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Symbolbild: Merenberg lehnt Windkraft ab- +++(c) dpa - Bildfunk+++

Windkraft im Kreis Limburg-Weilburg

FDP: Windräder „schlechte Nachricht“

Die FDP im Kreis Limburg-Weilburg hat die am 31. Dezember erfolgte Genehmigung für vier der sechs Windräder am „Kuhbett“ scharf kritisiert.

Die FDP im Kreis Limburg-Weilburg hat die am 31. Dezember erfolgte Genehmigung für vier der sechs Windräder am „Kuhbett“ scharf kritisiert. „Die Genehmigung erscheint sehr übereilt, wenn man sich vor Augen führt, dass noch am Tag vor der Genehmigung die letzten Unterlagen per Kurier eingegangen sind“, sagte Kreisvorsitzende Marion Schardt-Sauer. Tobias Kress, stellvertretender Kreisvorsitzender, ergänzt: „Offensichtlich wiegt hier das Subventionsinteresse eines Investors höher als der Naturschutz und die Interessen der Anwohner.“ Gerade weil es beim fünften Windrad offensichtlich erhebliche naturschutzfachliche Bedenken gebe, frage man sich, warum das bei den vier anderen Windrädern in unmittelbarer Nähe nicht so sein solle. Daher hätte die Genehmigung nicht so überstürzt vor dem Jahreswechsel erteilt werden dürfen.

„Die Abstimmung in Merenberg hat gezeigt, dass die Menschen diese Verschandelung der Landschaft, die Unmengen Geld kostet und nichts zur sicheren Energieversorgung beiträgt, nicht mehr wollen“, sagte Kress. Die Politiker in Bund, Land und Kommunen müssten endlich begreifen, dass sie die Natur nicht retten könnten, indem sie Hektarweise Wald für Windräder roden und dann Betonfundamente in den Waldboden einlassen.

Die Speicherung des Stroms sei ein weiteres Problem. Allein an Weihnachten 2016 habe Deutschland Strom im Wert von 25 Millionen Euro ans Ausland verschenkt, weil zu viel Windstrom sonst das Netz gesprengt hätte. Die FDP will den Ausbau der Windkraft deshalb zunächst stoppen. nnp.

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