npl_idstein-aktivisten_1510
+
Spezialisten der Polizei nahmen am Dienstag einen Umweltaktivisten, der an einer Brücke über der A3 hing, in Gewahrsam. Mehrere Aktivisten hatten die Autobahn bei Idstein blockiert und wollten damit gegen die Rodung von Bäumen im Herrenwald und Dannenröder Forst für den geplanten Ausbau der Autobahn 49 protestieren.

Dannröder Forst

"Das waren Verbrecher, keine Aktivisten" CDU-Politiker äußert sich zur A3-Blockade

CDU-Bundestagsabgeordneter äußert sich zur A3-Blockade zwischen Idstein und Bad Camberg.

Bad Camberg – Nach der Blockade der A3 bei Wörsdorf zwischen den Anschlussstellen Idstein und Bad Camberg, in deren Folge sich ein kilometerlanger Stau bildete, an dessen Ende sich ein folgenschwerer Auffahrunfall ereignete, ist nun auch eine politische Debatte entbrannt. "Das waren Verbrecher, keine ,Aktivisten'", sagt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch. "Es geht denen doch gar nicht primär um die Natur, sondern um deren eigene Geltungssucht. Denn wenn Bäume für Windräder gerodet werden, kommt kein Protest, manchmal sogar Applaus", so Willsch.

Nach A3-Blockade: CDU-Bundestagsabgeordneter Willsch spricht von „Happening“ der linken Szene

Solche Aktionen seien in der linken Szene ein beliebtes "Happening". Erst vor wenigen Tagen hätten sich vermeintliche Umweltschützer von der Hessischen Landesvertretung in Berlin abgeseilt, im Sommer sei der Reichstag gestürmt, an der Fassade des Parlamentsgebäudes ein Banner angebracht worden. "Die Menschen sind denen doch völlig egal, Hauptsache es werden neue ,Heldengeschichten' für linke Gesinnungsgenossen generiert. Aber ist es das wert? Wäre es nicht besser, morgens zur Schule, zur Uni oder zur Arbeit zu gehen, als 99,9 Prozent Eurer Mitmenschen das Leben schwer zu machen?", spricht Willsch Klartext.

Nach A3-Blockade: Genesungswünsche für schwerverletztes Unfallopfer am Stauende

Auch in Bezug auf den 29 Jahre alten Autofahrer, der am Stauende auf einen Lkw auffuhr und schwer verletzt wurde, sagt Willsch: "Ich bin in Gedanken und Gebeten bei Euren Opfern und hoffe, dass sie am Leben bleiben und wieder völlig gesund werden!"

Debatte über Schuldzuweisung nach A3-Blockade: Aktivisten sehen sich ins falsche Licht gerückt

Währenddessen entbrennt im Netz eine Debatte über die Rolle der Medien in der Berichterstattung über die A3-Blockade. Es würde ein Zusammenhang zwischen den Protesten gegen den Ausbau der Autobahn 49 und dem Verkehrsunfall im Anschluss an die Blockade der A3 suggeriert, so die Kritik. Die Aktivisten weisen jegliche Schuld für den Unfall von sich.

red

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare