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Hessenmeisterschaft: Jörg Scheuer würfelt am besten

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Von: Tobias Ketter

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Die Veranstalter der Jule-Hessenmeisterschaft hatten am Ende das Vergnügen, die Pokale und Urkunden an die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu überreichen.
Die Veranstalter der Jule-Hessenmeisterschaft hatten am Ende das Vergnügen, die Pokale und Urkunden an die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu überreichen. © Klaus-Dieter Häring

Team aus Neesbach gewinnt Mannschaftwertung

Obertiefenbach -Spannende Duelle an den Spieltischen und ausgelassene Stimmung rund um das Bürgerhaus von Obertiefenbach: Die 7. Jule-Hessenmeisterschaft hatte allerhand zu bieten. Das in der Region sehr beliebte Würfelspiel lockte rund 170 Teilnehmer und zahlreiche Zuschauer in die Gemeinde Beselich. Nach zweijähriger Corona-Pause war den Spielern die Freude und Begeisterung mehr denn je anzusehen.

Nach fünf Vorrunden, dem Halbfinale und dem Finalspiel konnte Jörg Scheuer den Sieger-Pokal in die Höhe strecken. Er darf sich nun offiziell Jule-Hessenmeister nennen. In einem dramatischen Endspiel erreichte Timo Hofmann den zweiten Platz. Das Siegerpodest komplettierte Yannik Hölzer. Die Mannschaftswertung ging an das Team "Würfelelite II" aus Neesbach, zu dem auch der in der Einzelwertung Zweitplatzierte Timo Hofmann gehörte. "Die 3 lustigen 2" aus Beselich und die Mannschaft "Cramberg 1" folgten auf den Plätzen zwei und drei. Jule-König wurde Tobias Ketter aus Münster. Ihm gelang es, 40 Mal eine Jule zu werfen. Dabei handelt es sich übrigens um die Kombination eins, zwei und vier, die mit den drei Würfeln in maximal drei Würfen zusammengebaut werden muss. Als beste weibliche Spielerin wurde Hannelore Holland-Letz ausgezeichnet.

"Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Es war ein gelungenes Turnier, und die Leute waren richtig gut drauf", sagte Andreas Geis vom Jule-Club "Et langt net", der die zweitgrößte Landesmeisterschaft in Deutschland Jahr für Jahr veranstaltet. Das einzige kleine Problem seien einige spontane Absagen von angemeldeten Teilnehmern gewesen. Dadurch habe man die Besetzung der Spieltische etwas umstrukturieren müssen. Geis und seine Würfelkameraden wollen auch im kommenden Jahr die Jule-Hessenmeisterschaft veranstalten. Dann aber wieder im April, wie es vor der Corona-Pandemie üblich war.

Die Mutter beim Frühstück überredet

Marcel Nickel von der Mannschaft "Die Glücksbierschiss" aus Münster war nach der Vorrunde der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten. Allerdings musste er sich dann im Halbfinale, welches aus den 16 besten Vorrunden-Teilnehmern bestand, geschlagen geben. "Natürlich wollte ich gewinnen, aber die Geselligkeit steht im Vordergrund", sagte Nickel, der bislang bei jeder Auflage der Meisterschaft mit dabei war. Der 30-Jährige wurde in seinem Team unter anderem von seiner Mutter Ulla Nickel unterstützt. "Ich habe sie heute Vormittag am Frühstückstisch dazu überredet mitzuspielen, da ein Spieler unserer Mannschaft wegen Corona absagen musste", berichtete der Münsterer. Der Jule-Anfängerin Ulla Nickel habe das Turnier eigenen Angaben zufolge großen Spaß gemacht. "Die Meisterschaft war super organisiert, und man hat viele nette Leute getroffen", sagte die 55-Jährige.

Das bestätigte auch Tim Jäger, der mit einigen seiner Freunde aus Dauborn und Neesbach mitmachte. Ihm gelang es, ins Halbfinale einzuziehen. "Die Vielfältigkeit ist toll. Man sitzt mit so vielen verschiedenen Leuten an den Spieltischen", berichtete er. Mit seinem eigenen Ergebnis sei er recht zufrieden. "Es war schließlich meine erste Teilnahme an der Meisterschaft, aber das Finale hätte es dann doch sein dürfen", so Jäger weiter.

Natalie Jürgensen reiste extra aus Frankfurt an, um an dem Jule-Turnier teilzunehmen. "Ich bin durch meinen Freund zu dem Spiel gekommen und nun hier zum ersten Mal dabei", sagte sie. Jule sei für sie eine willkommene Abwechslung zum Pokern. "Mir geht es hier aber nur um den Spaß. Ich möchte einfach locker aufspielen", berichtete die 35-Jährige unmittelbar vor dem Turnier.

Natalie Jürgensens Freund Kai Jäger ist hingegen ein sehr erfahrener Jule-Spieler. Seit zehn Jahren dreht er regelmäßig den Würfelbecher um. "Ich spiele bei der Meisterschaft mit, um mal vom Alltag abzuschalten und etwas anderes zu sehen", sagte der Kirberger, der nahezu bei allen Turnieren in der Region mitmacht. Der 45-Jährige habe sogar schon seinem zehnjährigen Sohn das beliebte Würfelspiel beigebracht. Er selbst sei durch seine Tischtennis-Abteilung zum Jule gekommen. "Früher haben ich mit meinen Teamkollegen nach den Spielen immer noch die ein oder andere Runde Jule gespielt", so Jäger.

Wer Interesse hat, das Würfelspiel zu lernen, findet übrigens im Internet auf der Homepage der Hessenmeisterschaft unter www.jule-hessenmeisterschaft.de ein detailliertes Regelwerk. Dort werden auch alle Ergebnisse und Ranglisten des Turniers veröffentlicht. tob

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