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Klare Parkregeln in Bad Camberg gefordert

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Mit einigen drängenden Verkehrsproblemen in der Kernstadt hat sich der Bad Camberger Ortsbeirat im Kurhaus auseinandergesetzt.

Die Mandatsträger hätten gerne ein neues Parkkonzept für den Bereich am Marktplatz sowie eine Sanierung der vielbefahrenen Bahnhofstraße. Bad Cambergs Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) machte in der Ortsbeiratssitzung im Kurhaus auf CDU-Anfrage deutlich, dass es sich bei der Bahnhofstraße um eine Landesstraße handele, für die Hessen Mobil zuständig sei.

Vogel merkte an, das er bisher weder den Termin für einen Baubeginn noch die Gesamtkosten kenne. Da es sich um eine Landesstraße handele, müssten die Anwohner sich jedoch keine Gedanken über eine Kostenbeteiligung machen.

Ortsbeiratsmitglied Frank Weller (SPD) sprach die ebenfalls geplante Sanierung der Brücke in der Bahnhofstraße Richtung A 3 und Bad Camberger Gewerbegebiet an. Eine Vollsperrung während der Sanierung wäre ihm auf keinen Fall recht, weil dann zu befürchten sei, dass auf dieser Seite der komplette Bad Camberger Verkehr zusammenbreche. Eine jeweils nur halbseitige Sperrung könnte für die Autofahrer ein vertretbarer Kompromiss sein. Weller meinte, dass die Sanierung der Bahnhofstraße aufgrund der vielen Löcher Dringlichkeit besitze. Von daher könne er sich als weitere Variante vorstellen, jetzt die Bahnhofstraße erst einmal zu sanieren und mit der Brückensanierung zu warten, bis die B8-Umgehung verwirklicht sei.

Bürgermeister Vogel nannte Wellers Gedanke „nicht verkehrt“. Doch er könne nicht sagen, ob die Brücke noch in einem Zustand sei, dass man mit deren Sanierung noch bis 2015/26 warten könne. Herbert Falkenbach junior (SPD) ärgerte sich, dass man in der Bahnhofstraße jedes Schlagloch spüre. Er forderte von Vogel, bei Hessen Mobil künftig energischer vorzusprechen. Martin Brendel (SPD) meinte, man müsse Hessen Mobil jetzt Druck machen, eine klare Antwort verlangen, wie die Behörde sich die Sanierung vorstelle.

Der Ortsbeirat wünscht sich außerdem von der Stadt, dass sie einen Fachplaner beauftragt, Vorschläge zur Parkproblematik am Marktplatz zu entwickeln. Die SPD hatte das Thema auf die Tagesordnung nehmen lassen. Brendel sagte, dass er nichts dagegen habe, wenn Bürger für eine kurze Erledigung für wenige Minuten ihr Fahrzeug auf dem Marktplatz abstellten. Doch manche seien so dreist und stellten einfach dort ihr Auto ab und würden eine Stunde Kaffee trinken gehen.

Bärbel Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen) forderte aber ein neues Parkkonzept, da vielen Menschen scheinbar gar nicht klar sei, wo sie dort regulär parken dürften. Falkenbach erläuterte, dass die Situation dort klar sei. In einer Spielstraße dürfe man kurz halten, nicht aber länger parken. Hartmann sagte, die Zahl der eingezeichneten Parkplätze dort reiche nicht. Wenn die Leute einfach vor den Geschäften stehen bleiben würden, komme ein Rettungswagen kaum durch. Brendel regte an die Einführung einer Kurzzeitparkzone an. Hartmann schlug zusätzliche Parkflächen in der Strackgasse vor. Ortsvorsteher Timo Pfanzer (CDU) wünschte, dass ein „unvoreingenommener“ Planer ein Konzept mache. Brendel meinte, es gebe jetzt schon Parkplätze in der Nähe des Marktplatzes fußläufig erreichbar, wo man zwei Stunden mit Parkscheibe offiziell kostenfrei parken könne. Die SPD sprach auch die Verkehrssituation in der Obertorstraße oberhalb des Obertorturms an. Weller kritisierte, dass oft beidseitig geparkt werden und man auf der Straße dann nur noch schlecht durchkomme, wenn beidseitiger Verkehr sei. Georg Birod (CDU) berichtete auch, dass das zweiseitige Parken dort viele Bürger nerve. Wenn man in der Obertorstraße jedoch das Parken einschränke, werde man das Problem nicht lösen, sondern weiter nach oben in Richtung Röntgenstraße verschieben. Birod meinte: „In Bad Camberg fehlt einfach ein Parkhaus“. Weller stellte klar, dass es nicht das Ziel der SPD sei, das Parken in der Obertorstraße komplett zu untersagen. Es müsse aber beidseitiger Verkehr möglich bleiben. Weller sieht ein ähnliches Problem in der Turmstraße.

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