Bürgermeister Jens-Peter Vogel (l.), Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Resuch-Demel (Zweite von rechts) und die Mitglieder des Ortsbeirates Bad Camberg (v. l.): Bosco Tomic, Uwe Grunert, Gregor Conin, Susanne Wenz-Erk, Florian Schindler, Timo Pfanzer, Vera Podlich sowie Heike Hannappel.
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Bürgermeister Jens-Peter Vogel (l.), Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Resuch-Demel (Zweite von rechts) und die Mitglieder des Ortsbeirates Bad Camberg (v. l.): Bosco Tomic, Uwe Grunert, Gregor Conin, Susanne Wenz-Erk, Florian Schindler, Timo Pfanzer, Vera Podlich sowie Heike Hannappel.

Konstituierende Sitzung

Bad Camberg: Susanne Wenz-Erk bleibt Ortsvorsteherin

  • VonTobias Ketter
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Wahlsieg gegen CDU-Kandidaten

Bad Camberg -Die Sozialdemokratin Susanne Wenz-Erk bleibt Ortsvorsteherin von Bad Camberg. Auf der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates der Kernstadt setzte sie sich mit fünf Stimmen gegen Florian Schindler (CDU) durch, der drei Stimmen erhielt. Das Gremium wählte den Christdemokraten daraufhin einstimmig zum Stellvertreter von Wenz-Erk.

Während der vergangenen beiden Wahlperioden teilten sich CDU und SPD aufgrund eines ausgeglichen Sitz-Verhältnisses das Amt des Ortsvorstehers. "Obwohl die CDU diesmal als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgegangen ist, haben wir uns direkt für eine Fortführung dieser noch jungen Tradition ausgesprochen", sagte Schindler. "Wir stellen die größte Fraktion, Frau Wenz-Erk hat aber die meisten Einzelstimmen erhalten. Eine erneute Teilung war für uns einfach nahe liegend."

Mehrere Versuche, im Gespräch mit der SPD diese Lösung erneut zu vereinbaren, seien laut Schindler immer daran gescheitert, dass er auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet worden sei. "Erst fünf Minuten vor dem Sitzungsbeginn haben wir dann erfahren, dass die Grünen und die SPD gemeinsam für eine komplette Amtszeit von Frau Wenz-Erk stimmen werden", so der Stellvertretende Ortsvorsteher. Das alles habe die CDU erst dazu veranlasst, einen Gegenkandidaten aufzustellen. "Bei einer Teilung der Amtszeit wäre das natürlich gar nicht erst der Fall gewesen", sagte Schindler. "Trotz dieses holprigen Starts bin ich aber davon überzeugt, dass sich das Gremium schnell finden wird und wir gemeinsam gute Politik für die Kernstadt machen werden", so der CDU-Politiker. Er möchte jugendlichen Schwung in den Ortsbeirat bringen und den Kurpark sowie die Altstadt pflegen.

"Ich habe die meisten Einzelstimmen erhalten und fühle mich deshalb auch in der Verantwortung, das Amt der Ortsvorsteherin auszuführen", sagte Wenz-Erk. Man habe sich bereits nach der Stadtverordnetenversammlung, die vergangene Woche durchgeführt wurde, darauf verständigt, dass sowohl Wenz-Erk als auch Schindler für das Amt des Ortsvorstehers kandidieren werden. "Es war somit klar, dass die beiden Ortsbeiratsmitglieder der Grünen das Zünglein an der Waage sein werden und sie haben sich nun dazu entschlossen, für mich zu stimmen", sagte Wenz-Erk. Ihr liegt das Projekt "Lebendiges Zentrum" besonders am Herzen. Darüber hinaus seien die Neugestaltung des Schwimmbades und die Belebung des Kurmittelhauses wichtige Themen.

Sport und Kultur voranbringen

Vera Podlich (Grüne) wurde einstimmig zur Schriftführerin gewählt. Sie möchte, dass die Kurstadt in Zukunft durch "noch mehr Begrünung" weiter verschönert wird. Neben Wenz-Erk, Schindler und Podlich sitzen auch Jan Bierod, Timo Pfanzer, Gregor Conin (alle CDU) sowie Bosco Tomic, Uwe Grunert (beide SPD) und Heike Hannappel (Grüne) im Ortsbeirat. Conin möchte die Verkehrssicherheit für Radfahrer verbessern. Pfanzer sind die kulturelle Entwicklung und das Stadtmarketing wichtig. "Außerdem sollten wir etwas gegen die Bauruinen tun", sagte er. Grunert will Sport und Kultur voranbringen. "Darüber hinaus sollte der Ortsbeirat unbedingt einen guten Draht zu den Bürgern haben." Tomic hat sich für die kommenden Jahre das Ziel gesetzt, "mehr Anwendungen für die Kurgäste" zu schaffen.

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