Ausbildung

40 Aussteller bei der Rhein-Lahn-Ausbildungs- und Studienbörse

Über Berufe informieren, Betriebe vorstellen, Möglichkeiten der dualen Ausbildung aufzeigen, Karrierewege vermitteln – kurz, eine verlässliche Plattform zur Entscheidung über den künftigen Lebensweg bieten, dieses Ziel verfolgt die 6. Rhein-Lahn-Ausbildungs- und Studienbörse an der Nicolaus-August-Otto-Schule.

Um flotte Sprüche sind sie nicht verlegen. „Fahndungserfolg Karriere“ heißt es auf einer Stellwand der Landespolizei, „zur Abwechslung werden die Guten gesucht“, wirbt die Bundespolizei um Interesse. In der Nicolaus-August-Otto-Schule ziehen sich am Samstag Botschaften über „glänzende Aussichten“ durchs weitläufige Gebäude. 40 Unternehmen und Bildungsträger suchen die Aufmerksamkeit von Schülern und Eltern.

Unterstützt wird die berufsbildende Schule von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Lahn, der Bundesagentur für Arbeit, der IHK Koblenz und der Kreishandwerkerschaft. Vertreten ist auch der Regionale Arbeitskreis Rhein-Lahn. Die Entscheidung fällt meist zwischen 15 und 18 Jahre. Und so gut wie immer gewährt ein Wust von 20 000 Ausbildungswegen einem Jugendlichen nur einen begrenzten Blick auf Angebot und ganz persönliche Folgen. Die Auswahl ist schwer zu durchschauen, das Wissen um eigene Stärken und Schwächen unklar, Vorstellungen und Erwartungen ziemlich diffus.

Umso erfreuter ist Landrat Frank Puchtler (SPD) bei der Eröffnung über das breitgefächterte Angebot zwischen Studium und Ausbildung. „Jedem Menschen können Perspektiven geboten werden“, verweist er auf die Beteiligung vom Weltunternehmen Strabag bis hin zum mittelständischen Betrieb von nebenan. „Aus der Region für die Region“, hebt auch Schulleiter Jörg Schmitz als Zielrichtung hervor, jungen Leuten heimatnah erfolgversprechende Wege zu eröffnen und – „Ausbildung in der Fläche zu erhalten“. „Wir bringen es zusammen“, betont der Pädagoge.

Auf der Suche nach den Guten – für Betriebe ist das längst zur Überlebensformel geworden. Wachsende Unzufriedenheit, weil die Qualifikation nicht stimmt oder bei rückläufigen Ausbildungsverhältnissen in fast jedem dritten Betrieb Lehrstellen nicht besetzen zu können, zehren nicht unerheblich an der dauerhaften Wettbewerbsfähigkeit.

Die Bereiche „kaufmännisch“ und „gewerblich“ bilden den Schwerpunkt einer Börse, der sich die Verwaltungen des Landkreises, der Verbandsgemeinde, Verband und Kammer der Steuerberater, Finanzamt und Bundeswehr angeschlossen haben. In der Aula haben mit Eaton Industries, Schaefer Kalk, Emde Industrietechnik und der Speziallampenfabrik Dr. Fischer gleich vier potente Arbeitgeber ihre Stände aufgebaut. Auch die Frankfurt School of Finance und Management ist vertreten.

Die Schullaufbahnberatung mit Informationen über Eingangsvoraussetzungen und Abschlüsse und den Aufbau des Bildungssystems übernimmt die Naos. Höhere Berufsfachschule, Berufsoberschule, Berufsschule und Berufsfachschule, Berufsvorbereitungsjahr und berufliches Gymnasium – sie alle prägen zusammen mit den allgemeinbildenden Schulformen die Bündelschule im Schläfer. Vom Hauptschulabschluss bis zur allgemeinen Hochschulreife wird unter der Trägerschaft des Landkreises das komplette Bildungsspektrum geboten. Nach jedem Abschluss ist vor Ort der Anschluss möglich, an einer weiterführenden Schule das nächst höhere Level zu erreichen.

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