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Genial: Clown ?Coratzel? mit ihrer Gehilfin bringt die Kinder in der Konzertmuschel zum Lachen.

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Kurparkfest: Dieser Tag gehört den Kindern

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Was für ein Tag! Der Kurpark war am Sonntag fest in Kinderhand. Die Jungen und Mädchen stürmten die Wasserspiele, standen Schlange für eine Seilbahnfahrt über die Kurparkschlucht, gaben beim Bobbycar-Rennen alles und ließen beim Flohmarkt einen Teil ihrer Kindheit zurück.

Carina, Hannah und Clemens sind geduldig. Gemeinsam mit ihrer Mutter stehen sie in der Schlange und sind schon ein wenig aufgeregt. Gleich wollen sie über die Kurpark-Schlucht fahren – mit der Seilbahn, gut angeschnallt und mit Helmen ausgestattet. Wie das geht, sehen sie an ihren Vorgängern: Ein Kind nach dem anderen erhält die Träger, den Sitzgurt, den Helm, eine kurze Erklärung. Dann laufen auch die drei Bad Camberger Kinder hinauf zur anderen Seite und sind anschließend in Sekundenschnelle zurück. „Das war toll!“, sagt Hannah anschließend. Ihre Schwester Carina ist begeistert, und Clemens würde am liebsten gleich nochmal schweben. Aber zuerst haben sie sich etwas anderes vorgenommen, denn der Kurpark steckt heute voller Attraktionen.

Anna und Laurenz sind noch gar nicht richtig drin und schon nass: Sie haben den Weg am Kneipp-Tretbecken vorbei in den Kurpark genommen. Obwohl: Vorbeigehen wollten die Erwachsenen. Die beiden Kinder haben „so ein kleines Schwimmbad“ noch nie gesehen und lernen dazu: Wer im Storchengang dreimal die Runde dreht, ist anschließend fit! „Es wirkt besser als eine Tasse Kaffee“, sagen die Erwachsenen. Das können Laurenz und Anna nicht beurteilen. Aber der Effekt stellt sich ein: Fit geht es los zum Kinder-Kurparkfest!

Die Seilbahn-Schlange

ist ihnen zu lang. „Das machen wir später“, meint Laurenz. Die beiden kleinen Elzer bewegen sich antizyklisch. Das heißt: Erste Anlaufstation ist der große Brunnen, die „Goldfischrennbahn“. Immer wieder auf und ab rennen alle. Klar, jetzt ist auch der Letzte pitschnass. Bei den hochsommerlichen Temperaturen genau richtig! Weiter geht’s zu den Hüpfburgen. Eine mit Wasserrutsche – die Beste, urteilen die beiden. Laurenz sucht sich etwas Ruhigeres. Beim Stand von „Blühendes Bad Camberg“ bastelt er aus einem Blumentopf mit Stroh und Haken einen Rückzugsort für Ohrschlitzer. „Habt Ihr einen Obstbaum im Garten?“, fragt Moritz Meister und erklärt: „Wenn Du den da reinhängst, dann fressen die Ohrschlitzer die Blattläuse.“ Laurenz findet es prima – der Topf muss unbedingt daheim in den Baum!

Ein Mädchen möchte basteln, ihr Vater lieber zu den Wasserspielen. Die Mutter aus Bad Camberg erklärt: „Das ist der Kindertag. Heute müssen wir machen, was sie wollen!“ Anna ist schon auf dem Flohmarkt. Andere Kinder haben zu Hause ausgemistet und mitgebracht, was sie loswerden wollen. So auch Nele und Laila. Die beiden Zwölfjährigen aus Würges haben Barbie-Puppen im Angebot. Die Bücher sind schon weg. Das ging schnell. „Ich frage mich, wo das alles war“, sagt Neles Mutter. Karin Reimann erklärt: „Das Kinderzimmer ist immer noch voll.“ Die Lücke nicht erkennbar. „Das nächste Mal brauchen wir sechs Meter Standfläche!“ Beim Bobbycar-Rennen tritt Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) außer Konkurrenz an. „Alle gegen Peter“, rufen Joshua, Simon und Silas, die in dieser Runde starten. Es geht ins Finale. Die Kinder geben alles! So steht am Schluss Joshua (7) als Erstplatzierter auf dem Siegertreppchen, gefolgt von Simon (9), Silas (8), Niklas (9) und Zamina (8). Auf den weiteren Rängen erhalten Tim (8), Noel (9), Kerim (8) und Lena (7) eine Urkunde.

„Wir haben über 50 Helfer im Einsatz“, sagt Stadtjugendpflegerin Rita Biel. Der letzte Aufruf hatte noch einmal gefruchtet. Etliche Freiwillige waren hinzugekommen. Die sind auch nötig. Dieser Tag gehört den Kindern und Familien. Viele werden viel länger bleiben, als sie dachten. Bei „Coratzel“, der wunderbaren Clownin und ihrer Gehilfin, können die Kinder in der Konzertmuschel etwas herunterfahren. Beim Taekwondo-Workshop und beim Bogenschießen wird noch einmal gepowert. Laurenz und Anna werden die Seilrutsche nicht mehr schaffen – zu viele andere Angebote. Aber das haben sie sich nun für das nächste Jahr vorgenommen!

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