Ein Foto aus der Vor-Corona-Zeit: Das Bad Camberger Freibad soll Mitte Juni wieder öffnen.
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Ein Foto aus der Vor-Corona-Zeit: Das Bad Camberger Freibad soll Mitte Juni wieder öffnen.

Dieses Jahr wird das Bad Camberger Freibad öffnen

Mitte Juni ist es soweit

  • VonPetra Hackert
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Nichtsdestotrotz muss das Bad saniert werden.

Bad Camberg -Das städtische Freizeit- und Erholungsbad soll diesen Sommer öffnen - allerdings ist es nach wie vor sanierungsbedürftig. Letztes Jahr kam die Corona-Pandemie hinzu und starke Kritik aus der Bevölkerung, weil das Bad geschlossen blieb. Jetzt wird eine möglichst flotte Öffnung angestrebt. Ein Termin steht noch nicht fest. Laut Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) ist Mitte Juni ins Auge gefasst.

Auf Antrag der Grünen hat die Stadtverordnetenversammlung nun einstimmig beschlossen, im Ausschuss für Planung und Bau die Sanierungsplanungen für das Bad vorzustellen. Der Ausschuss soll außerdem über das geplante Hygienekonzept sowie die Maßnahmen zur Öffnung des Freibads zum nächstmöglichen Zeitpunkt je nach Inzidenz informiert werden.

Allerdings darf dies die geplante Öffnung nicht verzögern. Darauf wiesen sowohl Frank Weller für die SPD als auch Andreas Hofmeister für die CDU-Fraktion hin. Viola Erk, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, hatte die Bedeutung des Bades für die Bevölkerung noch einmal hervorgehoben.

Wie Bürgermeister Jens-Peter Vogel weiter erläutert, ist die europaweite Ausschreibung für die Sanierung, an der sich Firmen für die Planungsleistungen Architektur, Tragwerk, Elektro, Heizung/Lüftung/Sanitär/Bäderbetrieb bewerben konnten, abgeschlossen. "Sie werden derzeit von einem Projektsteuerer ausgewertet", so Vogel. Danach komme es im Juni zu einer zweiten Bewerbungsrunde aus je drei vorausgewählten Firmen, aus denen dann jeweils ein Planer beauftragt werde. Die eigentliche Sanierung sei dann ab September geplant - unter Einbindung der Bürger. Die Bau- und Sanierungsmaßnahmen sollten dann in der Zeit zwischen September 2022 und Mai 2024 umgesetzt werden.

Baumaßnahmen

und Projekte

Die Erweiterung der Kita Spatzennest in Würges soll im Juli beginnen. Darüber informierte der Bürgermeister ebenfalls. Das Ausschreibungsverfahren für Gewerke, die den Rohbau und die Schließung des Baukörpers beträfen, sei weitestgehend abgeschlossen. "Nach reiflicher Überlegung hat das Stadtbauamt beschlossen, die Bachverrohrung nicht umzulegen, sondern in Teilbereichen zu überbauen", so Vogel.

Für das Oberselterser Feuerwehrgerätehaus seien die Planungen im April abgestimmt worden. Jetzt werden Angebote für weitere Planungsleistungen eingeholt. "Es liegt bereits eine Förderzusage in Höhe von 103 000 Euro vor", erläuterte Vogel. Ziel sei die kurzfristige Vorstellung der Planung in den Gremien sowie die weitere Umsetzung, so dass bis Ende des Jahres die Erdarbeiten vergeben werden könnten.

Der Glasfaserausbau in Oberselters und Erbach sei vorangeschritten. In Oberselters sei das Ortsnetz weitestgehend abgeschlossen, in Erbach zu etwa 40 Prozent. In Würges gebe es zurzeit eine Nachfragebündelung. Eine Entscheidung, ob die Deutsche Glasfaser auch in Würges ihre Leitungen verlegt, werde für Juli 2021 erwartet.

Das neue Baugebiet "Am Sträßchen" geht in die nächste Runde: Im Juli soll die Offenlage erfolgen, bis Jahresende Baurecht für den Straßenbau vorliegen. Parallel zur Bauleitplanung beschäftige man sich zurzeit mit der Straßen- und Entwässerungsplanung. "Die Bauzeit ist zwischen März und Dezember 2022 kalkuliert. Der Baubeginn für die privaten Häuslebauer kann demnach im Frühjahr 2023 anvisiert werden."

Bauleitplanung "Pfarrer-Neubig-Straße": Im Juli soll die Offenlage erfolgenen Grundstückseigentümer erneut beteiligt worden. Nächster Schritt ist eine frühzeitige Bürgerbeteiligung.

Toilettencontainer: Die Stadt soll jetzt zwei kostenlose Toilettencontainer aus Restbeständen der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung erhalten. Bereits im Januar letzten Jahres hatte das Finanzministerium den Kommunen ein entsprechendes Angebot gemacht. Die Bad Camberger hatten sich beworben und die Zusage bekommen. Lediglich Transport- und Kran-Kosten müssen die jeweiligen Kommunen selbst tragen. Die beiden Container sollen auf den Pfortenwiesen aufgestellt werden.

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