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Das Außenspielgelände der Kindertagesstätte in der Westerwaldstraße wird komplett neu gestaltet.

Zwei wichtige Projekte in Niederbrechen

Spielplatz-Ideen von den Eltern

  • vonRobin Klöppel
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Brechen will den Kampf gegen die Staubpiste des Spielplatzes angehen. Auch die Rathaus-Fassade wird saniert.

Brechen - Die Brecher Gemeindevertretung hat in ihrer Sitzung in der Niederbrecher Kulturhalle einstimmig beschlossen, die Westfassade des Alten Rathauses in Niederbrechen sanieren und das Außengelände des Spielplatzes in der Westerwaldstraße neu gestalten zu lassen. Die Kosten für den Spielplatz belaufen sich auf 117 000 Euro, aufgeteilt auf die Haushalte 2021 (67 000) und 2022 (50 000). Für die Fassadensanierung sollen 60 000 Euro für das kommende Jahr eingestellt werden. Hierfür rechnet Bürgermeister Frank Groos (parteilos) allerdings mit einem Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der förderfähigen Kosten aus dem Kreisprogramm Zukunftsfonds.

Groos bezeichnete den Zustand des Spielplatzaußengeländes als "überarbeitungswürdig" und "wenig attraktiv". Durch die Hanglage rutsche bei starkem Regen immer wieder Matsch und Sand ab. Durch die trockenen Sommer würden Teile des Außengeländes immer mehr zu einer trockenen und harten Staubpiste, die einem Außengelände einer Kindertageseinrichtung nicht mehr gerecht werde. Sand aus dem Sandspielbereich werde, so Groos, regelmäßig ausgespült und finde sich dann in der Nachbarschaft unterhalb des Kita-Geländes wieder. "Durch die letzte TÜV-Prüfung kommt hinzu, dass ein Klettergerät aufgrund von Sicherheitsmängeln entfernt werden muss und andere Geräte durch entsprechende Anpassungen und Reparaturen instand gesetzt werden müssen". Auch die Elternschaft habe vertreten durch den Elternbeirat die Umgestaltung gewünscht, Abgestimmt mit diesen, den Einrichtungsmitarbeiterinnen und der Verwaltung wurde vom Büro für Freiraumplanung von Dirk Pott eine entsprechende Planung entwickelt. Groos erläuterte, dass die Aufteilung in zwei Bauabschnitte trotz der entstehenden Mehrkosten von 6000 Euro sinnvoll sei. Zum einen, damit die Kinder im laufenden Betrieb nicht zwischendurch ganz ohne Spielfläche seien, zum anderen, um in ungewissen Corona-Zeiten die Belastungen durch die Maßnahme für den nächstjährigen Haushalt der Gemeinde so gering wie möglich zu halten.

Beispielhafte Kooperation

Der erste Bauabschnitt würde das Umfeld der Sandspielfläche inklusive der Zuwegung betreffen, der zweite Abschnitt den Motorik-Parcours, die Felsentreppe, die Bodentrampoline, das Tipi, die Bodenhülsen für die Sonnenschirme, die Sitzmauern aus Natursteinquadern, die Pflegezufahrt, die PVC-Sichtschutzstreifen und die Pflanzungen.

Ivonne Schermuly (CDU) begrüßte für den Sozialausschuss die Überplanung des Außengeländes, da dieses in die Jahre gekommen sei. Hans Saufaus (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, sagte, dass die Aufteilung auf zwei Bauabschnitte Sinn mache, da die Kinder sonst ein Jahr lang überhaupt keine Außenfläche zum Spielen mehr zur Verfügung hätten. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Christel Höhler-Heun (CDU), sagte, dass es in der Vereinbarung mit dem Planungsbüro festgehalten werden müsse, dass während der Bauarbeiten ein Teil der Außenfläche weiter für die Kinder nutzbar bleibe, wenn der Gemeinde durch zwei Bauabschnitte schon Mehrkosten entstehen würden. Marisa Kress (FDP) erklärte, dass sie die Neugestaltung ausdrücklich begrüße, denn Kinder würden einen großen Teil des Tages im Kindergarten verbringen. Kress sagte, dass es sich um eine beispielhafte Kooperation zwischen Elternschaft, Planer und Verwaltung handele. Diese solle andere Bürger ermuntern, mit ihren Ideen einfach mal die Verwaltung anzusprechen. Sicherlich werde, so Kress, auch ihnen dann Gehör geschenkt.

Prominentes Gebäude

Zum Alten Rathaus meinte Frank Groos, dass es hier um eines der prominentesten Gebäude in der Gemeinde gehe. Mit diesem werde die Gemeindeverwaltung mehr identifiziert als mit dem neuen Rathaus. Es handele sich im Niederbecher Ortskern um ein prägendes Gebäude, das vom Architekturbüro Stephan Dreier aus denkmalschutzpflegerischer Sicht hervorragend betreut werde. Dreier habe nun der Gemeinde mitgeteilt, dass es wieder an der Zeit sei, die Außenfassade zu überarbeiten, teilte der Bürgermeister mit. Das Gute dabei sei, dass die Maßnahme perfekt in das neue Förderprogramm des Landkreises passe. Hans Saufaus sagte, das Alte Rathaus sei ein Kleinod in der Gemeinde. Im Jahre 2000 sei es das letzte Mal saniert worden. Es sei aus fachlicher Sicht dringend notwendig, mal wieder etwas an der Fassade zu machen. Saufaus denkt, wenn die Sanierung dann wieder 20 Jahre halte, der Mitteleinsatz von 60 000 Euro auf jeden Fall gerechtfertigt sei. (Robin Klöppel)

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