Im Schatten des Cello. Christopher Herrmann eröffnete das Konzert, das wetterbedingt verlegt werden musste.
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Im Schatten des Cello. Christopher Herrmann eröffnete das Konzert, das wetterbedingt verlegt werden musste.

Besondere Kultur in Bad Camberg

Im Programm sind kleine Überraschungen versteckt

Die "Konzert Tage" sollen als anspruchsvolle Reihe in der Kurstadt etabliert werden

Regen, Regen und noch mal Regen. Schade, denn bis am Tag vor dem Konzert lief alles nach Plan. Klausjürgen Herrmann, Vorsitzender des Vereins für Kunst und Kunstförderung, hatte den lange gehegten Wunsch, Musik in das wunderschöne Ambiente des Amthof-Innenhofs zu bringen, doch daraus wurde nichts. Das Wetter machte ihm und den beiden Musikern Christopher Herrmann und Lutz Jahnke einen dicken Strich durch die Rechnung.

Das Konzert musste in die evangelische Kirche nach Bad Camberg verlegt werden. Zum Glück klappte der spontane unfreiwillige Umzug reibungslos, und pünktlich konnte Klausjürgen Herrmann die Bad Camberger Amthof Festtage unter dem Motto "Musik & mehr" in der evangelischen Kirche eröffnen.

Klausjürgen Herrmann zeigte sich erfreut, dass doch so zahlreiche Gäste der Verlegung folgten und mit in die Kirche gezogen sind. "Seit drei Jahren verfolgten wir das Ziel, die ,Konzert Tage' in Bad Camberg zu etablieren, jetzt ist dieser Wunsch nach zahlreichen guten Gesprächen mit Bürgermeister Jens Peter Vogel erfolgreich gelungen und dann dies", sagte er. "Mein großer Wunsch, die Premiere im Amthof-Innenhof an der großen Linde abzuhalten, war in greifbarer Nähe." Der Innenhof sei eine angemessene optische Kulisse für musikalischen Genuss in Reinkultur, sagte er. Diese Ansicht teilte im Vorgespräch auch Bürgermeister Jens Peter Vogel, und er versprach, die geplante Konzertreihe im Rahmen der städtischen Möglichkeiten zu unterstützen.

Vier Konzerte

im September

Nach der Corona-Zwangspause sind im September insgesamt vier Konzerte in Bad Camberg geplant. Der studierte Cellist Christopher Herrmann hatte das vielseitige Programm zusammengestellt. Nach dem erfolgten Umzug in die evangelische Kirche begrüßte Bürgermeister Vogel die zahlreichen Besucher und dankte ihnen für den spontanen Umzug. Besonders Christopher Herrmann bedauerte den Umzug, denn er ist ganz besonders von der großen mächtigen Linde im Amthof begeistert. Wie er sagt, passen Natur und Musik einfach gut zueinander.

Das Konzert eröffnete Christopher Herrmann mit seinem Cello, und im Anschluss sorgte Lutz Jahnke mit seinem Schlagzeug-Solo für Begeisterung bei den Zuhörern. Die beiden Künstler Christopher Herrmann und Lutz Jahnke spielten unter anderem auch den "Bolero" von Maurice Ravel sowie Auszüge aus dem "Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns.

Das angestrebte Ziel ist es, mit den "Konzert Tagen" eine weitere anspruchsvolle kulturelle Veranstaltung in der Kurstadt zu etablieren. Die Verantwortlichen planen, mit weiteren kleinen, aber feinen Veranstaltungen unter der Linde im Amthof in den folgenden Jahren anzuknüpfen.

Bei den geplanten vier Konzerten im September zieht sich das Wirken des Musikers Christopher Herrmann dabei wie ein roter Faden durch alle Veranstaltungen. "Heute Abend bieten wir den Zuhörern hier in der evangelischen Kirche in Bad Camberg ein Konzert mit Einkreisung, ja sogar als Duell könnte man "Cello meets Drums" bezeichnen", sagte er. Der Cellist und sein Mitstreiter am Schlagzeug sorgten für ein Konzert für Klassikliebhaber und Menschen, die sich von improvisierter Musik hinreißen lassen.

Von Bach bis

John Cage

Die Besucher erlebten Musik von Johann Sebastian Bach bis Jahnke, von John Cage bis Herrmann. Eine Besonderheit wartet in jedem der anstehenden Konzerte auf die Besucher. Christopher Herrmann hat bei jedem Konzert ein oder zwei Stücke versteckt, die etwas mit Bad Camberg zu tun haben.

"Nach der großen Enttäuschung, dass wir das Konzert leider aus dem Amthof-Innenhof hier in die evangelische Kirche verlegen mussten, freue ich mich sehr, dass die Musikfreunde so zahlreich heute die Premiere der ,Bad Camberger Konzert Tage' besucht haben", sagte Klaus Jürgen Herrmann. "Die beiden Musiker sind genau wie ich mit dem Start der Amthof Konzerte sehr zufrieden."

Er dankte auch dem Bürgermeister Jens Peter Vogel für die Eröffnung und Begrüßung der Gäste. Auch dafür, dass das Vater- Sohn-Projekt von Klausjürgen und Christopher Herrmann von der Stadt als Veranstalter der Konzertreihe gemeinsam mit der Amthof Galerie und zahlreichen Sponsoren ermöglicht wird. Wegen der kurzfristigen Verlegung vom Amthof in die evangelische Kirche dankte Herrmann auch dem Bauhof der Stadt, der den Aufbau der Bühne im Amthof zugesagt hatte, und dem Festspielverein, der ursprünglich die Bestuhlung vornehmen wollte.

Dass alle vorgeschriebenen Corona-Regeln auch nach dem Umzug in die evangelische Kirche eingehalten wurden, sei selbstverständlich, betonte Klausjürgen Herrmann. helmut volkwein

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