Begradigung der B 417 bei Altendiez

Ausbau verschiebt sich

  • VonBurkhard Westerweg
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Die seit Jahren diskutierte und bereits geplante Begradigung der Bundesstraße 417 zwischen Altendiez und Hirschberg verschiebt sich offenbar erneut. Die Ausschreibung wurde aufgehoben.

Gerodet, vermessen, vorbereitet für den Start der Bauarbeiten. Während die Region auf die halbjährige Sperrung der B 417 zwischen Altendiez und Hirschberg wartet und sorgenvoll auf die Belastungen der Umleitungsstrecken blickt, steht der Landesbetrieb Mobilität vor Problemen – und nicht unerheblichen Verzögerungen. Heißt: Aus der Begradigung des Abschnitts zwischen Parkplatz und Einfahrt Schießstand dürfte in diesem Jahr nichts mehr werden . . .

Fakt ist, dass der Landesbetrieb die Ausschreibung aufgehoben hat. Zu den Gründen machte Niederlassungsleiter Ulrich Neuroth gestern keine Angaben, anderen Quellen ist jedoch unbestätigt zu entnehmen, dass es Differenzen mit einem beteiligten Unternehmen gegeben haben soll. Ein Auftrag sei noch nicht erteilt worden, hieß es gestern auf Anfrage. Allerdings ist nicht klar, ob dem Vorgang rechtliche Schritte folgen, was die seit Jahren erwartete Maßnahme noch weiter verschieben könnte.

Die Tatsache, dass der Ausbau nach einer („Scham“-)Frist komplett neu ausgeschrieben werden muss, sorgt für so langwierige Verzögerungen, dass der erste Abschnitt in zwei Phasen aufgeteilt werden dürfte. Im Herbst könnte bei einer Vollsperrung immerhin die 1300 Meter lange Asphaltdecke zwischen Ortsausgang Altendiez und Wald erneuert und die Strecke nach einer Bauzeit von weniger als zwei Monaten wieder geöffnet werden. Die Hauptarbeit auf dem kurvenreichen Teilstück könnte dann im nächsten Jahr folgen. Andernfalls würde eine Winterbaustelle mit einer Unterbrechung des Baubetriebs die Zeit der Einschränkungen und Sperrungen deutlich verlängern. Nichts wird damit aus dem schon für Frühjahr 2015 angekündigten Ausbaustart, um das 1,6 Kilometer lange Teilstück zwischen Eingang Wald und Schießstand bis zum Jahresende zu entschärfen (Kosten für die insgesamt 2,9 Kilometer: 2,6 Millionen Euro). Danach hätten die Verkehrsteilnehmer eine Atempause. Nach der Vollsperrung wird mit der Fortsetzung für den zweiten Abschnitt bis Ortseingang Hirschberg nicht vor 2017 gerechnet.

(hbw)

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