Erster Spatenstich vor symbolträchtiger Kulisse in Heckholzhausen: Neben Mitarbeitern der Baufirmen starteten Breitband-Koordinator Martin Rudersdorf (4. v. li.) Landrat Michael Köberle (Mitte), Bürgermeister Michael Franz (4. v. r.) und Martin Schulz, Leiter des Teams Telekom Limburg (2. v. li.) den Glasfaserausbau.
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Erster Spatenstich vor symbolträchtiger Kulisse in Heckholzhausen: Neben Mitarbeitern der Baufirmen starteten Breitband-Koordinator Martin Rudersdorf (4. v. li.) Landrat Michael Köberle (Mitte), Bürgermeister Michael Franz (4. v. r.) und Martin Schulz, Leiter des Teams Telekom Limburg (2. v. li.) den Glasfaserausbau.

Schnelles Internet

Beselich: Telekom startet Glasfaserausbau in Beselich

  • Rolf Goeckel
    VonRolf Goeckel
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Erster Spatenstich für schnelles Internet - 2900 Haushalte können angeschlossen werden

Heckholzhausen -Die Kulisse war mit Bedacht gewählt: Die alte Dampflokomotive der Kerkerbachbahn in Heckholzhausen stand einst für technische Neuerung in der Region - am Montagnachmittag hielt der Fortschritt erneut Einzug in die Gemeinde Beselich: Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurde der Baustart für den Ausbau des Glasfasernetzes in allen vier Ortsteilen der Kommune vollzogen. Bis spätestens Ende 2022 sollen 2900 Haushalte die Möglichkeit erhalten, sich an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom anzuschließen. Mit Glasfaser bis ins Haus sollen dann Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem GBit/s möglich sein.

Die große Bedeutung des Glasfaserausbaus unterstrich Landrat Michael Köberle (CDU): "In der Pandemie haben wir erneut festgestellt, wie wichtig schnelle und stabile Internetverbindungen sind", sagte er. Neben Homeoffice und Homeschooling habe ein gutes Netz auch für die Freizeit einen immer höheren Stellenwert. Der Chef der Kreisverwaltung freute sich, dass der Landkreis Limburg-Weilburg beim Glasfaserausbau schon jetzt dort sei, wo viele andere Kreise gerne wären. In vier Jahren bereits sollen sämtliche Ortschaften an das Glasfasernetz angeschlossen worden sein. Und auch beim Ausbau der 5G-Technologie im Mobilfunk werde es zügige Fortschritte geben, kündigte er an. Köberle bedauerte allerdings, dass es nicht möglich gewesen sei, den Ausbau des Glasfasernetzes im Kreis aus einer Hand zu erledigen, so dass es nun vier Anbieter gebe.

Auch der Beselicher Bürgermeister Michael Franz (parteilos) begrüßte den technischen Fortschritt in seiner Kommune: "Der Anschluss der Gemeinde Beselich an das Glasfasernetz ist ein weiterer Schritt, unsere Bürger optimal digital zu versorgen." Der Ausbau bringe der Kommune einen Standortvorteil und eröffne den Bürgern viele neue Möglichkeiten im beruflichen und privaten Bereich. Besonders erfreut zeigte sich Franz über die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom. Die Gemeinde werde alles tun, das Unternehmen bei dem Ausbau zu unterstützen, sagte Franz.

Über eine große Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen berichtete Martin Schulz, bis vor kurzem Erster Beigeordneter der Gemeinde Beselich und bei der Telekom zuständiger Leiter des Teams Breitband Limburg. "Die Anschlüsse gehen weg wie geschnitten Brot", so Schulz, der von einer aktuellen Vermarktungsquote von deutlich mehr als 50 Prozent berichtete.

180 Kilometer Kabel, 39 Netzverteiler

Besonders auf dem Lande sei es wichtig, so Schulz, über schnelles Internet zu verfügen, um Anwendungen wie Homeoffice und Homeschooling in ausreichender Geschwindigkeit zu ermöglichen. Bei dem jetzt begonnenen Ausbau endet, so Schulz, das Glasfaser-Kabel nicht mehr wie bisher im Verteilerkasten am Straßenrand, sondern muss bis ins Gebäude gezogen werden. "Dafür brauchen wir die Genehmigung der jeweiligen Eigentümer." Wer sich bis zum 31. Dezember meldet, bekomme den Glasfaser-Anschluss kostenlos von der Telekom. Die Immobilie könne später immer noch angeschlossen werden, dieser Anschluss müsse dann aber aus eigener Tasche bezahlt werden. Außerdem könnten notwendige Genehmigungen für Tiefbauarbeiten den Anschluss verzögern. "Wir bauen mit Licht im Rücken", sagte Schulz. "Das heißt, zwischen Ausbauankündigungen, Bau und Buchbarkeit vergehen nur wenige Monate." Bis Ende 2022 will das Unternehmen in den vier Beselicher Ortsteilen 180 Kilometer Glasfaser und 39 Netzverteiler gebaut haben. Täglich sollen 200 bis 250 Meter Kabel verlegt werden. Der Eingriff in Straßen und Bürgersteige soll so schonend wie möglich erfolgen, sagte Schulz. Insgesamt seien 45 Kilometer Tiefbauarbeiten geplant. Das Investitionsvolumen für Beselich bezifferte Schulz mit rund sechs Millionen Euro.

Eigentümer im Ausbaugebiet können sich die Glasfaser-Anbindung ihrer Immobilie ab sofort sichern: Online unter telekom.de/ jetzt-glasfaser oder telefonisch unter 08 00 22 66 100. Auch wer zur Miete wohnt, kann jetzt schon einen Glasfaser-Anschluss buchen. Die Telekom wird dann mit den Vermietern Kontakt aufnehmen und klären, wie die Glasfaser ins Haus kommt.

Zwei Mitarbeiter der Telekom sind außerdem in Beselich unterwegs, um direkt an der Haustür zu beraten oder um die Gestattung zur Verlegung der Glasfaser in das Gebäude einzuholen. Auf Wunsch können Interessierte ihren persönlichen Beratungstermin auch selbst unter 0 16 28 75 07 05 vereinbaren. Darüber hinaus plant die Deutsche Telekom am Donnerstag, 4. November, 19 Uhr, eine digitalen Bürgerinformationsveranstaltung. Über folgenden Link erhalten Interessierte Informationen und Zugang zur Veranstaltung: magenta-iv.de.

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