Bürgermeister Jens-Peter Vogel, Bauleiter Andreas Görcke (Baufirma Karrié), Frank Krings und Eva Bäumlisberger vom Planungsbüro, Kita-Leiterin Irina Kitt, Elternvertreterin Hild Roos, Jan-Pieter Subat und Elternvertreterin Kathleen Sliewa beim Spatenstich.
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Bürgermeister Jens-Peter Vogel, Bauleiter Andreas Görcke (Baufirma Karrié), Frank Krings und Eva Bäumlisberger vom Planungsbüro, Kita-Leiterin Irina Kitt, Elternvertreterin Hild Roos, Jan-Pieter Subat und Elternvertreterin Kathleen Sliewa beim Spatenstich.

Erweiterungsbau für die Kita in Würges kostet 2,5 Millionen Euro

Drei Spaten für das "Spatzennest"

  • VonRobin Klöppel
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Fertigstellung im Herbst 2022

Der offizielle Spatenstich für den Neubau der Kindertagesstätte Würges wurde nun getätigt. 2,5 Millionen Euro soll er kosten und im Herbst kommenden Jahres fertiggestellt sein, wie Stadtbauamts-Leiter Jan-Pieter Subat ausführte. Die Nutzfläche beträgt 460 Quadratmeter. In dem Gebäude werden zwei zusätzliche Gruppenräume geschaffen. "Um den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen auch für die Zukunft zu decken, hat die Stadt Bad Camberg bereits im Jahr 2018 eine Planung für die Erweiterung der Kindertagesstätte ,Spatzennest' angestoßen", sagte Subat.

Ursprünglich ging man dabei noch von einem Anbau an den bestehenden Kindergarten aus, hat aber schnell erkannt, dass es sinnvoller ist, einen eigenständigen Solitär-Bau auf dem Grundstück zu realisieren. Hierfür gibt es 335 000 Euro aus dem Landesinvestitionsprogramm "Kinderbetreuung". Subat erläuterte, dass das Würgeser Gemeindezentrum bei einem Anbau ans aktuelle Kita-Gebäude den Bestandsschutz verloren hätte. Folglich hätte die Stadt dann unter anderem in Sachen Brandschutz in dieses erheblich investieren müssen, so dass laut Bauamtsleiter die Kosten schnell hätten auf sieben Millionen Euro ansteigen können.

Trocken auch

bei Regen

Der Bereich zwischen Neubau und alter Kita wird überdacht, so dass Kinder und Erzieherinnen auch bei Regen trocken zwischen den Gebäuden hin und her laufen können. Die Kita-Erweiterung wurde 2020 in Absprache mit dem Stadtbauamt durch das Architekturbüro Eva Bäumlisberger geplant und genehmigt. Herausgekommen ist eine zweigruppige Kita mit je einem Bereich für die Krippe und einem Bereich für Kinder ab drei Jahren. Jedem Bereich sind eigene Sanitär-, Schlaf- und Intensivräume angegliedert.

Subat betonte: "Da der bestehende Kindergartenneubau bis dato für die Erzieher und Besucher nur über eine Toilette verfüge, wurde im Neubau großer Augenmerk auf die zeitgemäße Sanitärbereiche für Erwachsene gelegt". Außerdem seien im neuen Gebäude ein Personalraum, ein neues Leitungszimmer, eine ausreichend dimensionierte Küche sowie ein großer Essens-/Mehrzweckraum untergebracht.

Genügend

Spielfläche

Durch die besondere Lage des neuen Gebäudes auf dem Grundstück und den separaten Zugang könnte das Gebäude laut dem Bauamtsleiter auch anderweitig genutzt werden. Um das Projekt auf dem vorhandenen städtischen Gelände realisieren zu können, wurde der öffentliche Spielplatzbau mit in die Frei-Raumplanung einbezogen, damit die Kinder der Kita auch in Zukunft genügend Spielfläche zur Verfügung haben.

Einziger Nachteil der gewählten Lösung ist, dass der öffentliche Spielplatz an der Kita dadurch wegfällt. Elternvertreterinnen berichteten bei dem Termin, dass ein Spielplatz für diesen Würgeser Bereich gebraucht werde. Subat sicherte zu, hierfür nach einer Lösung zu suchen. Wie er anmerkte, könnte dieser neue Spielplatz nach aktuellem Stand in der Pfarrer-Neubig-Straße verwirklicht werden.

Der Bereich zwischen den beiden Kita-Gebäuden in Würges soll eine Kneipp-Aktionsfläche werden, in der sich alles um die Lehren des Sebastian Kneipp drehe. Hier soll, wie Subat erläuterte, ein Wasser-Matsch-Bereich entstehen, aber auch ein Barfußpfad ist denkbar. Der zweite Bereich des neuen Spielplatzes soll dem freien Spielen dienen. Angegliedert an die Krippe findet sich auch ein separat abgetrennter Bereich, in dem U 3-Kinder ungestört spielen können. "Bei der Planung des Projekts wurde seitens der Stadt Bad Camberg und der Planer besonders viel Wert auf energetische Einsparpotenziale und ökologische Bauweise gelegt", merkte Subat an. So wurde das Gebäude so geplant, dass es dem Kfw40-Niveau entspreche. Dies beinhalte neben einer hochgedämmten Gebäudehalle und einer Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien die Ausbildung eines Gründachs, auf dem auch eine Photovoltaikanlage aufgestellt werden könne.

Als weiteres Highlight ist vorgesehen, dass große Teile der Fassade ebenfalls begrünt werden sollen. Das Begrünungskonzept sieht verschiedene Bausteine wie Hecken, blühende Kletterpflanzen sowie einen Naschgarten für die Kinder vor. Der Bauamtsleiter: "Diese Fassadenbegrünung dient in erster Linie dem Klimaschutz, wertet aber auch die optische Erscheinung des Gebäudes auf und soll Eltern, Passanten und Nachbarn Anreize geben, eine Fassadenbegrünung für ihr eigenes Haus in Betracht zu ziehen". robin klöppel

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