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Andreas Hofmeister bei seiner Bewerbungsrede auf dem CDU-Nominierungsparteitag im Wahlkreis 22 (Limburg-Weilburg II) am 24.4.2018 in Villmar.

Wahlkampf

Andreas Hofmeister (CDU) zum Landtagskandidaten nominiert

Der Applaus nach seiner 25-minütigen Vorstellungsrede war gewaltig, das Resultat sehr gut, aber nicht ganz so eindrucksvoll. 69 von 75 Delegierten bestimmten Andreas Hofmeister am Samstag in der König-Konrad-Halle in Villmar erneut zum Landtagskandidaten im Wahlkreis 22 (ehemaliger Oberlahnkreis sowie Bad Camberg und Selters).

Der Applaus nach seiner 25-minütigen Vorstellungsrede war gewaltig, das Resultat sehr gut, aber nicht ganz so eindrucksvoll. 69 von 75 Delegierten bestimmten Andreas Hofmeister am Samstag in der König-Konrad-Halle in Villmar erneut zum Landtagskandidaten im Wahlkreis 22 (ehemaliger Oberlahnkreis sowie Bad Camberg und Selters).

Der Kreisverbandsvorsitzende freute sich über „ein hervorragendes und ehrliches Ergebnis“. Eine hundertprozentige Zustimmung sei nicht immer von Vorteil, meinte er mit Blick auf den schnell gescheiterten SPD-Chef Martin Schulz. Große Versprechen seien in der Politik heikel, sagte der 37-Jährige in seinem Schlusswort, deshalb wolle er sich nur auf eins festlegen: „Ich werde mich weiterhin mit voller Kraft für unsere schöne Heimat einsetzen und alles dafür tun, am 28. Oktober wieder das Direktmandat zu erringen.“

Das war ihm 2013 im ersten Anlauf als Nachfolger seines langjährigen Vorgängers Karlheinz Weimar gelungen. In acht Monaten kommt es erneut zum Duell mit seinem Landtagskollegen Tobias Eckert (SPD), den er damals mit einem Stimmenanteil von 43,8 Prozent besiegt hatte.

Hofmeister präsentierte sich in der Delegiertenversammlung leidenschaftlich und selbstbewusst, die Partei demonstrierte Geschlossenheit und Zuversicht. Wie wichtig die Christdemokraten das Wahljahr 2018 nehmen, zeigte die Gästeliste: Alle, die in den vergangenen 25 Jahren und in der Gegenwart die CDU im Kreis prägten und ihr Handeln bestimmen, waren gekommen; vom Ehrenkreisvorsitzenden Helmut Peuser bis zu Ex-Finanzminister Karlheinz Weimar, die Spitzen der Kreispolitik und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich.

Der Bundestagsabgeordnete Markus Koob, der auch für seinen MdB-Kollegen Klaus-Peter Willsch sprach, hoffte, dass es 2018 neben der Landtags- und der Landratswahl nicht auch noch eine Bundestagswahl geben wird. Er warb für die Große Koalition, eine Minderheitsregierung sei für die CDU keine Option. Laut Koob sind im Koalitionsvertrag die wichtigsten Ziele der CDU 1:1 umgesetzt worden. Landratskandidat Michael Köberle sagte, auf der „hervorragenden Arbeit“ von Amtsinhaber Manfred Michel lasse sich gut aufbauen. Er werde versuchen, ebenso bürgernah zu sein. Michel erntete einen Tag nach seinem 65. Geburtstag auch für seine Leistungen starken Beifall.

Der langjährige Kreistagsvorsitzende Robert Becker pries Andreas Hofmeister als „äußerst fleißig und engagiert, sympathisch, heimatverbunden und geerdet.“ Der Bad Camberger habe ein sicheres Gespür für das Machbare und verfüge über ein gutes Netzwerk. Hofmeister erläuterte, die CDU könne mit breitem Kreuz auftreten und stolz darauf sein, was sie seit 1999 in Hessen bewegt habe. „Wir müssen den Menschen sagen: Schaut Euch dieses Land an. Hessen steht hervorragend da.“

Dies sei maßgeblich fleißigen Bürgern und starken Unternehmen zu verdanken, so Hofmeister, aber auch stabiler und verlässlicher Politik. Hessen habe noch nie so viel für die Sicherheit und die Bildung getan und komme erstmals seit 50 Jahren ohne Schuldenaufnahme aus. Durch ein neues Programm mit zukunftsweisenden Ansätzen wolle die CDU das Leben im ländlichen Raum attraktiv halten. Die vielfältige Aufgabe in Wiesbaden und im Wahlkreis bereite ihm große Freude, betonte der Abgeordnete. „Ich bin gerne Ansprechpartner der Bürger, Vereine, Unternehmer, kommunaler Funktionsträger und Initiativen. Das ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, aber auch ein besonders erfüllender Teil des Mandats“, sagte Andreas Hofmeister. Es gelinge immer wieder, in individuellen Fällen zu helfen.

In der Debatte um das Profil der CDU bekannte der Kreisverbandsvorsitzende sich klar zum Konservativen. „Das gehört genauso zum Markenkern wie unsere christlich-sozialen und liberalen Wurzeln.“ Gute Achse 71 Delegierte (94,7 Prozent) wählten den Weilburger Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (34) wie 2013 zum Ersatzbewerber. Die beiden Freunde bildeten eine gute Achse; politisch und geografisch, sagte Karlheinz Weimar. „Beide haben schon in jungen Jahren gezeigt, dass sie was können.“ Im zweiten heimischen Wahlkreis (Limburg-Weilburg 1) setzt die CDU auf einen etwas Älteren. Joachim Veyhelmann soll im WK 21 das Direktmandat verteidigen. Der vor zehn Tagen nominierte 65-Jährige aus Hünfelden hatte am Samstag als Versammlungsleiter leichtes Spiel.

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