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Freibadsanierung in Bad Camberg kommt: "Ein großer Brocken!"

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Der Grundriss des alten Schwimmbads (links) im Vergleich zum neuen Konzept (rechts). Ins Auge sticht vor allem die Brücke in der Mitte und das in die Badelandschaft integrierte Planschbecken (unten links).
Der Grundriss des alten Schwimmbads (links) im Vergleich zum neuen Konzept (rechts). Ins Auge sticht vor allem die Brücke in der Mitte und das in die Badelandschaft integrierte Planschbecken (unten links). © nn

Die Fraktionen und Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) haben sich zur Thematik geäußert

Bad Camberg -Es ist ein Riesen-Projekt für die Kurstadt: Die Sanierung des Freibads ist seit Längerem in der Diskussion und wird nun angegangen. Der Anfang ist schon gemacht: Die Planungsbüros haben ihre ersten Vorplanungsentwürfe präsentiert und erste Kostenaufstellungen transparent gemacht. Statt den von der Kurstadt aufgrund einer Machbarkeitsstudie kalkulierten zehn Millionen Euro wird der Bau jedoch unter anderem aufgrund der Inflation, des Baustoffmangels und zusätzlicher Kostenpunkte teurer. Das Freibad soll laut derzeitigem Stand 13,2 Millionen Euro (brutto) kosten. Statt der bislang geplanten Inbetriebnahme 2024 soll die Wiedereröffnung aufgrund der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel und der Fördermittel erst in der Saison 2025 stattfinden. Neben der Funktionalität, die unter anderem die Modernisierung der Schwimmbadtechnik vorsieht, soll mit der Sanierung die Attraktivität der Kurstadt gefördert werden. Das Ziel ist es, das Freizeit- und Erholungsbad umweltfreundlicher und effizienter zu machen.

In der Stadtverordnetenversammlung äußerten sich nun die Kommunalpolitiker sowie der Bürgermeister zur Thematik. Viola Erk (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßte die Planungen für das Freizeit- und Erholungsbad und sagte, bei der Planung seien die verschiedenen Interessensgruppen bedacht worden. "Wir finden es notwendig, die Attraktivität unserer Kurstadt zu steigern, wobei die Kosten jedoch im Blick behalten werden müssen", betont sie.

Auch Frederik Angermaier (CDU) ist von der Präsentation des Vorplanungsentwurfs beeindruckt: "Wir sind durch das Planungsbüro sehr gut beraten worden. Hinsichtlich der Finanzierung ist deutlich geworden, dass die Erträge der Förderung um eine Million höher angesetzt worden sind, als wir am Ende tatsächlich erhalten werden." Er stimmte Viola Erk hinsichtlich der Integration des Kuraspekts in der Freibadgestaltung zu. Die CDU-Fraktion äußerte sich grundsätzlich positiv, ließ aber auch die Kostendifferenz nicht außer acht und unterbreitete deswegen den Vorschlag, eine weitere Beratungssitzung in den weiteren Planungsprozess einzuschieben. Es müsse gewährleistet sein, dass man die Risiken und Kosten genau abwäge und sich weiterhin berate. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Verschiedene Förderprogramme

Jürgen Eufinger (SPD) betonte, dass das Freibad eine finanzielle Herausforderung für die Stadt sein werde. Die SPD-Fraktion teilte mit, von dem Vorentwurf überzeugt zu sein, dennoch sei der Kostenfaktor ein "großer Brocken". "Nichtsdestotrotz ist die Sanierung des Freibades für eine Kurstadt und auch für die Bürgerinnen und Bürger und unsere Familien notwendig!", warf Frank Weller (SPD) ein. Bürgermeister Jens Peter Vogel sprach erneut die existierenden Förderprogramme an, mit denen sich bereits ausführlich auseinandergesetzt wird und künftig werden soll. Da seien zu nennen die Förderung "Energieland Hessen", das Schwimmbad-Investitionsprogramm, die Förderung für effiziente Gebäude sowie die Förderung für eine klimafreundliche Trinkwasserversorgung. Vogel fasste zusammen: "Die klaffende Förderlücke kann also durchaus noch gefüllt werden."

Nach ausführlicher Beratung und Abstimmung über diese große Investition erfolgt als nächster Schritt die Freigabe des Vorentwurfs, was im Anschluss weitere Planungsschritte ermöglicht. Außerdem dient die Vorplanung als Fundament für die Beantragungen der erwähnten Fördermittel.

Es hat außerdem einen Wechsel im Fraktionsvorsitz der Grünen gegeben: Nachdem Benno Cline das Amt des Fraktionsvorsitzenden übernommen hat, hat er seinen Posten als stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher geräumt.

Als Nachbesetzung des Amtes schlug die Fraktion Sarah Eufinger-Waldraff vor. Einen weiteren Wahlvorschlag gab es nicht. Die Wahl des Amtes fand nach Zustimmung aller Beteiligten offen statt. Sarah Eufinger-Waldraff wurde einstimmig in das Amt der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin gewählt. Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Reusch-Demel (CDU) gratulierte ihrer neuen Stellvertreterin und hofft auf eine gute und kooperative Zusammenarbeit. Elena steiger

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