"Bauer sucht Frau"

Bauer sucht Liebe des Lebens

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Bauer Gregor ist ein stattlicher, reifer Mann. Er hat einen landwirtschaftlichen Betrieb in der idyllischen Umgebung von Limburg. Was ihm fehlt, ist die Frau an seiner Seite. Die möchte er jetzt über die RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ finden.

Damit es von vornherein kein Missverständnis gibt: Bauer Gregor hat nichts gegen Frauen aus dem Nassauer Land. Im Gegenteil. Wenn er die Richtige zwischen Weilburg, Hundsangen oder Bad Camberg finden würde, wäre er glücklich. Nur, diese eine zu finden, ist schwer und ihm in seinem bisherigen Leben nicht gelungen. Deshalb hat sich der 66-jährige Landwirt bei der vom Privatsender RTL produzierten Sendung „Bauer sucht Frau“ beworben. Er will in seinem Leben „noch einmal richtig durchstarten“, sagt er, „und zwar zu zweit“. Deswegen macht er beim Fernsehen mit. Bekannte hatten ihn auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, und „warum nicht“, dachte er. „Man muss die ganze Sache ein bisschen locker angehen“, mit Humor, aber ohne sich zum Gespött machen zu lassen.

Die passende Frau zu finden, war für Landwirte schon immer schwierig, erzählt der groß gewachsene, kräftige Mann, dessen Haar ein wenig zu jugendlich blond wirkt. Er ist in der Landwirtschaft groß geworden und hat früh begriffen, dass von einer Bauersfrau verlangt wird, „nicht nur den Küchenhaushalt zu führen, sondern auch im Betrieb tätig zu sein“. Für diese Belastung seien aber nicht viele Frauen geeignet. Und Bauer Gregor findet, „das müssen sie auch gar nicht“.

Er jedenfalls sucht eine Frau, nicht unbedingt eine Bäuerin. Seine Herzdame braucht nicht in den Stall zu gehen. Sie soll sich in seiner Gegenwart wohl fühlen, an seiner Seite soll sie „Stress abbauen“, um in ihrem Berufsleben kraftvoll bestehen zu können. Das ist seine Vorstellung vom Miteinander: Er bleibt Landwirt, und sie kann ihrem Beruf weiterhin nachgehen, „ihren Außenbereich behalten“. Allerdings, räumt Gregor ein, muss ihre Tätigkeit Niveau haben. Ein graues Mäuschen, eine kleine Verkäuferin – das ist nichts für ihn. Schließlich stellt er etwas dar, und das soll seine Partnerin auch.

Um die äußere Erscheinung geht es schon auch ein bisschen. Nicht kleiner als 163 Zentimeter soll sie sein, zwischen 40 und 55 Jahre alt, und auf keinen Fall darf sie Sommersprossen haben oder rote Haare. Das gefällt ihm nicht. Eine „Frau mit Ambiente“ wünscht er sich, mit „viel PS“, die „mit Schwung um die Kurve kommt“.

Das will er auch. „Weiterkommen im Leben“ lautet sein Motto, betont Bauer Gregor. Das war schon immer wichtig für ihn. Schon als sehr junger Mann, als er mit gerade einmal 17 Jahren nach Belgien gefahren ist und dort sein erstes Tier gekauft hat, um sich fortan als Züchter zu bewähren. Das war er lange Zeit. Dann verlegte er sich auf Pferde, die er auf seinem Hof hält, und die er liebt.

Natürlich wäre es schön, wenn seine künftige Freundin diese enge Verbundenheit mit Natur und Tieren ebenfalls empfinden würde, sagt er. So etwas könne sich ja entwickeln und wird es auch, wenn alles andere stimmt, ist der Landwirt überzeugt. Alles andere, das ist zum Beispiel der ehrliche Charakter, den seine Partnerin haben muss. Offen und aufrichtig muss sie sein. Pech in der Liebe hat er bereits erlebt. Zehn Jahre ist das her. Das darf sich jetzt nicht wiederholen. Zum ehrlichen Charakter gehört auch Respekt, formuliert Bauer Gregor weiter. Er respektiere seine Umwelt und möchte ebenso behandelt werden. Das sei doch klar. Außerdem unverzichtbar sei für ihn eine ordentliche Portion Humor. Den habe er auch. Er mache allen Blödsinn mit, solange niemand zu Schaden kommt.

Und das soll künftig alles zu zweit stattfinden oder – wie Gregor es ausdrückt: „Ich will das Junggesellenleben nicht mehr allein führen.“ Seine Pferde, die Kutschfahrten durch die Natur, das sei zu zweit noch besser, ist er sich sicher. Auch das kulturelle Leben ließe sich als Paar noch intensiver pflegen. Ja, sagt er, er weiß, dass man Landwirten kein kulturelles Interesse zutraut. Aber er habe sich gewandelt, schaue über den Tellerrand und die Grenzen seines Hofes hinaus und habe schon lange einen „weitschauenden Blick“ gehabt. So gehe er beispielsweise sehr gerne zum Tanzen. Aber eine Bedingung an seine Partnerin sei dieses Hobby nicht. Denn auch gemeinsame Abende vor dem Fernseher mit „einem Glas Rotwein und Kuscheln auf dem Sofa“ stellt er sich gemütlich vor. Warum sollte das nicht klappen?

Wenn die Richtige kommt, „halte ich die Hände auf“, sagt Bauer Gregor und hebt seine großen Hände, denen man ansieht, dass sie schon sehr viel gearbeitet haben. Er wäre bereit. Auch für eine Hochzeit, „wenn das ganze Paket stimmt“. Die neuen Folgen von „Bauer sucht Frau“ sendet RTL ab September dieses Jahres.

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