Tobias Kilian hat den ganzen Kurpark gebastelt und umstrukturiert. Einiges erinnert sehr stark an den Garten daheim. Seine Mutter hilft ihm, die Arbeit im Kurhaus zu präsentieren.
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Tobias Kilian hat den ganzen Kurpark gebastelt und umstrukturiert. Einiges erinnert sehr stark an den Garten daheim. Seine Mutter hilft ihm, die Arbeit im Kurhaus zu präsentieren.

Tolle Ergebnisse in Bad Camberg

Klare Sache: Kreative Köpfe kennen Kneipp

  • VonPetra Hackert
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Ein Teil des Kneipp-Jubiläums ist ein Kunstwettbewerb, an dem sich 150 Kinder und Jugendliche beteiligt haben

Bad Camberg -Zwei Tage hat Regina Vogel gebraucht, und der Flyer war fertig. Er zeigt, was die Kurstadt besonders macht, wie der Kneipp-Gedanke funktioniert. "Wir hätten das nicht so schnell hinbekommen", meint Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD). Gerade hat er die Preisträger des Kneipp-Kunstwettbewerbs prämiert.

Dafür, dass seine Tochter den ersten Platz in der Kategorie Gemälde der neunten und zehnten Klassen errungen hat, kann er nichts. Das ist ihre Leistung - und die Jury hat so entschieden. Kurdirektor a. D. Bodo Schäfer, der nach seiner Pensionierung selbst unter die Maler gegangen ist, der Sänger Markus Mörl, Kneipp-Expertin Antje Martin und Andreas Urban ("Wir für Bad Camberg"), der selbst ein passionierter Fotograf ist, hatten sich die Auswahl nicht leicht gemacht. 150 Arbeiten sind eingegangen, darunter viele schöne und einige ganz besondere. "Eigentlich hätten alle einen Preis verdient", stellte Bürgermeister Vogel fest. Und: "Das ist traumhaft", sagte Sabine Bogner von der Kurverwaltung gleich mehrfach.

Eine Arbeit kategorisierte sie auch deshalb so, weil sie nicht nur besonders ist, sondern weil die Stadt sie bald nutzen darf. Sungat Sust und Vivian Kennedy haben eine Gemeinschaftsleitung erbracht, die sich hoffentlich viele anschauen werden. Sie besuchen die zehnte Klasse der Freiherr-von-Schütz-Schule und haben viele Stunden Zeit in einen Film gesteckt. "Natur-Bewegung-Kräuter" heißt er und spricht die Sinne an. "Traumhaft", wie Sabine Bogner noch einmal feststellte.

Eine zweite großartige Arbeit haben die Freiherr-von-Schütz-Schüler beigesteuert: Katharina, Michelle, Esranur, Muhamad, Nur, Philipp, Setz und Raghad haben mit ihrem plastischen Bild den Wettbewerb der Sechst- bis Achtklässler gewonnen. Ihre Plastik ist farbenfroh, ein Gemälde, das den Rahmen sprengt, Elemente wie die Kneipp-Büste im Kurpark, die Wasserspiele, die Brücke, die Türme aufgreift. "Sie waren im Kurpark und haben alles fotografiert", erklärt Lehrer Martin Gruber die Entstehung. Sie haben im Bild festgehalten, was sie beeindruckt, was ihnen auffällt, was für sie den Kurpark ausmacht. Diese Fotos waren Gedankenstütze für die Plastik, die sehr eigenständig und originell geworden ist. Man sieht auf den ersten Blick die Arbeit, die gute Technik, die Fantasie - und Bad Camberg. Exzellent.

In der Kategorie Gemälde hat die Regenbogenschule in Erbach kräftig abgeräumt. Johanna Litzinger ist Siegerin der Erstklässler, Tyler Harz der Zweitklässler, Mia Kohler der Drittklässler, Luis Zachnis der Viertklässler. Alles Regenbogenschüler. 6./7. Klasse: In dieser Altersstufe geht der erste Platz an die Kernstadt: Die Taunusschülerin Francesca Herborn hat ihn errungen. Ihre Schulkameradin Regina Vogel siegte bei den Neunt- und Zehntklässlern.

Fotografien: Hier geht der erste Preis für ihr Bild "Swim" an Vivian Buykes, Jaqueline Skadow, Sieglinde Lampe und Sara Nuru (Freiherr-von-Schütz Schule).

Gebastelt in

Opas Keller

Plastiken: Tobias Kilian (Grundschule Würges) siegte bei den Erst- und Zweitklässlern. Er erzählt: Der Opa hat ihn unterstützt, er durfte in dessen Keller basteln. Die vielen guten Ideen, die seinen kleinen Kurpark besonders machen, hat er im heimischen Garten gefunden. 3./4. Klasse: Hier geht der Preis an Sophie Hofmann von der Erbacher Regenbogenschule. Sie hat den Kurdirektor a. D. und Bürgermeister Jens-Peter Vogel mit eingebaut, die am Kneipp-Tretbecken zeigen, was die Lehre des "Wasserdoktors" bedeutet. Mit Bücher- und Eis-Gutscheinen wurden diese guten Leistungen belohnt. Doch eigentlich haben alle etwas Besonderes verdient. Die Kurverwaltung hat deshalb eine weitere weise Entscheidung getroffen: Alle Teilnehmer bekommen einen Gutschein zum Minigolfen im Bad Camberger Kurpark.

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