Bewegt von Gottes Geist

Für Dr. Georg Bätzing ist Katharina Kasper eine Persönlichkeit, die eine Botschaft für heute habe, die geistlich inspirieren könne und die Mut mache, sich den Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft zu stellen.

Für Dr. Georg Bätzing ist Katharina Kasper eine Persönlichkeit, die eine Botschaft für heute habe, die geistlich inspirieren könne und die Mut mache, sich den Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft zu stellen. Dies hat der Bischof in seinem Hirtenwort „Bewegt von Gottes Geist“ zur Heiligsprechung an alle Gläubigen in seiner Diözese geschrieben.

„Für mich als Bischof, für unser Bistum und für die Armen Dienstmägde Jesu Christi ist die Heiligsprechung ein großartiges Geschenk. Ich freue mich sehr darüber, dass die Kirche Katharinas Lebens- und Glaubenszeugnis würdigt und ihr weltweit Beachtung schenkt“, so Bätzing. Der Glaube sei der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Tuns der neuen Heiligen gewesen. Sie habe ihren Glauben mitten in der Kirche gelebt, die sie als ihre Heimat erfuhr. Unter „Kirche“ habe sie in erster Linie die Gemeinschaft verstanden, die Gott selbst gestiftet habe, um für die Armen da zu sein. Und den Armen habe Katharinas größte Sorge gegolten.

„Sie kümmerte sich besonders liebevoll um Kinder und Kranke. Sie half dort, wo sie Not erkannte, suchte Mitstreiterinnen, organisierte Hilfe, Pflege und Bildung. Dabei hatte sie vor allem die im Blick, die in der Gesellschaft zu kurz kamen, wie Mädchen in der damaligen Zeit oder Bedürftige, und sie zog keine Grenzen. In ihrer Zuwendung zu den Menschen zeigt sich Gottes Liebe“, erläutert der Bischof.

Katharina habe aber nicht nur an die materielle Not gedacht, wenn sie von der Armut der Menschen sprach und von der Armut als Fundament ihrer jungen Gemeinschaft, sondern die Armut vor Gott. Ein volles, besetztes Herz, eine höchste Zufriedenheit mit sich selbst, lasse keinen Platz mehr für Gott. Einem armen Herzen dagegen könne Gott leichter Geschenke machen. Der lebendige Glaube jedes einzelnen sei für Katharina Kasper das A und O gewesen; aus diesem Glauben sei das Vertrauen gewachsen, Neues zu wagen. Sie habe ihre Entscheidungen und ihren Lebensweg stets auf Gott ausgerichtet. „Folgen wir dem Beispiel der Heiligen Katharina und lernen Jesus Christus besser kennen, um ihm großmütiger nachzufolgen. Der Ruf zur Heiligkeit gilt auch uns“, so der Bischof.

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