Mehr Infos zu Kindern

  • vonRobin Klöppel
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Mehr Zahlen zur Auslastung der Kitas forderten die Beselicher Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung ein.

Die Beselicher Gemeindevertretung möchte mehr Infos über aktuelle Kinderzahlen, um die Kinderbetreuung künftig besser planen zu können. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde einstimmig bei nur einer Enthaltung von CDU-Seite angenommen. Die SPD möchte von der Verwaltung jährliche Zahlen zu den in Beselich erfolgten Geburten und den Kinderzahlen von bis zu drei Jahren nach Jahrgängen und Ortsteilen gegliedert. Weiterhin sollen, so Fraktionsvorsitzender Michael Jahn, jährlich Zahlen zur Auslastung der Kindertagesstätten und der Krippe sowie zur Frequentierung der unterschiedlichen Betreuungsmodelle vorgelegt werden.

Planungssicherheit

Jahn sagte, dass von der Gemeindespitze bereits vor Jahren angekündigt worden sei, die Gemeindevertreter künftig einmal jährlich mit diesen Informationen zu versorgen. Das sei aber bisher nur einmal erfolgt, stellte Jahn ernüchtert fest. Die SPD vertrete die Auffassung, dass entsprechende Informationen der Gemeindevertretung vorliegen müssten, um Planungssicherheit für Eltern, Kinder aber auch die Gemeinde zu haben. Nur bei Vorliegen solcher Informationen könne künftig gewährleistet werden, dass bei sich abzeichnenden Veränderungen der Jahrgangsstärke frühzeitig etwaige Alternativen erwogen werden könnten.

Bürgermeister Michael Franz (parteilos) erklärte, er habe bereits im November diese Informationen den Gemeindevertretern zugesichert. CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Theo Schneider war sich mit der SPD insofern einig, dass in Beselich künftig mehr auf Kinderzahlen, Kosten und Einsparmöglichkeiten geachtet werden müsse. Er warb aber um Vertrauen in Michael Franz, der von sich aus sicherlich einiges schneller erledigen werde, als es vorher im Rathaus gelaufen sei.

Die Gemeindeverwaltung habe aber eine Menge wichtiger Projekte abzuarbeiten. Wenn die Gemeindevertretung ständig Anträge stelle, die die Verwaltung Zeit kosteten, dürfe sich niemand wundern, wenn die Gemeinde insgesamt nicht vorankomme. Schneider hielt es daher für nicht zielführend, bereits vereinbarte Dinge noch einmal in der Gemeindevertretung einzubringen. Da die CDU in der Sache aber derselben Meinung sei, stimme sie dem Antrag zu, so der CDU-Sprecher. Bernd Litzinger, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, erklärte, Entscheidungen, die auf dem Sektor Kinderbetreuung getroffen würden, kosteten die Gemeinde viel Geld. Das Beispiel Lahn-Kinderkrippen habe gezeigt, dass die Mandatsträger frühzeitig umfassende Informationen bräuchten.

(rok)

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