Brigitte Falk.
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Brigitte Falk.

Bad Camberg: Die neue Ausstellung in der Amthof-Galerie

Brigitte Falk überträgt ihre Freude an der Schöpfung auf ihre Arbeit

Bis Ende August sind diese Arbeiten noch zu sehen

Bad Camberg -Am Anfang waren die Aquarelle. So malte Brigitte Falk am liebsten. Die leuchtenden Farben haben sie gefangen genommen. Das sieht man heute noch, besonders in ihrer aktuellen Ausstellung in der Amthof-Galerie. Öl- und Acryltechnik sind hinzugekommen, das Corona-Thema verändert Inhalte. So sind die Bilder von Karfreitag und Ostern in diesem seltsamen Jahr 2020 anders und wirken düsterer. Die Farben sind kälter, viel Gelb und Grün, jetzt in Öl.

Doch der Weg zurück in die Zeit führt zu leuchtenden Orange-, Rot- und Gelbtönen. Damit hat sie auch Objekte verschönert, Holz einen ganz anderen Eindruck gegeben. Es wird immer fröhlicher, die Stimmung angenehm im Weg zurück durch die Zeit. Aber auch im Blick nach vorne. Denn Brigitte Falk ist ein sehr positiver Mensch.

Die 64-Jährige ist durch die Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal in die Region gekommen. Das war für sie von Anfang an ein guter Ort. Das christliche Menschenbild hat sie sehr beschäftigt und auch durchs Studium begleitet. Als Lehrerin ständig auch mit Kunst und Kultur befasst, fand sie im Malen eine Nische. Seit sie mehr Zeit hat, ist ihre Kreativität noch viel größer geworden. Die Wahl-Bad-Cambergerin gibt allem Raum, was ihr einfällt.

die andere inspirieren

Das ist recht viel, wenn man die beiden Etagen der Amthof-Galerie betrachtet. Sie wäre ohnehin mit einer regulären Ausstellung an der Reihe gewesen. Dass sie nun die erste Künstlerin ist, die nach dem gemeinsamen Experiment der Galerie-Aktiven Elisabeth Knossalla, Klausjürgen Herrmann und Peter Baum eine Ausstellung bestückt, hätte sie sich nicht träumen lasse. Dann auch noch über fünf Wochenenden. An allen fünf Sonntagen im August hat sie eine gute Betreuung organisiert, unterstützt von ihrem Mann und zwei Freundinnen. Die helfen, wenn die Künstlerin sich mit den Menschen unterhält, die jetzt nach Bildern, Objekten, Gegenständen Ausschau halten, die inspirieren und ihr eigenes Leben bereichern. Die Gespräche werden mit Mund-Nasen-Schutz geführt. Der Austausch ist viel freier als es der optische Eindruck denken lässt.

Kunst in der Pandemie - eines Tages wird sie vielleicht an diese besondere Ausstellung zurückdenken, von der sie schon jetzt einige Notizen hat. Besucher haben in ihr Gästebuch geschrieben und in das der Galerie. Die Worte: Wohltuend und aufbauend. Denn das gleiche haben die Kunstinteressierten hier erfahren: Einen Austausch, der gut tut, und den sie nicht missen möchten.

Die Öffnungszeiten

Die Amthof-Galerie ist sonn- und feiertags in der Zeit von 11 bis 13 sowie von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist, wie immer, frei. Gäste werden gebeten, an den Mund-Nasen-Schutz sowie den nötigen Abstand zu denken. Desinfektionsspender stehen bereit.

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