Am Standort des Anbaus in Mensfelden nehmen Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Kita-Leiterin Katrin Hartmann die Finanzspritze von Michael Köberle (vorne, von links) entgegen.
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Am Standort des Anbaus in Mensfelden nehmen Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer und Kita-Leiterin Katrin Hartmann die Finanzspritze von Michael Köberle (vorne, von links) entgegen.

Finanzielle Unterstützung

Bad Camberg: Neue Funktionsräume verbessern Angebot für Kinder

  • VonRobin Klöppel
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Zuschüsse für Kita-Anbauten in Oberselters und Mensfelden

Bad Camberg/Hünfelden -Landrat Michael Köberle (CDU) hat in Bad Camberg und Hünfelden Förderbescheide überreicht für Projekte, die mehrere Hunderttausend Euro kosten. Mit der finanziellen Unterstützung wird die Raumsituation in der Kindertagesstätte "St. Antonius" Oberselters sowie der evangelischen Kindertagesstätte in Mensfelden verbessert. Im Beamtendeutsch hießen die Termine "Übergabe eines Förderbescheides zum Investitionsprogramm ,Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-20/2018-2020' in Verbindung mit dem Landesinvestitionsprogramm ,Kinderbetreuung' 2020-2024 und dem Investitionsprogramm ,Kinderbetreuungsfinanzierung' 2020-2021".

Für die zu den Übergaben anwesenden Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) aus Bad Camberg und Silvia Scheu-Menzer (parteilos) aus Hünfelden ist es vor allem wichtig, dass es für Oberselters eine Förderung in Höhe von 66 775 Euro für das 288 576 Euro kostende Projekt gab, für Mensfelden 71 199 Euro für den 208 627-Euro-Anbau. Landrat Köberle sprach von gut investiertem Geld, denn Kinder seien unsere Zukunft. Die Einrichtungen würden durch die Investitionen deutlich aufgewertet, betonte der Chef der Kreisverwaltung. Bürgermeisterin Scheu-Menzer sagte: "Wir freuen uns über die Fördermittel, weil die vieles einfacher machen". Die Kinderbetreuung habe für alle Hünfeldener Mandatsträger einen hohen Stellenwert, betonte die Hünfeldener Bürgermeisterin.

Der Bedarf ist enorm

Die Gemeinde müsse einiges investieren, weil es an Räumlichkeiten beispielsweise für Mittagsversorgung in Einrichtungen fehle. In Nauheim werde ein viergruppiger Kindergarten komplett neu gebaut. Zwei der vier Gruppen sollen laut Scheu-Menzer als Krippengruppen genutzt werden. Je nach Bedarf könnten diese Räume aber auch zu normalen Kindergartengruppen umgewidmet werden. In Ohren und Heringen liefen die Vorbereitungen für Anbauten.

Riesiger Wasserschaden

Scheu-Menzer berichtete, dass gerade die Situation in Mensfelden nicht einfach gewesen sei. Durch einen Riesen-Wasserschaden hätten die Kinder ein Jahr und zwei Monate in anderen Räumlichkeiten betreut werden müssen. Boden, Heizungen und sanitäre Anlagen seien mittlerweile alle neue gemacht. Über das Förderprogramm könnten ein Schlaf- und ein Differenzierungsraum neu geschaffen werden. In solchen Differenzierungsräumen können die Kinder, beispielsweise Vorschulkinder, in kleineren Räumen effektiver gefördert werden, so Scheu-Menzer. Die Bürgermeisterin rechnet damit, dass der aktuell laufende Anbau in Mensfelden im Februar 2022 abgeschlossen sein wird. Der Kindergartenbetrieb werde durch die Bauarbeiten nicht gestört.

Jan-Pieter Subat, Bauamtsleiter der Stadt Bad Camberg, erklärte, dass in der Oberselterser Kita der Umbau bereits abgeschlossen sei. Dort müsse nur noch die Außenanlage neu geschaffen werden. Entstanden seien hier ein neuer Schlaf- und ein Essensraum sowie ein kleines Atelier, in dem die Kinder kreativ werden könnten. Damit werde das Problem gelöst, dass vorher die Kinder ihr Essen im Gruppenraum hätten zu sich nehmen müssen und sich im Mehrzweckraum schlafen legen müssen. Subat sagte aber auch, dass derzeit der Gruppenbedarf vorübergehend in Oberselters von zwei auf drei gestiegen sei. Von daher müssten Atelier und Essensraum vorübergehend von einer dritten Gruppe belegt werden. Dies werde, so Subat, aber nach aktuellen Kinderzahlen in Oberselters kein Dauerzustand sein. Der neue Schlafraum könne bereits genutzt werden. Entstanden seien 80 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche.

Der Anbau sei energetisch auf dem neuesten Stand, erläuterte Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD). Hier müsse man in Zukunft auch im Altbau noch nachrüsten. Der Anbau sei auch barrierefrei. Bei der Gestaltung des Außengeländes sei großer Wert auf den ökologischen Wert gelegt worden. Das heiße, bestehender Baumbestand sei erhalten geblieben, zusätzliches Grün werde gepflanzt.

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