Veranstaltung

Außergewöhnliches Büfett bei der Grusellesung im Burgmannenkeller

Der Autor Tobias Bachmann lehrte seine Zuhörer das Fürchten. Da waren starke Nerven gefragt.

Die Runkeler Stadtjugendpflege und der Förderverein Anyinamae-Ghana konnten den Grusel-Autor Tobias Bachmann für eine Lesung im Runkeler Burgmannenkeller gewinnen. Der Autor war extra aus Bayern angereist, und da die Einnahmen für den Bau einer Schule in Ghana bestimmt waren, verzichtete er auf Honorar und hielt die rund zweistündige Lesung kostenlos. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Stadtjugendpfleger Thomas Dornoff und den Hausherrn Wolfgang Quaschinski startete Bachmann in dem zum Gruseln hergerichteten Gewölbekeller des Burgmannenhauses mit seiner Lesung. Auch Villmars Bürgermeister Matthias Rubröder, der seit gut zwei Jahren den Förderverein unterstützt und im Vorstand aktiv tätig ist, schaute mit seiner Lebensgefährtin vorbei.

Die erste Geschichte hieß „Die Treppe“, passend zum Gewölbekeller, der nur über eine abenteuerliche, steile Treppe zu erreichen ist. Bei seiner zweiten Geschichte „Kürbis“ zeigte sich, warum die Lesung erst ab 16 Jahren zugänglich war. Es waren gute, starke Nerven gefragt, denn hier erwachte ein Kürbis, den ein kleiner Junge, gemeinsam mit dem Großvater zu einem Kopf geschnitzt hatte, zum Leben, verbiss sich in dem Bauch des Jungen, riss ein Stück Fleisch heraus und verspeiste es schmatzend. Dann griff er auch noch den Großvater und den Vater des Jungen an, je mehr er von ihnen verspeiste, umso größer und gewaltiger wurde er – Gänsehaut-Feeling pur. Man hätte eine Stecknadel fallen hören, und man hatte das Gefühl, als hätten die Besucher das Atmen eingestellt.

Während seiner Lesung tauchte ein lebensgroßer Geist an der Seite des Autors auf, setzte sich zu ihm und verschwand so geräuschlos, wie er erschienen war. Eine weitere Geschichte handelte von dem Buch „Der heilige Gral“.

In der Pause zog es die Besucher an das von den Damen des Fördervereines hergerichtete Gruselbüfett. Ein toller, genau zum Thema passender Anblick, der sicher einige Gäste Überwindung kostete, die außergewöhnlichen Leckereien zu probieren. Hier gab es leckere Spinneneier, Hexenbesen, Mumienwürstchen, Särge, Gespensterbowle und vieles mehr. Ein großes Lob ging an die Damen, es war super hergerichtet und natürlich absolut passend zu der gruseligen Lesung.

Als der Autor nach rund zwei Stunden sein Buch zuklappte, gab es großen Applaus von den Besuchern, die hier für wenig Geld eine außergewöhnliche Lesung erlebten – und dies alles für einen guten Zweck.

Die angebotenen Getränke und das Büfett wurden auf Spendenbasis angeboten. Andre Brandes vom Vorstand des Fördervereines: „Ich glaube mit der Idee, hier im Burgmannenkeller eine gruselige Lesung zu halten, haben wir den Nerv der Besucher getroffen. Wohin ich auch gehört habe, gab es nur Zustimmung. Sowohl der Eintritt als auch die Spenden für Speis und Trank gehen ohne Abzug an unser Schulprojekt in Ghana.“

Ein ganz besonderer Dank geht auch an den Landgasthof Schaaf in Schadeck, der das Projekt dahingehend unterstützt, dass er dem Autor kostenlos ein Zimmer zur Übernachtung spendierte. Diese Ersparnis kommt ebenfalls dem Schulbau Projekt direkt zugute, betonten Andre Brandes und Stadtjugendpfleger Thomas Dornoff. Manch einer dürfte sich auf dem Nachhauseweg sicher einige Male mehr als sonst umgedreht haben...

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