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Höfefest ist auch beim 27. Mal ein Publikumsmagnet

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Lebendige Altstadt: In der Strackgasse wurde ordentlich geschlemmt.
Lebendige Altstadt: In der Strackgasse wurde ordentlich geschlemmt. © Elena Steiger

Kunstgewerbe, Kulinarisches, Musik und alte Autos in entspannter Atmosphäre genießen.

Bad Camberg -Zum 27. Mal belebte das Höfefest die malerische Altstadt und zog hunderte Besucher aus der Region an. Nach einer coronabedingten kleineren Auswahl im letzten Jahr, gab es am vergangenen Wochenende wieder die volle Palette an Attraktionen. Belebter hätte die Altstadt kaum sein können: Bei idealen sommerlichen Temperaturen gab es einen abwechslungsreichen Kunsthandwerkermarkt, Live-Musik für jeden Geschmack, die traditionelle Oldtimer-Ausstellung und kulinarische Köstlichkeiten.

Am Samstagnachmittag war es so weit: Auf dem Markplatz wurde der Fassbieranstich vom neuen Kurdirektor, Michael Sinn, übernommen und das Höfefest damit offiziell eröffnet. Für einen gelungenen musikalischen Start sorgten die Lasterbacher Schoppebläser, die sofort gute Stimmung verbreiteten. Extra aus Bad Sulza angereist: Die Weinprinzessin Kataryna und ihre Abordnung, die ebenfalls der Eröffnungsfeier beiwohnten. Neben erfrischenden Kaltgetränken von den Altstadtfüchsen und dem Gesangverein 1846 am Marktplatz gab es rundherum an jeder Ecke etwas zu entdecken.

Großes Angebot

an Unikaten

Die Kunsthandwerker stellten ihre schönsten Stücke zur Schau: Gehäkeltes, Gestricktes, Gemaltes. Ein großes Thema schien dieses Jahr insbesondere das Geschmeide zu sein: Für Hals, Handgelenk, Finger und Ohr gab es schlichte sowie ausgefallene Unikate zu ergattern, die das Outfit der Damen komplettieren können. Wer noch nach passender Deko für den heimischen Garten oder für den nächsten Abend mit Gästen suchte, wurde ebenfalls fündig: Schönes Geschirr, Nachhaltiges für Bad und Küche sowie Upcycling- und Recycling-Produkte fanden sich bei den zahlreichen Ständen.

Feinschmecker blieben jedoch auch nicht auf der Strecke. Das kulinarische Angebot ließ keine Wünsche offen: Weiches Mandelgebäck, ein leckerer Kebap oder eine Currywurst stillten den kleinen Hunger. Außerdem gab es leckere hausgemachte Marmelade und Gelee aus Quitte, Himbeere und Erdbeere, exotische Gewürze sowie ein Süßigkeitenstand.

Abends wurde es dann rockig: Die sechsköpfige Band Max Headroom aus dem Taunus versetzte den Innenhof des Amthofs mit absoluten Klassikern wie "It's my life" von Bon Jovi, "Run to you" von Brian Adams oder "Mustang Sally" von Buddy Guy in ausgelassene Feierlaune. Die Höfe öffneten ihre Türen und hatten allerlei zu bieten.

Besonders beliebt war am Samstag die Gin-Bar, die in der Stöffchemanufaktur Goldener Grund in der Schmiedgasse zu einem leckeren Getränk einlud. Das Weincafé in der Kirchgasse versorgte die Gäste mit einer Variation an Flammkuchen und nahm die Besucher auf eine Weinreise mit.

Auch am Sonntag konnten die Besucher sich über ein abwechslungsreiches Programm freuen: Die Gewerbetreibenden in der Altstadt öffneten ihre Türen und luden zu einem verkaufsoffenen Sonntag ein. Nach Herzenslust konnte gebummelt werden. Wer eine Pause brauchte, dem kommt ein entspannten Sonntagskaffee wie gerufen. Bei einem leckeren Stück Kuchen konnte man dem musikalischen Programm lauschen und die einzigartige Atmosphäre der Altstadt mit ihren verträumten Gässchen und dem Fachwerk auf sich wirken lassen.

Dixieland

und Blasmusik

Vormittags spielte die Beselicher Basin Street Band Dixieland, Swing, Jazz sowie alte Schlager der 20er und 30er Jahre auf dem Marktplatz. Dabei kommen die vier Musiker vollkommen ohne Strom aus und überzeugten mit einer starken akustischen Gesangseinlage. Abgelöst wurden sie dann von der Waldbrunner Blaskapelle. Im Amthof Innenhof spielte die Band "Rick Coleman" und faszinierte mit ihrem breitgefächerten Musikrepertoire, das von Swing bis zu Soul reicht. Für die kleinen Gäste stand vor dem Haus der Jugend auf dem Kirchplatz ein kunterbuntes Bastelprogramm bereit, das der Kinderschutzbund auf die Beine gestellt hatte. Dabei konnten sich die Kinder nicht nur kreativ ausleben, sondern auch eine Runde Karussell fahren oder sich in den buntesten Variationen schminken lassen.

Ein Highlight für Autoliebhaber war die Oldtimer-Ausstellung, die vom Motor-Sport-Team-Lufthansa (MSTL) organisiert worden ist. Im von Blumen und Bäumen gesäumten Kurpark sowie auf dem Chambray-les-Tours-Platz wurden die verschiedensten Oldtimer unterschiedlicher Hersteller ausgestellt. Die Besitzer gaben Auskunft über ihre Prachtexemplare, die besonders viel Pflege benötigen. Jedes dieser Autos hat eine einzigartige Geschichte mit sich, die die Besitzer gerne erzählten. Eine Ausfahrt wie in der Vergangenheit gab es jedoch nicht. Elena Steiger

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