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Lieder für Frieden in der Ukraine und weltweit

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Das Ensemble Sonamento mit Co-Chorleiter Fabian Fante, der mit den Sängern ein neues Repertoire einstudiert hatte.
Das Ensemble Sonamento mit Co-Chorleiter Fabian Fante, der mit den Sängern ein neues Repertoire einstudiert hatte. © Weis, Yvonne

Benefizkonzert des MGV Germania 1867 Niedertiefenbach

Niedertiefenbach -Mit der beruhigenden, verlässlichen Gesangsart des Chores und dem frischen Wind des neuen Chorleiters Jonas van Baaijen hatte der Männergesangverein Germania 1867 Niedertiefenbach seinen ersten öffentlichen Auftritt. Für diesen Start hat sich der Verein etwas ganz besonders vorgenommen: Mit einem Benefizkonzert im Bürgerhaus wollten alle gemeinsam für den Frieden in der Ukraine und weltweit singen.

Alle Spenden gehen an die Aktion "Deutschland hilft" und sind für die ukrainischen Kriegsopfer bestimmt. Da passte auch der Liedtitel "Weit übers Meer. . ." von Wilhelm Heinrichs (1914-1995), der das Publikum weit hinaus in den gesanglichen Genuss des Abends trug. Alle Plätze im Saal waren voll besetzt, und das Publikum war vollends begeistert über das gelungene Konzert.

"Diese Männer haben den Gesang gelebt"

Abwechslungsreich und klassisch traditionell hatte sich der Gastgeber für das Lied "Frisch gesungen" von Friedrich Silcher oder das "Kuckuckslied" von Arnold Kempkens entschieden. Die humoristische Gesangszeile "...war der Kuckuck wieder da, weil der Jäger daneben geschossen hatte. . .", wurde noch schnell in den Liedtext eingeschoben - und die Zuschauer lachten laut auf. Zum Ende des gelungenen Konzertes wartete der MGV Germania noch mit einem etwas unbekannterer Lied auf: "Das Elternhaus" wurde um das Jahr 1900 von Franz Wiedemann gedichtet und von August Büchse vertont.

Auch Ehrungen gab es an diesem Abend. Seit 1952 singen Josef Hannappel und Heinz-Josef Stippler aktiv im Männergesangsverein Germania und wurden deshalb von Gerhard Voss, dem Vorsitzenden des Sängerkreises Limburg, ausgezeichnet. Auch Hans Leber, Karl-Heinz Nink und Georg Heymann erhalten eine Ehrung für ihre 60-jährige aktive Mitgliedschaft. "Diese Männer haben den Gesang gelebt und leben ihn noch immer. Sie können über die Dinge und Erlebnisse erzählen, die schöner sind, als ein Buch zu lesen", hob Gerhard Voss das jahrzehntelange Engagement der vier Sänger hervor. Der Frauenchor St. Marien aus Niedertiefenbach konnte leider krankheitsbedingt nicht auftreten.

Das Gastensemble "Sonomento" unter der Leitung von Jakob Deckers und (neu) Fabian Fante besteht erst seit fünf Jahren und ist der jüngste Chor der ehemaligen Domsängerknaben aus Limburg. "Wir freuen uns, für die Opfer singen zu dürfen", sagte Deckers, der passenderweise den nächsten Liedgesang "Verleih uns Frieden" von Georg Christoph Biller ankündigte. Mit facettenreichen, sakralen und mehrstimmigen Klängen interpretierten die jungen Männer Titel wie zum Beispiel "Pater Noster", "Engel" von Ramstein und "Dulaman", eine irische Volksweise über das Seegras von Michael Mc Glynn. Mit tosenden Applaus und Zugabe verabschiedeten die Musikbegeisterten das Ensemble in die Pause.

"Wie kann es sein", fragte die Chorgemeinschaft Wasenbach-Schönborn unter der Leitung von Thomas Leber im Anschluss. Seit fünf Jahren singt der Chor englische, traditionelle und populäre Gesangsstücke. Gerade "Now let me fly" von R. Lee Gilliam oder "Steal away" von Matthew Batholomew kamen gut an.

Der moderne Frauenchorgesang mit Dirigentin Jessica Burggraf stand bei "Chory Feen Staudt" an erster Stelle. Der Pop,-Jazz- und Gospelchor hatte sich für das Benefizkonzert vor allem schwungvolle Titel ausgesucht, so das 80er-Jahre-Medley von Kirby Shaw, "You say", "Don't stop believin'" von Christopher Hussey oder das deutsche Lied von Carmeni, Molella und Rizzato: "Liebe ist eine Rebellion". Yvonne Weis

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