Für sie war der Bad Camberger Stadtlauf ein Erfolg (von links): Hans-Jürgen Geller, Ulrich Menken, Jutta Rumpf, Thomas Laux, Greta und Lotte Rumpf, Burkhard Becker und Stefan Thies.
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Für sie war der Bad Camberger Stadtlauf ein Erfolg (von links): Hans-Jürgen Geller, Ulrich Menken, Jutta Rumpf, Thomas Laux, Greta und Lotte Rumpf, Burkhard Becker und Stefan Thies.

Bad Camberger Organisatoren ziehen positives Fazit

Mehr als 2000 Starter beim Stadtlauf

  • VonTobias Ketter
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Einnahmen kommen Naturschutzprojekten zugute

Neuer Teilnehmerrekord beim Bad Camberger Stadtlauf. 2004 Bürgerinnen und Bürger haben bei der fünften Auflage des Sportevents mitgemacht. Über den gesamten Monat Juni hinweg sammelten sie fleißig Kilometer und jagten Bestzeiten. Anders als in den Jahren 2016 bis 2019 wurde der Stadtlauf diesmal nicht an einem Tag durchgeführt. Stattdessen konnten die Sportler über 30 Tage hinweg ihre zurückgelegten Kilometer und Zeiten selbst im Internet eintragen. Am Mittwoch, 30. Juni, ist die Veranstaltung in der Kurstadt zu Ende gegangen. Die Organisatoren sind mit dem Ablauf rundum zufrieden.

"Wegen der Corona-Krise haben wir uns während der Vorbereitungen dazu entschlossen, diese alternative Form des Stadtlaufs anzubieten", sagt Ulrich Menken vom Organisationsteam. Nach der pandemiebedingten Absage in 2020 habe man mit dem besonderen Format nun nochmals deutlich mehr Menschen erreicht als in den Jahren zuvor. Es seien diesmal nicht nur "typische Läufer" dabei gewesen, so dass sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Jahr 2019 verdoppelt habe.

Positives Feedback

von den Sportlern

Laut dem Organisator habe man viel "positives Feedback" von den Sportlern erhalten. "Wir sind überwältigt von dem großen Zulauf", so Menken. Die Bevölkerung sei nach dem langen Verzicht aufgrund der Corona-Pandemie "hungrig nach Events" gewesen. "Es war für viele Leute eine Erlösung, endlich mal wieder gemeinsam mit Freunden und Bekannten etwas zu unternehmen."

Besonders der Teamwettbewerb sei sehr beliebt gewesen. "Stammtische, Vereine, Firmen, Reisegruppen, Schulklassen und Kitas haben mitgemacht und sich gegenseitig gepusht, um noch mehr Kilometer zu sammeln", sagt Menken. Der Mannschaft "ViVa - Das Kleiderhaus" ist es gelungen, mehr als 3667 Kilometer zurückzulegen. Damit hat die Gruppierung den Teamwettbewerb gewonnen. Das Treppchen komplettieren die Mannschaften "TG Ersatzreise" (3293 Kilometer) und "die Wandervögel" (2179 Kilometer). Doch die Platzierungen waren in diesem Jahr eher zweitrangig. "Es gab keine Preise für die Sieger. Vielmehr stand der Spaß an der Bewegung in der Natur im Vordergrund", erklärt Menken.

Neben dem Teamwettbewerb organisierten die Veranstalter vom Rotary Club Bad Camberg-Idstein, von der TG Bad Camberg sowie vom SV Bad Camberg und vom WSC Goldener Grund auch einen 20-Kilometer-Lauf (Sieger: Christian Stoll) und den 10-Kilometer-Hauptlauf (Sieger: Simon Müller). Außerdem gab es den 5-Kilometer-Jedermann-Lauf (Sieger: Maximilian Pittner) sowie den 2,5-Kilometer-Schüler-Lauf (Sieger: Jan Olaf Teichmann). Mateo Bahn gewann den 1-Kilometer-Kinderlauf und Mats Weiß erreichte die schnellste Zeit beim 500-Meter-Bambini-Lauf. Nicole Eckert belegte Platz eins beim 5-Kilometer-Walking und Erik Schmidt war beim 5-Kilometer-Jugendlauf am schnellsten.

"Wir Sportler sind alle sehr fair. Deshalb glaube ich nicht, dass es bei der digitalen Eintragung der Zeiten zu Schummeleien gekommen ist", sagt Menken mit Blick auf die Ergebnislisten. Die Veranstalter steckten die Strecken im Stadtwald und im Kurpark von Bad Camberg ab, so dass viele der Teilnehmer der einzelnen Läufe identische Routen zurücklegten. Aber auch Lauf-Ergebnisse auf anderen Strecken flossen in die Wertungen ein. So konnten beispielsweise auch Menschen aus Kiel, Köln und München mitmachen.

Menken freute sich besonders darüber, dass in 2021 auch die rund 120 Helfer der vergangenen Stadtläufe selbst an dem Sportevent teilnehmen konnten. "Das war von 2016 bis 2019 nicht möglich, da Zeiten gestoppt und Streckenposten eingesetzt werden mussten. Diesmal sind diese Aufgaben weggefallen, so dass die Helfer nun selbst sportlich aktiv werden konnten."

Naturschutzprojekte

werden gefördert

Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Wir laufen in der Natur für die Natur". So ist es nicht verwunderlich, dass die Einnahmen, die durch die Startgebühren erzielt wurden, für verschiedene Naturschutzprojekte genutzt werden. "Für jeden angemeldeten Teilnehmer wird ein Baum im Bad Camberger Stadtwald gepflanzt", sagt Ulrich Menken. Das Waldsterben aufgrund von Dürre und dem Borkenkäferbefall sei ein großes Problem im Taunus. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, nun insgesamt 2004 Bäume pflanzen zu lassen.

Darüber hinaus werden durch die Einnahmen mehrere Projekte in Schulen und Kitas der Kurstadt gefördert. "Es sollen Insektenhotels, Nistkästen und Vogeltränken in Kooperation mit den Einrichtungen aufgestellt werden", teilt der Organisator mit. Darüber hinaus sei es denkbar, Unterrichtsmaterialien wie Ferngläser oder Mikroskope durch den Erlös zu finanzieren. Menken und seine Mitstreiter wollen dadurch "eine Sensibilität für Naturzusammenhänge" schaffen.

Ob im kommenden Jahr der Stadtlauf an einem Tag ausgetragen wird, ist noch nicht klar. "Es gibt bereits Überlegungen, die beiden Konzept zu verbinden. Aber auch zwei getrennt voneinander stattfindende Veranstaltungen sind denkbar", so Ulrich Menken. tobias ketter

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