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Im zweigruppigen Oberselterser Kindergarten gibt es genügend Platz in den Gruppenräumen, aber keine Funktionsräume, zum Beispiel zum Schlafen. fotos: Petra hackert

Oberselters: Mehr Platz für die Kinder

  • vonPetra Hackert
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Kita-Anbau soll Anfang nächsten Jahres fertig werden

Die Bodenplatte liegt, jetzt kann man sich in etwa vorstellen, wie groß die Erweiterung des Oberselterser Kindergartens einmal wird. Und dass es Besonderheiten gibt. Eine ist der alte Ahornbaum, der stehenbleiben durfte, weil darum herum gebaut werden kann. "Unser Sachbearbeiter für Grünflächen Gerd Schmidt hat sich sehr dafür eingesetzt", erklärt der Bad Camberger Bauamtsleiter Jan Pieter Subat. Eine weitere Besonderheit entsteht durch die Hanglage, die dazu führt, dass möglicherweise eine kleine Höhle unterhalb des Anbaus entsteht. Das wird sich zeigen, wenn das Außengelände neu modelliert wird. Ein Traum für die Kinder beim Spielen.

Eine kleine Kita mit zwei Gruppen

Rund 350 000 Euro wird in die Erweiterung der Kindertagesstätte "St. Antonius" in Oberselters investiert. Sie ist zweigruppig, das Gebäude stammt aus den 70ern, und der Anbau tut not. "Es gibt dort ausreichend Platz für die Gruppenräume, aber Funktionsräume fehlen und eine Toilette", erläutert der Stadtbauamtsleiter auf der Baustelle. Das WC für die Kinder ist in Ordnung, die Erwachsenen (Personal und Besucher) teilen sich eines, das gleichzeitig die Behindertentoilette ist - dafür eigentlich auch zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Hier muss dringend etwas geschehen, und das ist durch den Anbau möglich.

Doch es gibt noch mehr zu verändern: Funktionsräume fehlen völlig. Die entstehen nun im etwa 75 Quadratmeter großen Erweiterungstrakt. "Essensraum, Schlafraum, Intensivraum und WC sowie ein überdachter Freisitz", nennt Subat die Bedürfnisse, die bald im Anbau erfüllt werden können. Der Intensivraum soll allen Kindern gleichermaßen als Atelier zur Verfügung stehen. Ein mobiles Trennwandsystem zwischen Essensraum und Atelier macht zukünftig eine flexible Raumnutzung möglich.

Die Kostenaufteilung: 2020 hat die Stadt Bad Camberg 250 000 Euro für die Maßnahmen bereitgestellt, 2021 noch einmal 100 000 Euro. Das Projekt wird mit 75 000 Euro im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsfonds Limburg-Weilburg" unterstützt.

Spielbereich außen wird neu gestaltet

Begzugsfertig sollen die neuen Räume Anfang des nächsten Jahres sein. Außerdem muss die Außenanlage ertüchtigt werden, sprich, die Dämmung erneuert werden. Und die Erdarbeiten schließen sich an. Der Spielbereich außen wird komplett neu gestaltet.

Die Planung der gesamten Maßnahme hat das Stadtbauamt übernommen. Eine der Aufgaben von Architektin Jutta Krüger, die das Team seit März verstärkt. Damit beschäftigen sich die Bad Camberger zurzeit mit drei Kindergarten-Baustellen: Die größte, der Neubau in Erbach, wird demnächst bezogen. Parallel dazu laufen die Ausführungsplanungen in Würges. Mit der Erweiterung des Spatzennestes in Würges soll nach Genehmigung des Haushalts 2021 begonnen werden. Von Petra Hackert

Der Ahornbaum kann stehen bleiben.
BauamtsleiterSubat zeigt: Der Anbau entsteht in Hanglage.

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