Feuerwehr in Hambach

Anbau fordert die aktiven Wehrleute

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Kritik am Übungseinsatz und doch uneingeschränktes Lob für die Wehrleute? In Hambach hat die ungewöhnliche Konstellation einen (Hinter-)Grund: Für die Brandschützer sind Baumaßnahmen am Gerätehaus

Kritik am Übungseinsatz und doch uneingeschränktes Lob für die Wehrleute? In Hambach hat die ungewöhnliche Konstellation einen (Hinter-)Grund: Für die Brandschützer sind Baumaßnahmen am Gerätehaus inzwischen zum „festen Bestandteil der Freizeitgestaltung“ geworden. Was Fördervereins-Vorsitzender Udo Kröller mit einem ausdrücklichen Dank quittiert, reicht Wehrführer Michael Grün als entschuldigende Begründung für die nicht ganz so intensive Beteiligung am Übungsbetrieb. Die Einsatzkräfte hatten 2015 wieder „zahlreiche Stunden im Anbau verbracht“.

Dennoch gab es im vergangenen Jahr regelmäßig Übungen im Ort, fünf weitere gemeinsam mit Aull und Gückingen und obendrein eine mit Görgeshausen. Die Nachbarwehr ist in die Einsatzplanungen für Ernstfälle eingebunden und unterstützt die Aktiven bei Bedarf mit Atemschutzträgern. Wie nötig das ist, ließ Grün in der Hauptversammlung des Fördervereins nicht unerwähnt.

Von den zwölf Wehrleuten wohnen nur sieben im Ort, was bisher gerade ausreichte, das Einsatzfahrzeug im Notfall mit „mindestens zwei Leuten“ besetzen zu können. Zur schwierigen Situation der Tageseinsatzbereitschaft gehört weiter, dass in Hambach derzeit nur ein Atemschutzträger zur Verfügung steht. Das muss sich ändern, hoffen die Brandschützer auf personelle Verstärkung. Allerdings – innerhalb der Wehrführung tut sich eine neue Baustelle auf. Michael Grün wird sich zum Jahresende vom Amt des Wehrführers zurückziehen . . .

Muss Hambach in der Regel im Jahr zwei- bis dreimal ausrücken, standen 2015 mit sechs Einsätzen vergleichsweise viele an. Ausnahme unter den vorwiegend kleineren Ereignissen: Die von einem Pkw durchbrochene Hauswand am 30. Juli. Ein spektakulärer Fall . . .

Von der Versammlung wurde Vorsitzender Udo Kröller ebenso im Amt bestätigt wie Stellvertreter Sascha Faßbender. Die Kasse bleibt in den Händen von Dietmar Wilhelm, die Aktiven werden im Vorstand von Stephan Faßbender vertreten, die passiven Mitglieder von Frederick Holl. Neuer Schriftführer ist Marc Neis, Jugendbeauftragte (aus Hambach gehört jeweils ein Jugendlicher den Einheiten in Diez und Görgeshausen an) Wibke Norwig.

Am 28. Februar wollen die Wehrleute eine Winterwanderung zum Schlachtfest nach Görgeshausen unternehmen, am 27. März im Steinbruch das Osterfeuer entzünden, am 10. September den Kirmesbaum stellen und am 25. September Oktoberfest feiern. Ob Wurstwandern im Westerwald und eine Draisinenfahrt in den Veranstaltungskalender aufgenommen werden, soll sich zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

(hbw)

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