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Wer macht mit bei der Spurensuche?

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Von: Petra Hackert

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Diese Federzeichnung von Oberselters, der Talblick nach Süden, hat der Literaturwissenschaftler Reinhard Pabst von seinem ehemaligen Kunstlehrer Peter Albrecht als Geschenk erhalten.
Diese Federzeichnung von Oberselters, der Talblick nach Süden, hat der Literaturwissenschaftler Reinhard Pabst von seinem ehemaligen Kunstlehrer Peter Albrecht als Geschenk erhalten. © privat

Wer möchte Erinnerungen teilen?

Acht Ortschaften im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung feiern 2022 ihre erste urkundliche Erwähnung vor 1250 Jahren: Die Limburger Stadtteile Lindenholzhausen und Ahlbach, im Norden des Landkreises Oberweyer und Dorndorf, im Süden Niederbrechen, Oberbrechen, Niederselters und Oberselters. Die Nassauische Neue Presse startet aus diesem Anlass eine Serie und hofft auf möglichst breite Beteiligung ihrer Leser.

Den Anstoß gab der Literaturexperte Reinhard Pabst, der aus Oberselters stammt. Die Idee: Wer hat ein schönes Foto oder Bild aus der Vergangenheit, Erinnerungen, die er mit anderen teilen möchte, und die kleine Anekdoten oder Überlieferungen aus den jeweiligen Ortschaften beinhalten?

Reinhard Pabst zum Beispiel hat eine Zeichnung von Oberselters, die ihm besonders ans Herz gewachsen ist; dies gleich aus zwei Gründen. Zum einen ist es eine exakte Arbeit, zum anderen hat sie ihm sein ehemaliger Kunstlehrer geschenkt. Schon das ist eine kleine Geschichte, die er gerne erzählt: "Die Reproduktion einer seltenen Ansicht von Oberselters hat mir vor vielen Jahren ein inzwischen verstorbener Freund, Peter Albrecht (1940 - 2020), geschenkt, der früher mal mein Kunstlehrer an der Tilemannschule gewesen ist. Seine spätere Frau, ,die Frollein Brix', ist in den 60er Jahren Lehrerin an der Volksschule in Obernseldersch gewesen und kann sich noch an viele ihrer Schüler/innen erinnern, die heute alle über 60 sind (Hilmar Pabst & Co.)."

Zweites Gleis verweist auf Jahr der Zeichnung

Wer die Federzeichnung angefertigt hat, ist leider unbekannt. "Das Bild kann aber nicht vor 1914 entstanden sein, da die Bahnstrecke zwischen Camberg und Niederselters meines Wissens erst 1913 ein zweites Gleis erhielt, das man auf dem Bild wenigstens angedeutet erkennen kann. Mein Opa (1897 - 1974) hat mir noch von diesen Bauarbeiten ,en Simmsche' (im Sümpfchen) erzählt, als ich ungefähr neun Jahre alt war (1972)", rätselt Reinhard Pabst.

Jetzt zu Ihnen, liebe Leser: Haben Sie auch ein Bild oder eine Fotografie, eine schöne Begebenheit, die Sie erzählen können und an der andere teilhaben sollten? Bitte schicken Sie dies an die E-Mail-Adresse nnp@fnp.de. Das Stichwort ist der jeweilige Ortsteil, der in diesem Jahr die 1250-Jahr-Feier begeht. Wer weiß, vielleicht kann ja sogar jemand bei der Pabst'schen Federzeichnung weiterhelfen und einen Tipp geben, von wem sie stammt?

Wenn Sie nicht über die Möglichkeit verfügen, eine E-Mail zu schicken: Vielleicht gibt es in der näheren Verwandtschaft oder im Freundeskreis jemanden, der es für Sie übernehmen kann? Unter (0 64 31) 29 43 54 beantworten wir gerne weitere Fragen. petra hackert

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