I m Morgennebel wurde die Baustelle auf der Steinbacher Straße besichtigt.
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I m Morgennebel wurde die Baustelle auf der Steinbacher Straße besichtigt.

Großes Projekt in Obertiefenbach

Nach der Buddelei haben die Bürger 50 Jahre Ruhe

  • VonRobin Klöppel
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1,7 Millionen Euro für die Sanierung der Steinbacher Straße

Die Steinbacher Straße in Obertiefenbach wird auf einer Länge von 300 Meter von der Ecke Kreissparkasse bis zum Ortsausgang an der B 49 derzeit grundhaft erneuert. Bei der Gemeinschaftsmaßnahme von Hessen Mobil, Gemeinde Beselich und Syna GmbH auf der L 3022 werden Fahrbahn und Nebenanlagen genauso neu gemacht wie Kanalisation und Wasserleitung. Auch die Gas- und Stromversorgung wird neu verlegt. Die Straßenbeleuchtung wird ergänzt. Ebenfalls wird der Aufriss der Straße genutzt, um auch gleich in der Steinbacher Straße Leerrohre für die spätere Glasfaser-Nutzung zu sorgen.

Die Zufahrt zur B 49 muss während der Arbeiten aber bis etwa Juli 2022 gesperrt bleiben. Für Bürgermeister Franz ist es wichtig, die Maßnahme ordentlich durchzuziehen, anstatt mit aller Macht schnell und auf Kosten der Qualität. Harald Mank, Planungs- und Baudezernent für den Bereich Westhessen bei Hessen Mobil, sagte: "Dafür haben die Bürger anschließend auch 40 bis 50 Jahre Ruhe."

Straßenbeiträge

abgeschafft

Da es in Richtung Weilburg nicht die einzige B 49-Zufahrt in Obertiefenbach ist, sieht Bürgermeister Michael Franz (parteilos) die Sperrung für den Durchgangsverkehr nicht als Problem an. Er rechnet mit Gesamtkosten der Maßnahme von 1,7 Millionen Euro. Etwa 1,2 Millionen Euro blieben an der Gemeinde hängen. Franz erläuterte, dass in Beselich die Straßenbeiträge abgeschafft seien und die Bürger der Steinbacher Straße folglich keine Beiträge für die Wiederherstellung der Bürgersteige zahlen müssten. Bauamtsleiter Andreas Ott ergänzte, dass nur die Kosten für die Hausanschlüsse auf die Anwohner zukommen. Die Kosten der Straßenerneuerung in Höhe von 220 000 Euro werden von Hessen Mobil übernommen. 75 000 Euro gibt es für die Gesamtmaßnahme aus dem Investitionsfonds des Kreises für Infrastrukturmaßnahmen. Für die Gehwege gebe es, so Bürgermeister Franz, zudem noch einen Zuschuss des Landes Hessen. In welcher Höhe, das sei jedoch aktuell noch offen. Bürgermeister Franz erklärte, dass an Schwerlastverkehr außer Anliegerverkehr künftig nichts mehr die Steinbacher Straße passieren dürfe.

Andere Wege zur Bundesstraße für Lkw

Da die Straße in Teilbereichen sehr eng sei, sollen Laster andere Wege zur Bundesstraße nehmen. Neben Autos sollen hier also in Zukunft nur noch die Müllautos und Busse verkehren. An den engen Stellen der Straße wird laut Mank auf einen Bürgersteig verzichtet, damit Ausweichmanöver im Begegnungsverkehr einfacher möglich sein werden. Der Fußgängerbereich soll farblich markiert werden.

Der andere Bauabschnitt sind die 115 Meter von der Kreuzung Aegidiusstraße bis zum Ortsausgang, wo ein klassischer Straßenausbau mit 5,50 Meter Fahrbahnbreite und Gehwegen für die Fußgänger vorgenommen wird.

Heimische Unternehmen

Für Michael Franz ist es auch wichtig, bei dem Projekt mit heimischen Unternehmen wie der Baufirma Koch aus Westerburg und der die Arbeiten überwachenden Limburger Ingenieurgesellschaft Artec als Partner zu arbeiten. Denn die könne man bei Problemen schnell mal greifen. Das gute Miteinander zwischen Bauteam und Anwohnern sei für den Erfolg einer Baustelle ohne größere Reibung ebenfalls nötig. Die beste Baustelle sei, wie Franz meinte, die, bei der der Bürgermeister nur zur Eröffnung und Fertigstellung kommen müsse. Da die Baustelle aber nur wenige Meter vom Rathaus entfernt sei, werde er schon regelmäßig mal vorbeischauen, auch um sich zu vergewissern, dass die Anwohner mit den Abläufen zufrieden seien. robin klöppel

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