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Aar-Einrich: Das Kleinod "Märchenwald" gibt es seit 60 Jahren

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Von: Christopher Kahl

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Nika, Samuel, Jonathan und Jara hatten viel Spaß mit den Lufballons bei den Feierlichkeiten zu "60 Jahre Märchenwald".
Nika, Samuel, Jonathan und Jara hatten viel Spaß mit den Lufballons bei den Feierlichkeiten zu "60 Jahre Märchenwald". © Christopher Kahl

Zwei Tage lang wird der runde Geburtstag mit einem Sommerfest gefeiert

Burgschwalbach -Der Burgschwalbacher Märchenwald lässt seit Generationen Kinderherzen höher schlagen. Eingebettet in die intakte Flora und Fauna in Burgschwalbach, ist der Märchenwald mit dem Abenteuerspielplatz oberhalb der imposanten Burganlage seit 60 Jahren Anlaufpunkt in der Palmbachgemeinde und Ausflugsziel vieler Familien - auch über die Region hinaus.

Das Schiff "Heimat" wurde seit jeher von kleinen Piraten geentert und die romantische Lage, etwas abseits vom Aartal gelegen, bietet mit vielen Schattenplätzen im Sommer einen hohen Erholungsfaktor - und das "kostenlos, seit Anbeginn", wie Stefan Hoffmann, Erster Vorsitzender vom Heimatverein, informierte.

Fleißiger Heimatverein

Das große Areal wird seit jeher von den vielen fleißigen Mitgliedern und "Heinzelmännchen" des Heimatvereins gehegt und gepflegt. In den vergangenen Monaten erst wurden zahlreiche Geräte wie die Krokodilschaukel, das Schiff "Heimat" und der "Feuerwehr"-Steg erneuert.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten am vergangenen Wochenende wurde nun auch das neue "Märchenschloss", das das in die Jahre gekommene Fort ersetzt, seiner Bestimmung übergeben und für die zahlreich anwesenden Kinder eröffnet.

Das Sommerfest und die Feierlichkeiten an sich verteilten sich auf zwei Tage. So fand die Ehrung der Jubilare Richard Wolf und Karl Ohlemacher - die zwar keine Gründungsmitglieder waren, aber federführend am Aufbau des Heimatvereins mitgewirkt haben - am Samstag statt. Auch der anwesende Verbandsgemeinde-Bürgermeister Harald Gemmer zeigte sich erstaunt, "was in den letzten Jahren alles geschaffen wurde" und lobte die Arbeit des Heimatvereins. Gemmer erinnerte daran, dass er selbst mit seinen Söhnen "immer gerne vor Ort war". Und der ehemalige Ortsbürgermeister von Niederneisen, Karl-Werner Jüngst, erwähnte, dass er noch älter als der Märchenwald sei.

Ein Theaterauftritt der "Laufmaschen" um Beatrice Hutter mit dem Titel "Bien & Blum" rundete die Veranstaltung am Samstag ab, bevor der Abend mit Live-Musik ausklang.

Gottesdienst, Tanz und Theater

Viele Vertreter anderer heimischer Vereine waren anwesend, und der Erste Vorsitzende Hoffmann zeigte sich über die Spendenbereitschaft sehr erfreut.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen von "60 Jahre Märchenwald". Um 11 Uhr fand ein Freiluft-Gottesdienst mit den neuen Konfirmanden und Pfarrerin Blome statt.

Im Anschluss genossen die zahlreich anwesenden Besucherinnen und Besucher sowie die vielen Kinder Kaffee und Kuchen in einer der Hütten und freuten sich ob der gesanglichen Begleitung der "Palmbachtaler". Die Mädchen und Jungen stürmten das in hellgrün gehaltene neue Holz-Märchenschloss und hatten sichtlich ihre Freude.

Das Theater Chapiteau um Manfred Kessler unterhielt die Kleinsten und ihre Eltern danach köstlich mit einem Ausflug in den Urwald, bevor die Kleinsten vom Kinderturnen um Trainerin Natalie Spriestersbach ihr Können demonstrierten und die Kindertanzgruppe "Las Golondrinas" der TuS Burgschwalbach mit einer toll einstudierten Choreographie die Bretter der Waldhütten beben ließ. Kinderschminken, eine sich drehende Miniaturausgabe der Burg Schwalbach, ein Lufballon-Clown, eine Märchentante, die im neuen Schloss Kindermärchen vorlas und das selbst geschriebene Märchenbuch vom Heimatverein, das für fünf Euro erworben werden kann, rundeten das gelungene Jubiläum ab.

Vorsitzender Hoffmann zog im Nachgang ein positives Fazit und stellte bereits weitere Neuerungen in Aussicht.

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