Der Marktplatz mit seinen schönen Fachwerkhäusern ist ein Ziel bei den Stadtrundgängen durch Bad Camberg.
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Der Marktplatz mit seinen schönen Fachwerkhäusern ist ein Ziel bei den Stadtrundgängen durch Bad Camberg.

Die Stadt entdecken

Bad Camberg: Endlich wieder Führungen und Wanderungen

Am Samstag, 19. Juni, geht es wieder los mit dem geführten Programm nach der Corona-Zwangspause

Bad Camberg -Für Menschen wie Rita Kulzer, Doris Ammelung, Michael Traut, Erich Grzesista hat die Pandemie einiges geändert. Seit Jahren engagieren sie sich bei Führungen, Wanderungen, bringen Einheimischen und Touristen Interessantes rund um die Kurstadt näher - verbunden mit Geschichten und Anekdoten. Klar ist auch, dass ein Spaziergang, sei es durch die Altstadt mit ihrem schönen Fachwerk oder durch die Natur Richtung Kreuzkapelle, immer auch mit einem Schwätzchen verbunden ist. Die Bad Camberger und ihre Gäste sind kommunikativ. Man verbringt gern Zeit miteinander. Das hat die Pandemie gewaltig verändert.

Viele Anfragen und Wünsche

Jetzt, bei einer Corona-Inzidenz von nur noch 10,5, gehen alle den nächsten Schritt: Ab Samstag gibt es wieder Wanderungen und Führungen.

"Endlich", wie das Team der Kurverwaltung um Sabine Bogner meint. Es gab so viele Anfragen und Wünsche - jetzt kann ein Teil davon wieder erfüllt werden. Die Menschen haben gewartet und freuen sich darauf.

Wichtig ist trotz allem, die Regeln zu beachten. Das heißt: Eine vorherige Anmeldung zu allen Führungen jeweils bis Donnerstag vor dem Termin ist nötig, beim samstäglichen Wandern bis Freitag. Erforderlich ist außerdem das Hinterlassen der persönlichen Daten, falls eine Kontaktaufnahme/Kontaktverfolgung notwendig sein sollte.

Stadtführungen: Die nächsten Führungen sind an den Samstagen, 19./26. Juni, jeweils um 10.30 Uhr. Treffpunkt ist der Vorplatz vor dem Kurhaus. Hier gibt es Geschichten über die Stadt, rund um den Marktplatz, das Amthof-Gebäude.

Wandern: Rita Kulzer und Helmut Zingraf, Mitglieder des Naturschutzbundes Deutschland, wandern abwechselnd mit allen Interessierten durch den Taunus. Der Treffpunkt ist jeweils samstags um 13 Uhr am Rathaus. Am 19. und 26. Juni beginnt und endet die Rundwanderung nach etwa zweieinhalb Stunden in Bad Camberg. Das Ziel ist, auf naturkundliche Dinge am Wegesrand hinzuweisen und das Interesse zu wecken, Natur und Landschaft bewusst zu erleben. Die Teilnehmer sollten einen Mund-Nasenschutz mit sich führen.

Stadtmauerrundgang: Am Sonntag, 20. Juni, führt Erich Grzesista seine Gäste um 15 Uhr entlang geschichtsträchtiger Stationen durch die Altstadt. Der Treffpunkt ist am Kurhaus.

Nachtwächterführung : Am Freitag, 25. Juni, 19.30 Uhr, heißt es "mit der Nachtwach durch das mittelalterliche Camberg". Treffpunkt ist an der Linde im Amthof-Innenhof.

Fachwerkführung: Am Sonntag, 27. Juni, 16 Uhr ab Marktplatz, zeigt der Stadthistoriker Michael Traut viele der 70 freigelegten Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten in den verschiedenen Bauarten. So auch zwei besondere Häuser, die von Patriziern - der lokalen Oberschicht - erbaut wurden. In der Schmiedgasse wurde das Haus Nummer 6 im Barockstil 1704 erbaut. Blickfang ist der dreiseitige Erker und die zehn Schreckköpfe, die mit ihren offenen Mäulern den Passanten etwas zurufen wollen. Bei den anderthalbstündigen Führungen wird auch zu den Bürgern und der Stadtgeschichte berichtet und von einigen Häusern Bilder gezeigt, wie sie früher aussahen.

Geführter Kneipp-Rundweg: Am Samstag, 26. Juni, um 15 Uhr ist der Treffpunkt an der Kneippsäule am Eingang zum Kräutergarten. Hier geht es um die Kneipp'sche Gesundheitslehre, die sich der Heilkräfte der Natur bedient. Die Teilnehmer lernen die fünf Säulen der Therapie, Wasser, Ordnung, Ernährung, Bewegung, Kräuterkunde, auf dem Kneipp-Rundweg kennen. "Und wer weiß, vielleicht wird Kneippen zu einem wichtigen Teil Ihres Lebens werden, denn wenn es zwickt und zwackt, hat Kneipp noch immer eine gute Anwendung parat", verspricht das Team der Kurverwaltung.

Kräutergartenführung: Am Samstag, 26. Juni, 15 Uhr, beginnt auch die Führung durch den Kräutergarten. Er liegt oberhalb des Kur- und Gesundheitszentrums (Kurmittelhaus). Mit diesem Garten soll an die Heilkraft der Natur und an Pfarrer Sebastian Kneipp erinnert werden, der vor 200 Jahren geboren wurde und bereits vor etwa 160 Jahren diese Kräuter wirksam anwandte.

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