Auf dem Obertiefenbacher Volksbank-Parkplatz präsentierten Uwe Steinebach, Wolfgang Behr und Michael Franz (von links) die neue Schnellladestation.
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Auf dem Obertiefenbacher Volksbank-Parkplatz präsentierten Uwe Steinebach, Wolfgang Behr und Michael Franz (von links) die neue Schnellladestation.

Ein Angebot in Obertiefenbach

Neue Ladesäulen locken Autofahrer in Dorfmitte

Syna baut Infrastruktur weiter aus

Auf dem Parkplatz der Volksbank-Filiale Obertiefenbach in der Steinbacher Straße nahe des Rathauses gibt es nun auch eine Schnellladesäule mit zwei Plätzen für Elektroautos. Dies berichteten vor Ort Bürgermeister Michael Franz (parteilos), Syna-Kommunalmanager Uwe Steinebach sowie Wolfgang Behr, Vorstand der Volksbank Schupbach.

Die Syna errichtete auch weitere Ladesäulen in Niedertiefenbach und Schupbach jeweils an den dortigen Bürgerhäusern sowie in Heckholzhausen vor der Volksbank in unmittelbarer Nähe zum Dorfgemeinschaftshaus. In Obertiefenbach gab es laut Franz vorher schon mehrere Lademöglichkeiten. Stationen stehen bislang im Investzentrum bei Automobile Orth, auf dem Aldi-Parkplatz sowie auf beiden Seiten der B49 an den Aral-Tankstellen.

Bürgermeister Franz sagte, dass "Beselich elektrisch fährt". Die Flotte der Gemeinde solle nach und nach auf E-Fahrzeuge umgestellt werden. Dafür brauche man weitere Lademöglichkeiten, auch wenn es am Rathaus bereits eine Wallbox gebe. Klima und Umwelt seien wichtige Themen. Dafür müssten alle viel tun, denkt der Beselicher Verwaltungschef. "Wir als Gemeinde wollen da mit gutem Beispiel vorangehen, setzen auch stark auf Photovoltaik", erklärte Franz. Überall sei eine Umstellung aktuell aber noch nicht möglich. Gerade im Bauhof sei das noch schwierig. Noch gebe es zum Beispiel keine E-Unimog. Hinzu komme, dass aktuell die Lieferzeiten für Elektrofahrzeuge sehr lang seien. Insgesamt geht Michael Franz aber davon aus, dass immer mehr Bürger auf E-Fahrzeuge umstellen werden.

Die örtliche Wirtschaft soll profitieren

Aber auch Ortsfremde machen laut Franz vielleicht einen Abstecher nach Obertiefenbach, wenn auf dem Smartphone sehen, dass die Ladesäulen an der B 49 besetzt sind. Dann gehen diese Gäste womöglich im Ort einkaufen oder mal Essen, während ihr Fahrzeug lädt. So profitiere nebenbei noch die örtliche Wirtschaft.

Auf die Frage, warum die neue Ladestation nicht auf den gemeindlichen Parkplatz auf der anderen Straßenseite ans Rathaus und Bürgerhaus gestellt worden sei, antwortete der Bürgermeister, dass auf dem Volksbank-Parkplatz die Infrastruktur bereits vorhanden gewesen sei und man dort die Ladestation mit geringem finanziellen Aufwand habe installieren können. Die Volksbank habe spontan zwei ihrer Kundenparkplätze für die Ladestation zur Verfügung gestellt. "Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun", sagte Behr. Die Volksbank stelle ja selbst ihren Fahrzeugpark teilweise auf elektrisch um und pflege mit der Gemeinde Beselich stets einen guten Austausch. "Das Thema Nachhaltigkeit in der Mobilität treibt uns alle um", betonte Behr. Das hier sei eine Win-Win-Situation. Er hofft, dass die Volksbank Ende des Jahres schon weitere Hybridfahrzeuge geliefert bekommt.

Uwe Steinebach von der Syna sagte, dass sich in Obertiefenbach der Standort auf dem Volksbank-Parkplatz angeboten habe, weil sich nur zwei Meter daneben eine Verteilerstation befinde. Die Syna müsse in den kommenden Jahren hier noch viel Geld in die Infrastruktur stecken. Denn das heutige Netz würde überfordert, wenn immer mehr Bürger E-Fahrzeuge nutzen und diese fast zeitgleich nach der Rückkehr von der Arbeit gegen 17 Uhr aufladen würden. An der neuen Obertiefenbacher Schnellladesäule können gleichzeitig zwei Fahrzeuge mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt geladen werden. Je nach Fahrzeugbatterie kann ein Ladevorgang 60 Minuten dauern. Die Abrechnung erfolgt über die gängigen Bezahlwege. Robin Klöppel

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