Der 31 Jahre alte Tennenplatz wird noch dieses Jahr zum Kunstrasenplatz umgebaut. Im Hintergrund ist das Vereinsheim des SV Bad Camberg zu sehen.
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Der 31 Jahre alte Tennenplatz wird noch dieses Jahr zum Kunstrasenplatz umgebaut. Im Hintergrund ist das Vereinsheim des SV Bad Camberg zu sehen.

Sportverein feiert Jubiläum

Bad Camberg: Zum 100. Geburtstag gibt's den Kunstrasenplatz

  • vonPetra Hackert
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Stadt und SVC haben den Erbpacht-Vertrag unterschrieben - Zuschüsse sind bewilligt

Bad Camberg -Noch liegt der alte Tennenplatz in Bad Camberg da, als wäre nichts gewesen. Er ist in die Jahre gekommen. 31 Jahre alt, um genau zu sein. Bald, zum Jubiläum "100 Jahre SVC" wird er sich komplett verändern. Geplant ist, ihn im dritten Quartal dieses Jahres zum Kunstrasenplatz umzubauen. Das nützt vor allem den Fußballern, die dann auch in den Herbst- und Wintermonaten trainieren und spielen können und konkurrenzfähig bleiben. Außerdem soll ein Handballfeld zum Training eingerichtet werden. Der Tennenplatz ist nicht winterfest, der weiter oben liegende Rasenplatz kann nur von Ostern bis Oktober bespielt werden. Deshalb sind Spiele und Training in den Wintermonaten stark eingeschränkt. Die Sportler des SVC trainieren auf Kunstrasenplätzen der Nachbarvereine.

Der Betrag für die Erstellung des Bad Camberger Kunstrasenplatzes ist auf 430 000 Euro gedeckelt und bewegt sich somit (inflationsbereinigt) auf dem gleichen Niveau wie die Kosten für die Plätze in Oberselters und Würges. Die Hälfte finanziert die Stadt Bad Camberg, die andere Hälfte wird durch Zuschüsse des Landes Hessen, des Kreises Limburg-Weilburg, des Landessportbunds Hessen (LSBH) sowie durch Eigenleistungen und Eigenmittel des SVC aufgebracht. Zusätzlich setzt die Stadt Bad Camberg noch die Zuschauerterrasse instand. Der SV Bad Camberg ist Bauträger.

Mehr als zehn Jahre Vorbereitung

Die Sportler haben lange darauf gewartet, die Investition ist hoch, und Pandemie-bedingt alles anders. Dennoch: "Mit den Städtischen Gremien und der Stadtverwaltung wurde in den letzten Monaten und Wochen gut und gezielt zusammengearbeitet, das sollte nochmals betont werden", sagt SV-Vorsitzender Herbert Falkenbach. Mehr als zehn Jahre dauerte die Vorbereitung insgesamt, von der ersten Idee bis zur Bewilligung aller Zuschüsse und der fertigen Planung. Jetzt ist er fast ein Geschenk zum großen, runden Geburtstag - wäre Corona nicht. So wird das Jubiläum erst nächstes Jahr gefeiert. "Hoffentlich", meint Falkenbach. Und: Dass der Platz nun Realität wird, sei "schon mal eine sehr gute Nachricht für alle Fußballer und Handballer, nicht nur im SVC, sondern auch in der Region".

"Der SVC und die Stadt Bad Camberg freuen sich, dass der langjährige Wunsch nun endlich Realität wird", sagt Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD). Mit dem Kunstrasenplatz werde es möglich, dem normalen Rasenplatz Erholungsphasen zu gönnen, ohne dass der Sportbetrieb große Einschränkungen hinnehmen muss. "Im Vorgriff auf die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung hatte die Stadtverwaltung bereits einen Notartermin reserviert, damit umgehend die vertraglichen Grundlagen besiegelt werden konnten", so der Bürgermeister. Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte die Summe dann bei der Verabschiedung des städtischen Haushaltsplans Anfang März. "Ich persönlich bin gespannt auf das erste Spiel auf dem Kunstrasen, das dann hoffentlich ohne jegliche Corona-Beschränkungen stattfinden kann", sagt Vogel.

Fristen für die Zuschüsse einhalten

Um den selbst gesteckten zeitlichen Rahmen einzuhalten, haben die Verantwortlichen des SV Bad Camberg in den letzten Tagen die notwendigen Anträge und Unterlagen an den Kreis, das Land Hessen und den LSBH versendet, teilweise persönlich an Ort und Stelle gebracht, um die notwendigen Fristen für die Bezuschussung einzuhalten, erläutert SV-Vorsitzender Herbert Falkenbach.

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