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Die Jüngsten (die Vier- und Fünfjährigen) starten zuerst.

Rotary-Stadtlauf

Über 1000 rannten durch Bad Camberg

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Der Stadtlauf hat die 1000er-Marke geknackt: Um 13.23 Uhr meldete sich Holger Schaus an. Prompt gratulierten Ulrich Menken (Rotary) und TG-Vorsitzender Stefan Schütz dem perplexen Bad Camberger. Damit hätte er nicht gerechnet. Witzig: Sein Vater, Stadtverodnetenvorsteher Heinz Schaus, war gestern Schirmherr der Großveranstaltung.

Mit der 1000. Anmeldung war gestern noch lange nicht Schluss. Bis eine halbe Stunde vor dem nächsten Start konnten sich die Läufer melden, und es wurden immer mehr. Am Schluss waren es 1011, und es hat sich für alle gelohnt. Der dritte Rotary-Stadtlauf, eine Gemeinschaftsaktion von Rotariern, Turnverein, Sportverein und WSC Bad Camberg, hat sich als teilnehmerstärkster Wettbewerb an der Spitze der Sportveranstaltungen im Kreis Limburg-Weilburg etabliert. Rund 140 Helfer waren im Einsatz. Der Erlös des Benefizlaufs wird schwerpunktmäßig der Kinder- und Jugendarbeit der drei beteiligten sporttreibenden Vereine zugute kommen.

Wir blenden zurück zum Mittag: Emma (5) ist ganz aufgeregt. Gemeinsam mit ihrer Freundin Mila wird sie zum ersten Mal am Stadtlauf teilnehmen. Zusammen mit den anderen bringen sie sich im Amthof-Innenhof in Form. Warm-up mit Jeannette Truhöl und Kevin Isermeyer. „Seid Ihr bereit?“ Ein kräftiges „Jaaa“ aus vielen Kinderkehlen schallt ihnen entgegen. Yannis, Niklas und Noah sind nicht mehr zu bremsen. Die Jungs entwickeln eine Art Tanz zum Aufwärmen – so gut, dass die drei gleich auf die Bühne gerufen werden. Das müssen sie allen zeigen. Die Kinder kommen in Form.

Schon jetzt steht fest: Die Atzelschule hat die stärkste Schülergruppe gemeldet. Die Kinder sind gespannt, wollen am liebsten gleich loslegen. Lara (7) erzählt nach ihrem Lauf: „Es hat gut geklappt.“ Emely (4) hat sie angefeuert, denn ihre Freundin ist zum ersten Mal gestartet. Schon jetzt weiß sie: Das will sie wieder machen.

Die Stimmung ist enorm. Rotary-Präsident Ralf Hofmann, TG-Vorsitzender Stefan Schütz, SV-Vorsitzender Herbert Falkenbach jr. und WSC-Vorsitzender Michael Wirsing sind unermüdlich im Einsatz, Letztere an den leuchtend gelben Ordner-Westen gut zu erkennen. So wie 140 weitere Helfer. Sonst wäre die Großveranstaltung nicht zu stemmen. Die Teilnehmer sind diszipliniert. Trotzdem sagt Bernd Heinen am Mikrofon mehrmals durch: Bitte nach der Ziellinie Platz lassen. Alle Läufer sollen ankommen, und das möglichst schnell.

Die Bambinis sind gestartet, gut bei der Sache. Sie laufen 500 Meter. Das ist eine Runde. Nach zwei Minuten, 58 Sekunden steht fest: Siegerin ist Liehem Asfaha (Kita Rappelkiste), den Hauch von einer Sekunde Schneller als der schnellste Junge, Joel Kühl, aus Linden. Weiter geht es mit dem Kinderlauf der Fünf- und Sechsjährigen. Bis am Nachmittag die Nordic-Walker als letzter Gruppe starten, bleibt die Stimmungskurve oben. Bürgermeister Jens-Peter Vogel und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus (beide SPD) geben immer wieder das Startsignal, feuern an. Gutgelaunt wird losgelaufen. Am Schluss werden die beiden selbst mit einsteigen – inmitten der Nordic-Walker. Auch die Startnummer 1 ist wieder da: Die gehört traditionell Altbürgermeister Wolfgang Erk (SPD). Die beiden Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister (CDU) und Tobias Eckert (SPD) laufen mit. Zur Sport-Prominenz gehören Gerhard Nießner und Elke Leimpek (unter anderem). Als älteste Teilnehmer werden Brigitte Thies (Jahrgang 1941) und Gebhard Krones (Jahrgang 1932) geehrt. Die Altersspanne reicht also von vier bis 86. Während die einen starten, machen sich die Nächsten warm. Wer fertig ist, kann sich beim Kneipptag entspannen, im Kurpark wieder Kraft tanken.

Zeitdruck gibt es nicht, obwohl natürlich bis zum Deutschland-Spiel der Fußballweltmeisterschaft alles „gelaufen“ sein muss. Das klappt locker. Alle sind mit Feuereifer dabei, und für die Bad Camberger steht am Ende ganz klar fest: Im nächsten Jahr muss es wieder einen Stadtlauf geben!

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