+
Neues aus der Amthof-Galerie: Daniela Clement spendet Klausjürgen Herrmann einen ?hawaiianischen Segen?.

Drei Künstler vermitteln Sicht auf die Welt

Ein Hauch von Hawaii in Bad Camberg

Einen Hauch von Hawaii wehte durch die Amthof-Galerie, als hier eine neue Ausstellung mit Bräuchen von der Inselkette im Pazifischen Ozean eröffnet wurde. Bis zum 23. April präsentieren drei Künstler ihre Arbeiten unter dem Motto „Malerei ganz nah und ganz fern“.

Die Amthof-Galerie Bad Camberg öffnet ihre Türen für Kunst. Und Kunst öffnet Türen in andere Welten. Wie beispielsweise in die faszinierende Inselwelt von Hawaii. Buntgewandet, mit kraftvoll trötender Muschel-Trompete und beeindruckenden rituellen „Chants“ stimmte Daniela Clement auf die Pastelle von Dolores Saul ein. Gleichzeitig „segnete“ sie mit den Gesängen und mit in Wasser getauchten Teeblättern die Ausstellung der drei Künstler, die Räume und natürlich die zahlreichen Gäste. Ihren ganz besonderen Segen bekamen Klausjürgen Herrmann, Vorsitzender der Amthof-Galerie, und Stadtverordnetenvorstehender Heinz Schaus mittels einer traditionellen Kette überreicht.

„Malerei ganz nah und ganz fern“ ist das Motto der Ausstellung, unter dem Dolores Saul, Bianca Walet und Rudolf Heibel ihre Arbeiten in der Galerie präsentieren. „Sie bringen die Farben, die der Frühling draußen präsentiert direkt in die Galerie“, stellte Schaus bei seiner Begrüßung treffend fest.

In der ersten Etage zeigt Dolores Saul ihre Arbeiten. Zum Beispiel den Wellenreiter: Winzig klein kämpft er sich durch riesige türkisblaue Wellenberge und arbeitet sich hin zu der fein getupfelten schaumigen Gischt. Oder die dunkelhäutige Schönheit, die ihre Arme der Sonne entgegen streckt. Ihr voluminöser, sonnengelber Blumenschmuck leuchtet mit dem roten Kleid um die Wette und kontrastiert mit dem türkisblauen Meer und den grünen Bergen im Hintergrund.

Menschen, Wellen, Strände und Tierwelt fängt Saul mit ihren Pastellen ein. Schicht für Schicht werden dabei die feinen Farbpigmente mit den Fingerkuppen aufgetragen, verwischt und fixiert. Licht und Schatten, faszinierende Reflexe und feinste Details wirken im Zusammenspiel beinahe wie Fotografien. Eine Bilderwelt, die sowohl durch die lichtdurchflutenden Hawaii-Motive aber auch durch die Kunstfertigkeit magisch anzieht.

Nicht ganz so weit weg findet Bianca Walet die Motive für ihre Arbeiten. Auch sie arbeitet mit Pastellkreide, ihre Arbeiten sind in der zweiten Etage ausgestellt. Die meist mediterranen Motive strahlen Licht und Leichtigkeit aus. Wunderschön die große, fast „dahingehauchte“ Treppe mit Zitronenbaum, einladend das französische Café im Sonnenlicht oder an Urlaub erinnernde engen Gässchen in Südfrankreich.

Aber auch Tiermotive und Blumen haben es der Künstlerin angetan. „Die Kunst liegt wohl in der Familie“, erklärt sie ihr Talent, und um ihre Familie handelt es sich auch beim dritten Künstler im Bunde: Rudolf Heibel ist ihr Onkel. Der gelernte technische Zeichner hat schon im Berufsleben seine Kundschaft mit seinem Talent begeistert: Statt mit Plänen und Zeichnungen von „Kollege Computer“ hat er immer „handgemalte“ Entwürfe präsentiert. Das kam an, und im Ruhestand begann Heibel dann endgültig, sich ganz seinem Hobby, der Malerei, zu widmen.

Wie seine beiden Künstler-Kolleginnen bringt auch Rudolg Heibel seine Motive gerne aus dem Urlaub mit, aber auch das Nahegelegene, in diesem Falle die Lahn, dient ihm als Vorlage für seine Ölbilder. Prachtvoll präsentiert sich der Limburger Dom, das barocke Städtchen Weilburg strahlt einem förmlich entgegen und lädt mit überraschenden Details zur kunstvollen Entdeckungsreise ein.

Die umfangreiche Ausstellung in der Amthof-Galerie „Malerei ganz nah und ganz fern“ ist ab sofort bis zum 23. April an jedem Sonntag von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. gbr

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare