber in die Nachprüfung zu gehen

Limburg-Weilburg -Die Schulleitungen berichten von einem leistungsstarken Jahrgang und von einem gut vorbereiteten. Jetzt müssen die 626 Abiturientinnen und Abiturienten nur noch zeigen, was sie draufhaben und dass sie auch unter Stress Wissen abrufen und Leistung bringen können. Er sei ganz zuversichtlich, dass seine 74 Abiturienten das schaffen, sagt Jörg Schouler, der Oberstufenleiter der Taunusschule in Bad Camberg.

"Das ist der Jahrgang, der alles mitgemacht hat." Von Arbeitsblättern per E-Mail im Lockdown bis zum Präsenzunterricht in halber oder ganzer Klassenstärke. Die Schüler seien stresserprobt und hätten gelernt, selbstständig zu arbeiten, sagt Jörg Schouler. "Sie haben alles sehr geduldig ertragen, professionell gemanagt und sich gegenseitig unterstützt." Jetzt seien sie natürlich alle nervös und angespannt und hätten Angst, dass sie nicht genug gelernt haben. Ganz normal also.

Sowieso sei das eigentlich ein ganz normaler Jahrgang, sagt Dirk Fredl, der Sprecher des Staatlichen Schulamtes in Weilburg. "Die Schüler sind nicht besser oder schlechter vorbereitet als die Jahrgänge vorher." Und anders als im Jahr zuvor kommen die 626 Abiturienten im Kreis auch ohne Masken und Test-Pflicht aus. "Aber es gibt die Empfehlung, beides zu tun", sagt Dirk Fredl.

Nachholtermine

stehen auch fest

Und einen Appell an die Schüler, doch lieber zu Hause zu bleiben, wenn der Hals kratzt oder die Nase läuft. Weil man sich dann nicht nur nicht konzentrieren kann, sondern auch andere in Gefahr bringt. "Es gibt keinen Grund, sich halbkrank zur Prüfung zu schleppen", sagt Dirk Fredl. Denn es gibt ja eine zweite Chance unter denselben Bedingungen. Die Haupttermine sind vom 27. April bis 11. Mai, die Nachholtermine vom 23. Mai bis 9. Juni; und wer auch die verpasst, weil er krank ist, bekommt noch eine Gelegenheit.

Los geht es auch dann mit den Deutsch-Kursen, dann kommen Physik, Englisch, Geschichte und so weiter. Schluss ist am 11. Mai mit Chemie. Und auch in diesem Jahr haben die Lehrer in allen Fächern die Möglichkeit, eine Vorauswahl zu treffen, um jenes Thema auszusortieren, das im Unterricht zu kurz kam. Und dann haben ja die Schüler noch einmal die Wahl, in Deutsch zum Beispiel aus drei Vorschlägen, in Chemie aus zweien. Und eines ist ebenfalls wie im vergangenen Jahr: Die Schüler haben mehr Zeit; in den Leistungsfächern gibt es 30 Minuten Maskenpause, in den anderen 25 Minuten. Die Pause wird hinten drangehängt und gilt auch für jene, die keine Maske tragen.

Häufig mit Maske,

selten auf Partys

An der Taunusschule werden vermutlich die meisten Schüler Maske tragen, sagt Jörg Schouler. Das hätten sie auch in den letzten Schultagen vor den Ferien gemacht. "Alle wollen ein kleines Stück dazu beitragen, sicher unterwegs zu sein." Und alle seien sich einig, dass sie jetzt, so kurz vor Schluss, nicht alles aufs Spiel setzen wollen und auch auf Partys verzichten. Obwohl sie wieder erlaubt sind. Aber dann, nach dem Abi, wird gefeiert: "Heute Abi - Captain Morgen" ist das Motto.

Ähnliche Gedanken hatten offenbar auch die Schüler der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar. Jedenfalls haben sie sich dasselbe Motto ausgesucht, oder zumindest fast: "Abi heute - Captain Morgan" heißt es bei ihnen. 92 Schülerinnen und Schüler treten in Hadamar zum Abitur an. Der erste G-9-Jahrgang nach langer Zeit. "Wir erwarten ein gutes Ergebnis", sagt Philipp Naumann, der kommissarische Schulleiter. Er sei sicher, dass die Schüler gut zurechtkommen. Sie seien alle sehr selbstständig, hätten früh gelernt, sich zu organisieren. Und sie seien sehr verantwortungsvoll. Deshalb geht auch er davon aus, dass sie Maske tragen. "Keiner hat ein Interesse daran, sich bei der Prüfung zu infizieren", sagt Philipp Naumann.

Das gilt natürlich auch für die Marienschülerinnen. 30 junge Frauen machen in diesem Jahr an der Marienschule Abitur - der letzte G-8-Jahrgang, der letzte reine Mädchenjahrgang. Natürlich mit einem anderen Motto: "Abirella - wir haben es auch ohne Prinzen zum Ball geschafft", steht auf den Pullis der Abiturientinnen. Dass sie am Ende alle tanzen werden, glaubt auch Sebastian Mädrich, der kommissarische Oberstufenleiter. "Wir haben die Schülerinnen bestmöglich vorbereitet." In traumhaft kleinen Leistungskursen, gerade mal sieben Schülerinnen waren es zum Beispiel im Chemie-Kursus. Wie sie zurechtgekommen sind, ob sie vielleicht noch mal in die mündliche Prüfung müssen, erfahren sie Ende Mai oder Anfang Juni. Dann geben die Schulen die Ergebnisse bekannt.

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