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Der Hartplatz soll zum Kunstrasenplatz umgebaut werden. Im Hintergrund das Vereinsheim des SV Bad Camberg.

Umsetzung im Jahr 2022

Unterstützung für Kunstrasen-Pläne

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Die Stadt Bad Camberg unterstützt den Sportverein der Kernstadt in seinem Vorhaben, den bestehenden Hartplatz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Dafür soll ein Anspardarlehen abgeschlossen werden, so dass im Jahr 2022 eine Summe von 200 000 Euro zur Verfügung steht.

In Oberselters und Würges gibt es ihn bereits, in der Kernstadt noch nicht. Die Stadt steht einem Kunstrasenplatz positiv gegenüber – hat sie bereits auf Antrag der CDU signalisiert. Die Verwaltung hat außerdem Gespräche mit dem Landkreis als Eigentümer des Platzes geführt. Ergebnis: Der Kreis sehe zurzeit keine Veranlassung, an der derzeitigen Nutzung etwas zu ändern. Der Hartplatz werde für den Schulsport nicht benötigt. Daher plane der Landkreis auch keine größeren Instandhaltungskosten oder Sanierungsarbeiten.

Der Kreis könne einen Förderbetrag von maximal 15 000 Euro in Aussicht stellen. Mehr komme nicht in Frage, da die Anlage fast ausschließlich vom Fußballverein genutzt werde. Allerdings können weitere Zuschüsse beim Land Hessen beantragt werden. Der Sportverein könnte, wie schon vor drei Jahren angeboten, einen langfristigen Pachtvertrag über mindestens 25 Jahre erhalten, damit er die Fördermöglichkeiten ausnutzen kann.

Nun wurde auch ein Kauf des Geländes angeboten – für 550 000 Euro, so der aktuelle Bilanzwert. Zuletzt waren die Pfortenwiesen wegen des Streits nach der Kerb (Schäden auf der Wiese) im Gespräch, jetzt geht die Planung weiter. Die Stadt möchte das Gebiet entwickeln und hatte deshalb bereits vor drei Jahren eine Veränderungssperre für den Bereich Jahnstraße/Pfortenwiesen beschlossen. Dies ist nötig, um Maßnahmen zu verhindern, die den städtischen Absichten zuwiderlaufen.

Diese Sperre hat die Stadtverordnetenversammlung jetzt um ein weiteres Jahr verlängert. Der Grund: Die städtischen Planungen sind noch nicht so weit fortgeschritten wie gewünscht. „Im ersten Planungsschritt ist eine Kontaktaufnahme mit allen betroffenen Eigentümern nötig“, erläutert Stadtbauamtsleiterin Bärbel Stillger.

Hier gab es Probleme, denn aufgrund von verschiedenen Eigentümerwechseln und Todesfällen haben diese Gespräche noch nicht wie beabsichtigt stattfinden können. Außerdem muss eine ganze Reihe von Belangen berücksichtigt werden.

Dazu gehören der Lärmschutz, die Nähe zur Sporthalle, der Wasserschutz (das Überschwemmungsgebiet), die Nutzungen der Wiese unter anderem für die Ferienspiele und die Kerb, der Wohnmobilstellplatz und die öffentlichen Parkflächen, das DRK, das dort sein Vereinsheim hat. Das Thema ist komplex.

Daher lädt die Stadt Bad Camberg alle betroffenen Eigentümer und Anlieger für Freitag, 2. März, ein, um über eine mögliche Neustrukturierung (auch der Eigentumsverhältnisse) abzustimmen.

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