Beschluss der Gemeindevertretung

Beselich hat nun „Georg-Leber-Halle“

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Die Sporthalle Obertiefenbach heißt ab sofort „Georg-Leber-Halle“. Das hat die Gemeindevertretung einstimmig beschlossen. Damit würdigt die Gemeinde Beselich ihren 2012 verstorbenen Ehrenbürger.

Der Sozialdemokrat Georg Leber wurde 1920 in Obertiefenbach geboren und machte nach dem Zweiten Weltkrieg Karriere als Gewerkschafter und Politiker. Von 1966 bis 1978 war er Bundesverkehrsminister, Postminister und zuletzt Verteidigungsminister. Dem Deutschen Bundestag gehörte er bis 1983 an, zuletzt als dessen Vizepräsident.

Mit „Schorsch“ Leber, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Jahn, werde einer der bedeutendsten Söhne der Gemeinde Beselich geehrt. Bis zu seinem Tode habe er die Verbindung zu seiner Heimatgemeinde Obertiefenbach gehalten, die ihm bereits im Jahr 1969 die Ehrenbürgerwürde verliehen hatte. Die Benennung der Sporthalle nach Georg Leber geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion zurück.

„Wir wollen uns gerne an eine außergewöhnliche Person erinnern“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Theo Schneider. Zumal Georg Leber viel für die Gemeinde Beselich getan habe. „Wir können stolz darauf sein, einen so bedeutenden Politiker gehabt zu haben.“ Leber sei beliebt gewesen – über die Parteigrenzen hinweg.

Der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste Bernd Litzinger sagte, seine Fraktion tue sich zwar schwer mit der Benennung von Straßen, Plätzen und Gebäuden nach Personen, im Falle von Georg Leber mache man aber eine Ausnahme. Denn sein guter Ruf sei unbestritten. Matthias Schenk, Fraktionsvorsitzender der Neuen Mitte, erinnerte daran, dass Georg Leber der Gemeinde Beselich, vor allem in Berlin, immer wieder Türen geöffnet habe, die eigentlich verschlossen waren.

(goe)

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