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Bad Camberg soll "KURiose" Beschattung bekommen

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Doris Ammelung (Zweite von links) gewinnt den KURios-Logo-Wettbewerb der Stadt Bad Camberg. Bürgermeister Jens-Peter Vogel (links), Wilfried Weisenberger und der designierte Kurdirektor Michael Sinn (rechts) gratulieren.
Doris Ammelung (Zweite von links) gewinnt den KURios-Logo-Wettbewerb der Stadt Bad Camberg. Bürgermeister Jens-Peter Vogel (links), Wilfried Weisenberger und der designierte Kurdirektor Michael Sinn (rechts) gratulieren. © Privat

Doris Ammelung gewinnt Logo-Ideenwettbewerb -

Bad Camberg -Nachdem Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) und Wilfried Weisenberger die Teilnehmer zum "Runden Tisch" des KURios-Kreativkreises in der Ratshalle begrüßten, wurden erstmal Glückwünsche verteilt: Doris Ammelung hat den ausgeschriebenen Logowettbewerb gewonnen und der neue Bad Camberger Kurdirektor, Michael Sinn, wurde von den Teilnehmern herzlich begrüßt.

Im Rahmen des Förderprogramms "Lebendige Zentren" wurde bereits im Jahr 2021 ein "Runder Tisch" gegründet. Zentrale Akteure der Kurstadt wie die Verwaltung, Gastronomen, Einzelhändler, Unternehmer und Ladenhandwerker diskutieren hier wichtige Zukunftsthemen und motivieren sich gegenseitig für neue Ideen.

Unter dem Motto "Bad Camberg - echt KURios" soll die Kurstadt "mit allen Sinnen erlebbar" gemacht und "zum lebendigen und attraktiven Mittelpunkt über die Region hinaus" bekannt werden - wie es in der Ausschreibung zum Ideenwettbewerb des neuen Logos heißt, das nun der Öffentlichkeit zum ersten Mal gezeigt wurde. "Bis zum Schluss war nicht bekannt, wer sich hinter dem Siegerentwurf verbirgt", hob Bürgermeister Vogel bei seiner kurzen Ansprache hervor. Doris Ammelung freute sich sehr, ihre prämierte Arbeit den Teilnehmern und der Stadt Bad Camberg präsentieren zu dürfen: "Im umgedrehten ,K' sehen wir den Untertorturm, der unseren unteren Eingang zur Altstadt wunderbar repräsentiert", erklärt Ammelung und zeigt weiter zum liegenden "U": "Hier ist ein Aspekt der fast 100-jährigen Bad Camberger Kneipp-Kur angedeutet. Das Blau symbolisiert das Wasser, das nackte Bein das Wassertreten und die schlankere Wellenlinie im oberen Bereich steht für die gute Bad Camberger Luft." Im "R" ist eine Seltersflasche mit sprudelnden Oberselterser Mineralwasser abgebildet. Das Tüpfelchen des Buchstabens "i" bildet die Kreuzkapelle. "Repräsentativ für alle Sinne, die Bad Camberg für alle Bürger erlebbar machen, ist das weit geöffnete Auge im ,O' zu erkennen", so Doris Ammelung weiter. Abschließend deutet sie noch auf das "S", wo am oberen Zipfel des Letters ein Ziegenkopf prangt: "Das Tier steht nicht nur als bronzene Figur auf unserem Marktplatz, sondern ist auch traditionell stark mit der Stadtgeschichte verknüpft."

Neue Projektideen vorgestellt

Nachdem sich Bad Camberg erfolgreich für die erste Welle des Förderprogramms "Zukunft Innenstadt" beworben hatte, diskutierte der "Runde Tisch" drei Projektideen für die zweite Welle, die angeregt von den Teilnehmern aufgegriffen wurden: "Vorwiegend geht es hierbei um Maßnahmen, die die Atmosphäre und die klimafreundliche Aufenthaltsqualität im Stadtraum verbessern sollen", hebt Wilfried Weisenberger hervor. Im ersten Projekt sollen beispielsweise textile Schattenelemente für die Verschattung der Gehwege sorgen, die besonders an heißen Sommertagen den Bummel durch die Altstadt erleichtern können. Als Beispiele wurden hier ein illustres Schirmprojekt aus Wien und die Kurparkleuchten im bayrisch-schwäbischen Bad Wörishofen herangezogen. "Auch einen Wassernebelspender zum Abkühlen können wir uns vorstellen", ergänzt der Kommunalberater.

Erste Ideen sollen im Sommer 2023 in der Bad Camberger Innenstadt ausprobiert werden. Während es im zweiten Projekt im Wesentlichen um eine Begrünung des Stadtbildes ging, wurde besonders im dritten Projekt die Verbesserung der Ruhequalität angeregt: "Vorwiegend an Steigungsstrecken sollen neue Ruhebänke mit erhöhter Sitzposition aufgestellt werden. Wir planen hierzu aber auch eine weitere Bürgerbeteiligung, um Ideen und geeignete Standorte zu finden", unterstreicht Wilfried Weisenberger.

Anreize für

Innenstadt schaffen

Weitere wichtige Themen des Abends waren zudem Maßnahmen zum Leerstandsmanagement wie etwa das angeregte "Guckloch-Schaufenster", wo an einem witzig gestalteten Schaufenster wechselnde Artikel präsentiert werden sollen; oder Ideen zur Gewerbeförderung wie etwa der "KURiose" lange Donnerstag, wo neben der Verlängerung der Öffnungszeiten der Bad Camberger Geschäfte bis 21 Uhr auch Live-Acts in der Altstadt zur Unterhaltung der Passanten stattfinden sollen: "Hierbei geht es vorwiegend darum, durch kurzweilige Aktionen Anreize zu schaffen, um in der Innenstadt zu verweilen", so Wilfried Weisenberger weiter, der zusammen mit den Teilnehmern ein digitales Schaufenster als "KURiosen" Einkaufsführer durch Bad Camberg anregt. Ein wichtiger Termin für das Gremium wird der 23. Juni sein, bei dem Ideen für "Selfie-Points" in Bad Camberg ausgelotet werden sollen. christian müller

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