Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (rechts) und die SPD-Bundestagskandidatin Dr. Tanja Machalet standen Moderator Julius Kessler am Sonntagabend Rede und Antwort.
+
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (rechts) und die SPD-Bundestagskandidatin Dr. Tanja Machalet standen Moderator Julius Kessler am Sonntagabend Rede und Antwort.

Wahlkampf

Aar-Einrich: SPD will Deutschlands Zukunft gestalten

  • VonMariam Nasiripour
    schließen

Malu Dreyer besucht Aar-Gemeinde und wirbt für Tanja Machalet und Olaf Scholz

Hahnstätten -Der Bundestagswahlkampf läuft auf Hochtouren. Bei der SPD setzt man auf den letzten Metern auf eine der beliebtesten Politikerinnen der Partei, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie war am Sonntagabend in Hahnstätten und trat dort zusammen mit der Direktkandidatin der SPD für den Wahlkreis 204, Dr. Tanja Machalet, auf. Moderiert wurde der Abend von Julius Kessler.

Malu Dreyer sagte vor den zahlreich erschienenen Zuschauern, dass die Stimmung für die Sozialdemokraten gut sei, die Partei liege aktuell bei 25 Prozent. Das habe vor sechs Wochen noch keiner geglaubt. Olaf Scholz sei der geeignete Kandidat für das Amt des Bundeskanzlers, so Dreyer weiter. Scholz und die SPD seien die richtige Führung für Deutschland mit den richtigen Zielen.

Die Bundestagskandidatin Tanja Machalet kenne sie bereits seit vielen Jahren. Diese sei engagiert und lebensnah. "Wir brauchen solche Menschen wie Tanja im Bundestag", sagte die Ministerpräsidentin. Machalet sei erfahren, kenne den Wahlkreis gut und könne ihn kompetent vertreten. "Die Wahl ist noch offen", sagte Dreyer. In Richtung des Publikums betonte sie: "Wir haben noch 22 Tage, um noch mehr Menschen zu bewegen."

Malu Dreyer sprach auch über das Programm der SPD. Die Sozialdemokraten stünden für soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit, gute Löhne, bezahlbaren Wohnraum und eine Steuerreform. Zum Thema Klimaschutz erläuterte die Ministerpräsidentin, dass die SPD in der Großen Koalition ihre Klimaziele nicht habe verwirklichen können, da die CDU es immer noch nicht verstanden habe, wie dringend und wichtig der Klimawandel sei. Olaf Scholz habe es verstanden und es auch in seiner Zeit als Bürgermeister von Hamburg dort umgesetzt.

"Wir haben viel vor, wir müssen viel tun und wir brauchen viel Geld", betonte Malu Dreyer. Nur so könne Deutschland weiterhin eine Industrienation bleiben. Beim Thema Arbeit und Lohn stellte sie in Aussicht, dass sich die Sozialdemokraten für allgemeinverbindliche Tarifverträge einsetzen werden. Und dort, wo Tarifverträge nicht möglich seien, möchte die SPD einen Mindestlohn von zwölf Euro einführen. Nur so könnten die Menschen später von ihrer Rente leben und seien dann nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen. Das werde die erste Aufgabe der Sozialdemokraten sein, sobald Scholz Kanzler geworden sei, versprach Dreyer.

Er sei ein zuverlässiger und kompetenter Mann mit einem klaren Ziel. So habe er schon zur Wirtschaftskrise 2008/2009 die Kurzarbeit eingeführt und den Weg geebnet für eine globale Mindeststeuer. Dafür habe Olaf Scholz nicht nur die EU-Finanzminister und Staatschefs der EU, sondern auch die USA überzeugt. Es gebe, so Malu Dreyer, viele Gründe für die Wahl von Olaf Scholz.

Mit hoher Impfquote gegen Corona

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin sprach ebenfalls die Flutkatastrophe in ihrem Bundesland an. Sie dankte allen Helfern, auch aus dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Westerwald, für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Solidarität. Rheinland-Pfalz stehe beim Thema Zusammenhalt und Solidarität an erster Stelle, so Malu Dreyer.

Beim Thema Corona waren sich Tanja Machalet und Malu Dreyer darüber einig, dass das Impfen die beste Strategie gegen die Pandemie sei. Tanja Machalet bekräftigte zudem, dass die Drei-G-Regel und kostenpflichtige Tests der richtige Weg seien, die Menschen zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Malu Dreyer fügte hinzu, dass niemand wieder geschlossene Schulen und Kitas möge. "Das war eine schlimme und harte Zeit für Familien", erinnerte sich Dreyer. Einigkeit herrschte bei beiden Sozialdemokratinnen ebenfalls beim Thema medizinische Versorgung. Während Tanja Machalet die kleinen Krankenhäuser stärken will, möchte Dreyer dem Ärztemangel im ländlichen Raum entgegenwirken. Hier erhärtete Dreyer wieder ihre Aussage, dass die Westerwälderin Machalet die richtige Wahl für Berlin sei. Denn sie komme vom Land und kenne somit die Sorgen und Nöte der ländlichen Bevölkerung. Viele Abgeordnete kämen aus der Großstadt und hielten die Zentralisierung der medizinischen Versorgung in der Großstadt für die beste Idee.

Abschließend berichtete Malu Dreyer, dass die SPD die Rahmenbedingungen schaffen möchte für bezahlbaren Wohnraum. Wohnen sei zur neuen sozialen Frage geworden. Es könne nicht sein, dass Wohnraum nicht mehr bezahlt werden kann, betonte die Ministerpräsidentin. Tanja Machalet erklärte, dass sie sich darüber freue, den Wahlkreis im Bundestag zu vertreten. Es sei ein schöner Wahlkreis mit tollen Menschen. Es wäre gut, wenn der Westerwald und der Rhein-Lahn-Kreis im Bundestag präsenter wären. Die Veranstaltung vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Hahnstätten war sehr gut besucht. Unter den zahlreich erschienenen Menschen waren auch Landrat Frank Puchtler (SPD) und Ortsbürgermeister Joachim Egert (FWG).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare