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Beselich: Photovoltaik auf Kitas und Bürgerhäusern

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Auf dem Grünstreifen zwischen Rad-/Fußgängerweg und Fahrbahn an der K459 westlich von Obertiefenbach wünschen sich die Beselicher Gemeindevertreter eine Baumallee.
Auf dem Grünstreifen zwischen Rad-/Fußgängerweg und Fahrbahn an der K459 westlich von Obertiefenbach wünschen sich die Beselicher Gemeindevertreter eine Baumallee. © Kerstin Kaminsky

Aktionsplan zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung

Beselich -Bei ihrer jüngsten Sitzung haben die Beselicher Gemeindevertreter einstimmig die ersten Schritte eines Aktionsplans beschlossen, mit dem die Kommune mittelfristig klimaneutral werden möchte. Über die jetzigen Festlegungen hinaus wird der Maßnahmenkatalog jährlich fortgeschrieben.

Der mit der Landesenergieagentur Hessen (LEA) abgestimmte Aktionsplan enthält konkrete Maßnahmen und Projekte zur Reduzierung von Treibhausgasimmissionen und zur Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen für den Zeitraum bis 2026.

So sollen noch in diesem Jahr Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Kindergärten und Bürgerhäuser in Schupbach und Niedertiefenbach installiert werden, die etwa 70 Prozent der Strombedarfe decken. Zudem ist geplant, die Gruppenräume der beiden gemeindlichen Kitas mit Wärmerückgewinnungs-Anlagen auszustatten, die das Raumklima verbessern und Heizkosten reduzieren.

Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Kläranlagen Obertiefenbach und Schupbach folgen 2023. Eine Studie zum Potential der Energieeffizienz der Kläranlagen soll zudem aufzeigen, welche weiteren Klimaschutzmaßnahmen sich hier umsetzen lassen. Absehbar sollen außerdem alle Fahrzeuge des Bauhofs auf alternative Antriebe umgestellt sein.

Flächen für Blühwiesen ermitteln

Darüber hinaus werden ab Herbst dieses Jahres geeignete gemeindeeigene Flächen zur Errichtung von Blühstreifen und -wiesen ermittelt. Diese Flächen werden in Kooperation mit heimischen Landwirten und ortsansässigen Vereinen hergerichtet.

"Die Ziele des Aktionsplans sind richtig und alternativlos", so der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Jahn. Deshalb gehe man da gerne mit. Doch reiche es nicht aus, die Gemeinde auf den Weg zur Klimaneutralität zu führen. Da müsse man in Zukunft noch weitaus ambitionierter rangehen.

Ein Vorschlag in diese Richtung unterbreitete die CDU mit ihrem Antrag auf Anlegung einer Baumallee entlang des Fußgänger- und Radweges westlich von Obertiefenbach. Es sei schön, dort die landwirtschaftlich genutzten Felder zu sehen, die Blühwiesen und christlichen Denkmäler am Wegrand und die gradlinig gesetzten Linden. "Diese Baumreihe beginnt allerdings erst auf dem Gebiet von Oberweyer", bedauerte Theo Schneider. Dabei sei der Grünstreifen zwischen Straße und Fußgänger-/Radweg auch auf Beselicher Gemarkung breit genug, die Bepflanzung fortzusetzen. Von dieser Maßnahme können Insekten und andere Tiere ebenso profitieren wie das Landschaftsbild. Außerdem sei jeder einzelne neue Baum ein Gewinn für das Klima.

Norbert Bandur (Bürgerliste) begrüßte die Idee. Allerdings müsste neben Details zu den Anschaffungskosten auch geklärt werden, ob das Anpflanzen einer Baumreihe Leitplanken nötig macht. Michael Jahn (SPD) schlug vor, Möglichkeiten der Bezuschussung durch den Zukunftsfonds des Kreises zu prüfen. "Das könnte die Kosten immerhin zu Teilen decken", sagte er.

Dem Antrag der CDU, dass der Gemeindevorstand das Anlegen der Baumallee am Rande der K 459 in Abstimmung mit Hessen Mobil prüfen möge, stimmten die Gemeindevertreter einmütig zu.

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