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Im Kreis Limburg-Weilburg gibt es noch freie Lehrstellen für Verkäuferinnen.

Mehr Stellen und Bewerber

Ausbildung ist im Kreis Limburg-Weilburg wieder attraktiver

Die Arbeitsagentur hat jetzt den Ausbildungsmarkt 2017/2018 im Kreis Limburg-Weilburg bilanziert. Es gibt wieder mehr Bewerber – und deutlich mehr gemeldete Ausbildungsstellen. Auch freie Ausbildungsstellen für dieses Jahr sind noch da.

Die Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar hat jetzt für den Landkreis Limburg-Weilburg eine Bilanz für das Ausbildungsjahr 2017 / 2018 gezogen. „Wir hatten in diesem Jahr wieder merklich mehr Dynamik zu verzeichnen“, skizziert die Vorsitzende der Geschäftsführung, Angelika Berbuir, kurz die Entwicklung des Ausbildungsmarktes von Oktober 2017 bis 30. September 2018. Während im vergangenen Jahr im Kreisgebiet entgegen der landesweiten Entwicklung sowohl die Zahl der Ausbildungssuchenden als auch der gemeldeten Ausbildungsstellen zurückging, nahmen beide Kennzahlen in diesem Jahr wieder spürbar zu. Die Steigerungsraten lagen dabei deutlich über den Werten für ganz Hessen.

1719 Jugendliche suchten im genannten Zeitraum mit Hilfe der Limburger Arbeitsagentur einen Ausbildungsplatz. Das waren 51 Jugendliche oder 3,1 Prozent mehr, als ein Jahr zuvor (Hessen + 0,2 Prozent). „Auf den ersten Blick erscheint das Ergebnis in unserem Landkreis sehr positiv“, berichtet Berbuir. Betrachte man allerdings die Entwicklung der vergangenen sechs Jahre, stünden den Betrieben im aktuellen Berichtsjahr 385 Ausbildungsplatzbewerber weniger zur Verfügung, als im Jahr 2012. Der Bewerberrückgang betrage somit knapp20 Prozent.

Einen beträchtlichen Anstieg gab es in diesem Jahr auch auf der Angebotsseite: 1269 Ausbildungsstellen meldeten die heimischen Betriebe und Verwaltungen der Arbeitsagentur zur Besetzung – 146 mehr, als im Ausbildungsjahr zuvor (+ 13,0 Prozent). „Die Entwicklung zeigt den immensen Bedarf an Fachkräften unserer heimischen Unternehmen“, sagt die Agenturchefin weiter. Hessenweit betrug die Steigerung 2,7 Prozent.

Erfreut zeigte sich Berbuir, dass es gelungen sei, die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr zu erhöhen. 861 seien zustande gekommen – 44 mehr als im vergangenen Ausbildungsjahr (+ 5,4 Prozent). Gleichzeitig sei der Anteil an geförderter Ausbildung um 24 auf 109 neue Ausbildungsverhältnisse gesunken. Dies sei nur möglich gewesen, weil sich die ausbildungsbereiten Unternehmen in Anbetracht der veränderten Vorzeichen zunehmend flexibler zeigten, wenn es um die Nachwuchsgewinnung gehe, ist die Arbeitsmarktexpertin überzeugt.

530 Suchende entschieden sich mangels Ausbildungsvertrag für eine Alternative wie eine weiterführende Schule, ein Studium, einen sozialen Dienst oder eine Fördermaßnahme. 268 Bewerber meldeten sich im laufenden Jahr bei der Berufsberatung ab, ohne Gründe dafür mitzuteilen. 60 Ausbildungssuchende blieben zum Stichtag Ende September unversorgt.

Dem standen zum Berichtsjahresende 114 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber, die meisten davon im Handel. Unbesetzte Ausbildungsplätze in nennenswertem Umfang gab es auch noch für Fleischer, Berufskraftfahrer und Bäckereifachverkäuferinnen. Die Leiterin der Arbeitsagentur ist zuversichtlich, dass ein Großteil der offenen Stellen und unversorgten Bewerber noch zusammengeführt werden können.

(red)

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