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Ein Wald aus Tannenzapfen mit leuchtendem Stern war bei Hahnes zu bewundern.

Vorweihnachtliche Stimmung

Bad Camberg: Festlich beleuchtete Fenster weisen den Weg

  • vonRobin Klöppel
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Der Adventsrundgang lockt viele Bürger auf die Straßen

Erbach -Der Dorfadventskalender war in den vergangenen Jahren in Erbach immer eine tolle Sache. Allabendlich kamen die Ortsbewohner in vorweihnachtlicher Stimmung zusammen, pflegten bei Plätzchen, heißen Getränken, Musik und Gedichten die Gemeinschaft. Dieses Jahr in Corona-Zeiten ist alles anders. In der Region finden aufgrund der politisch verordneten Kontakteinschränkungen kaum Veranstaltungen statt. Schön, dass der Erbacher Ortsausschuss der Pfarrei St. Peter und Paul die Vorweihnachtszeit nicht ganz ohne Feststimmung und Gemeinschaft verstreichen lassen wollte.

Es wurde die Idee eine Adventsweges entwickelt. Schnell hatte Organisatorin Christine Schäfer zwölf Familien und Einzelpersonen gefunden, die sich beteiligten. Jeder Teilnehmer konnte ein Fenster seines Hauses nach eigenen Wünschen schmücken. Im Dunkeln war das mit der passenden Beleuchtung wahrlich ein schöner Anblick.

Beim Rundgang gegen Abend durchs Dorf wurde deutlich, dass die Aktion auf großes Interesse und viel Begeisterung stieß. Überall waren Familien unterwegs, die froh waren, in der Corona-Zeit mal wieder rauszukommen, etwas Schönes anschauen und vor allem auch mal wieder andere Erbacher Bürger treffen zu können. Das natürlich mit Mund-Nasen-Schutz und dem gebotenen Abstand. Besonders schön war, dass die meisten nicht nur ein Fenster sehr liebevoll geschmückt hatten, sondern mit vorweihnachtlichen Klängen sowie Weihnachtsgeschichten und -gedichten oder Gebasteltem zum Mitnehmen den Adventsweg noch einmal deutlich aufwerteten.

"Ich finde, dass es eine schöne Alternative zum Dorfadventskalender ist. Wir sind sehr gespannt, wie es angenommen werden wird", sagte Markus Heun, der sein Fenster auf Erzgebirge getrimmt hatte, da, wo die Familie in normalen Jahren gerne Urlaube verbringt. Die Kirche von Seiffen ergab ein wundervolles Bild. Verena Esser hatte beim Rundgang durch den Ort viel Freude: "Viele der Fenster sind sehr hübsch. Man kommt mal wieder aus dem Haus und trifft andere Menschen." Corina Lorenz freute sich darüber, dass durch die Aktion mal wieder ein Grund geboten worden sei, raus zu gehen, etwas Adventliches anzuschauen und anderen Menschen zu begegnen. Sie selbst hatte ihre Fenster in eine Winterstadt verwandelt und Teelichter zum Mitnehmen angeboten.

Sich inspirieren lassen

Renate Merz sagte: "Die Idee mit den beleuchteten Adventsfenstern ist wirklich sehr gut." Denn es sei eine "blöde Zeit", in der ja sonst gerade kaum etwas in der Vorweihnachtszeit stattfinde. Sie gehe auch rum und schaue sich die geschmückten Fenster der anderen an, um sich selbst inspirieren zu lassen, was den Weihnachtsschmuck für daheim betreffe.

Helena Heun meinte: "Für mich war es gleich klar, dass ich hier mitmache, denn das ist eine sehr schöne Idee." Für die Corona-Zeit sei das eine Super-Alternative zum Adventskalender. Ihr habe es schon sehr viel Spaß gemacht, ihr Adventsfenster vorzubereiten. Sie habe bewusst für ihr Fenster das Thema Herbergssuche gewählt, weil ja in den aktuellen Zeiten auf der Welt viele Flüchtlinge unterwegs seien, die nach einer neuen Unterkunft suchten. Gerlinde Thiemann hatte für ihr Fenster das Thema "Auf dem Weg nach Bethlehem" gewählt. Sie findet es spannend, zu sehen, wie andere ihre Fenster gestaltet haben. "Überall ist eine Botschaft mit dabei", lobte sie.

Ulrike Bahlo berichtete: "Wir sind es in Erbach ja gewohnt, dass in der Vorweihnachtszeit jeden Abend woanders der Adventskalender stattfindet und man zusammenkommt." Von daher begrüßt sie die Aktion, damit wenigstens ein bisschen Adventsstimmung verbreitet werde, die Menschen mal wieder raus kämen und sich etwas Schönes anschauen könnten.

Was Christine Schäfer unterwegs auffiel, ist, dass auch viele andere Erbacher Bürger ihre Fenster toll dekoriert hätten, ohne Teil der Aktion zu sein. Durch die Aktion würden aber auch diese anderen Fenster mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.

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