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Bad Camberg: Mit Elzer Künstlern zieht der Sommer in die Amthof-Galerie ein

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Bei der "Petersburger Hängung" entsteht eine ganz besondere Komposition aus verschiedenen Bildern.
Bei der "Petersburger Hängung" entsteht eine ganz besondere Komposition aus verschiedenen Bildern. © Elena Steiger

Werke der Elzer Künstlerwerkstatt können ab sofort bewundert werden

Bad Camberg -In der Kurstadt ist einiges los: Nicht nur das Höfefest belebt die Altstadt, auch die Amthof-Galerie bringt mit ihrer neusten Ausstellung sommerliche Farbe ins Spiel. Die sieben Malerinnen aus der Elzer Künstlerwerkstatt zeigen ihr unbeschreibliches Können mit schillernden Farbspielen, Pinsel und viel Experimentierfreude.

Auf zwei Etagen verteilt zeigt sich die ganze Palette an künstlerischer Freiheit von Monika Ehm, Sigrid Gotthardt, Inge Holl, Franziska Kopp, Maria Müller, Uschi Neumann und Christa Schardt: Hinterglasmalerei, verschiedene Mischtechniken, Collagen, Schmuckumschläge und auch abstrakte Malerei sind vertreten. Der neue Kurdirektor, Michael Sinn, lässt sich dieses Spektakel ebenfalls nicht entgehen und schätzt den Einsatz der Amthof-Galerie wert: "Ich finde es toll, dass es die Galerie in Bad Camberg gibt und langjährige Beziehungen zu den Künstlern aus der Region aufrechterhalten werden".

Klaus-Jürgen Herrmann betont bei der Vernissage insbesondere den hohen Stellenwert von Gesprächen, die über die Kunst stattfinden werden. Dennoch gibt Franziska Kopp den Hinweis: "Bilder haben eine eigene Sprache. Sie können sich wortlos ausdrücken und wortlos verstanden werden." Wenn man sich auf die Kunst ganz einlasse, so spreche sie zum Betrachter. Das Besondere: Die Künstlerinnen der Elzer Künstlerwerkstatt sind anwesend und beantworten den Besuchern ihre individuellen Fragen.

Wenn man durch die einzelnen Räume schreitet, so erkennt man jedoch bei jedem Werk den individuellen Fingerabdruck einer Künstlerin: Während Sigrid Gotthardt für ihren fotografischen Blick bekannt ist, hat Inge Holl ein Auge für den Wandel der Natur. Was sie dennoch vereint ist das schillernd-sommerliche Farbspiel, das sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung zieht.

"Die Lieblingsfarbe der Künstlerinnen ist bunt", formuliert es Franziska Kopp passend. Alle ausgestellten Stücke wirken voller Energie und gleichzeitig entschleunigend auf den Betrachter, denn sie stehen im Kontrast zur dynamischen Schnelllebigkeit der heutigen Zeit.

Ein weiteres Highlight aus der Ausstellung befindet sich im ersten Stock: Nach dem Prinzip der "Petersburger Hängung" bilden zahlreiche Bilder in kleinem und mittlerem Format eine große gemeinsame Komposition. Dafür hat sich das aufwendige Aufhängen gelohnt: Die Wirkung der vielen Bilder ist atemberaubend.

Premiere mit Klebestift und Schere

Eine Premiere feiert Maria Müller mit ihren Papiercollagen, die zum ersten Mal ausgestellt werden. "Malen mit der Schere" würde sie ihre Collagen-Serie selbst betiteln: Und es hat tatsächlich etwas malerisch Schönes, beinahe Exotisches, wie die Collagen in der Amthof-Galerie aufgereiht hängen. Jede einzelne ist ein Unikat, die in einem langwierigen Prozess aus Schneiden, Arrangieren, Umstellen und Festkleben entstanden ist. Laut Künstlerin ist die Erstellung solcher Collagen für jeden zu bewältigen: "Schnappen Sie sich alte Zeitschriften und Magazine, eine Schere und einen Klebestift und legen Sie einfach los", fordert sie die Besucher auf. Nicht nur durchaus nachhaltig, sondern auch noch faszinierend: "Man entdeckt beim Betrachten Ihrer Collagen stets etwas Neues, das man vorher noch nicht gesehen hat", beschreibt es Franziska Kopp.

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